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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/02/pm_015.php 05.02.2019 12:04:31 Uhr 26.08.2019 10:24:14 Uhr
05.02.2019

Hinweise zum Schutz von Greifvögeln und Eulen

Der trockene und heiße Sommer 2018 hat auch von unseren Wäldern Tribut gefordert. So ist in den Wald- und Feldholzinseln der Moritzburger Kleinkuppenlandschaft zwischen Dresden und Radeburg etwa ein Drittel der Kiefern abgestorben. Diese Flächen gehören teilweise zum Dresdner Stadtgebiet und zu den Landkreisen Meißen und Bautzen.
Das hat auch Folgen für das Brutverhalten von Greifvögeln wie Schwarzmilan, Rotmilan, Wespenbussard, Sperber, Baumfalke und Eulen bleiben: Diese Vögel nisten gern in alten Kiefern. Verdorrte Bäume sind ein bevorzugtes Ziel von Axt und Säge bei Durchforstungs- und Aufräumarbeiten. Werden diese Arbeiten zu ungünstigen Zeiten ausgeführt, kann die Brut dieser streng geschützten Vogelarten verloren gehen.

Wie lässt sich das vermeiden?

Wichtig ist die Einhaltung der Schonzeit ab 1. März. Zwar dürfen Waldbesitzer ganzjährig ihren Wald bewirtschaften, müssen sich aber an die gesetzlichen Artenschutzbestimmungen halten. Diese Bestimmungen gelten generell und nicht nur in europäischen Vogelschutzgebieten wie der Moritzburger Kleinkuppenlandschaft.

„Wenn Sie als Waldbesitzer Ordnung schaffen und dabei naturschutzrechtlich auf der sicheren Seite sein wollen, so sollten Sie die Forstarbeiten unverzüglich aufnehmen und bis Ende Februar abschließen, um nicht in die Vogelbrutzeit zu kommen“ empfiehlt Dr. Olaf Bastian von der unteren Naturschutzbehörde im Umweltamt. „Das Stammholz ist möglichst vor Beginn der Hauptbrutzeit oder wieder ab August zu rücken. Sie können natürlich auch die eine oder andere tote Kiefer im Interesse der Natur stehen lassen“, ergänzt er. Ist ein Holzeinschlag in der Brutzeit unvermeidlich, so können die Brutorte der europäisch bedeutsamen Greife bzw. Rote Liste-Arten im Vogelschutzgebiet bei der unteren Naturschutzbehörde oder der Sächsischen Vogelschutzwarte abgefragt und von den Arbeiten ausgeklammert werden.

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