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04.02.2019

Einsturzgefahr des Gebäudes im Ensemble des Lahmann-Sanatoriums gebannt

Bautzner Landstraße wieder für den Verkehr freigegeben

Kassettendecke im Speisesaal des Lahmann-Sanatoriums
Kassettendecke im Speisesaal des Lahmann-Sanatoriums
© landeshauptstadt Dresden

Die Leiterin des Bauaufsichtsamtes, Ursula Beckmann, informiert zum Speisesaal des Lahmann-Sanatoriums an der Bautzner Landstraße: „Am Freitag, 1. Februar 2019, erhielt die zuständige Sachgebietsleiterin der Bauaufsicht gegen 21 Uhr einen Anruf von der Feuerwehr. Diese informierte, dass in der Bautzner Landstraße ein Gebäude einsturzgefährdet sei. Die Mitarbeiterin begab sich vor Ort und veranlasste die Straßensperrung. Das Gebäude hat eine Höhe von etwa zehn Metern. Bei einem Einsturz hätten Gebäudeteile auf die gesamte Fahrbahn fallen können. Vor Ort waren bereits Bauherr, Architekt und der vom Bauherrn involvierte Tragwerksplaner. Dieser hatte am Freitag die Feuerwehr informiert, nachdem er bei einer Kontrolle festgestellt hat, dass sich ein Binder über dem Saal gelöst hatte und etwa 40 Zentimeter abgesackt war. Dadurch drückte der Binder gegen die Außenwand. Das Dach selber war instabil.

Zur Sicherung des Gebäudes sollte das Dach angesägt werden, um über einen Kran den Binder zu halten und danach einen Turm zur Abstützung des Binders zu stellen. Außerdem sollte das Gebäude von außen gestützt werden. Am Sonnabend, 2. Februar 2019, wurde, nachdem der Turm errichtet worden war, festgestellt, dass sich die Außenwand um etwa fünf Zentimeter nach außen geneigt hat. So war es zu gefährlich, die geplante Abstützung vor die Außenwand zu stellen. Erster Vorschlag war, dass das Dach abgenommen und das Mauerwerk um 1,50 Meter zurückgebaut werden soll. Ein solcher Rückbau allerdings muss statisch begleitet werden und wäre nicht rasch umsetzbar gewesen. Man entschloss sich deshalb, das Dach aufzuschneiden und die gegen die Außenwand drückenden Sparren abzusägen. Nachdem dies gelang, konnten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes feststellen, dass sich die Außenwand, die sich zuvor Richtung Straße neigte, wieder zurück bewegt hatte. Deshalb hat das Technische Hilfswerk am Sonntag, 3. Februar 2019, die erforderliche Abstützung von der Bautzner Landstraße aus an der betreffenden Außenwand aufstellen können.

In den frühen Morgenstunden, Montag, 4. Februar 2019 konnte die Bauaufsicht, nach Prüfung feststellen, dass durch das Gebäude derzeit keine Gefahr mehr für die öffentliche Straße ausgeht. Der Gehweg bleibt wegen der Abstützung weiterhin gesperrt. Bauherr, Architekt, Statiker und auch die Bauaufsicht waren das ganze Wochenende vor Ort. Mit dem Bauherrn wird der weitere Fortgang zeitnah besprochen.
Die Bautzner Landstraße ist seit heute Morgen, Montag, 4. Februar 2019, 7 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben.

Für das einsturzgefährdete Gebäude hat die Bauaufsicht am 11. Juni 2018 eine Baugenehmigung erteilt. Gegenstand der Baugenehmigung ist der Einbau von 13 Wohneinheiten in dem Bestandsgebäude, Errichtung einer Tiefgarage und Anbau eines Gartenhauses. Der Einbau der Wohnungen ist so geplant, dass die Kassettendecke im Innern des Gebäudes sichtbar geblieben wäre. Seit Erteilung der Baugenehmigung ist leider vor Ort nichts geschehen. Ein Baubeginn wurde bis dato nicht angezeigt.“

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