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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2019/02/pm_008.php 07.02.2019 16:03:22 Uhr 26.08.2019 10:19:10 Uhr
04.02.2019

Hunde, Katzen und Nager…

Tierheim zieht Bilanz für das Jahr 2018

Das städtische Tierheim ist für die Unterbringung von Fundtieren, von behördlich beschlagnahmten Tieren, aber auch für die Versorgung der Tiere von Krankenhauspatienten, Inhaftierten und Verstorbenen und – wenn es die Kapazitäten erlauben – auch für Abgabetiere zuständig. Insgesamt 1159 Tiere kamen 2018 ins städtische Tierheim: 295 Hunde, 371 Katzen und 493 Andere. Es gab recht deutliche Verschiebungen, während die eingelieferten Katzen um über 20 Prozent zurückgingen, stieg die Zahl der unterzubringenden Nager auf 188 Prozent. „Aktuell versorgen acht Mitarbeiter im Tierheim 32 Hunde, 31 Katzen und 96 andere Tiere. Ich danke ihnen und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich hier um Tiere in Not kümmern“, so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel. Im letzten Jahr konnten die Mitarbeiter des Tierheimes 110 Hunde, 187 Katzen und 351 sonstige Tiere vermitteln. Viele Tiere wurden von ihren Besitzern zurückgeholt.

Zwangspflege

Die Zahl der Tiere in Zwangspflege ist weiterhin hoch. Sie stieg sogar im Vergleich zum Vorjahr leicht an. In Zwangspflege werden Tiere genommen, weil die Besitzer ins Krankenhaus, in Haft müssen oder verstorben sind. Das Veterinäramt muss Tiere in Zwangspflege nehmen, wenn sie von ihrem Halter vernachlässigt werden. Auch vom Ordnungsamt beschlagnahmte gefährliche Hunde landen im Tierheim. Häufig sind Verstöße gegen das Tierschutzgesetz oder das Sächsische Gefahrhunderecht die Ursachen. So mussten 2018 aus diesem Grund 88 Hunde und 73 Katzen untergebracht werden.

Problematisch sind dann die Dauer der Unterbringung und die finanzielle Lage der Tierhalter. Die Kosten für die Unterbringung der Zwangspflegetiere trägt immer der Tierbesitzer. Wie bereits in den Vorjahren führte das auch 2018 zu hohen Außenständen, die den Haushalt des Tierheimes belasten.

Probleme mit untergebrachten Tieren

32 im Tierheim lebende Hunde klingt aktuell nicht viel, aber fast alle diese Hunde finden teilweise seit Jahren keinen neuen Besitzer. Ursachen sind ihr Alter, Gefährlichkeit und oft auch nur fehlende Erziehung. Der erste Eindruck am Gitter schreckt potentielle Interessenten immer wieder ab. Es sind einfach keine fertig sozialisierten Hunde, die der Übernehmer sofort mit bester Erziehung problemlos ausführen kann. Hier ist viel Arbeit und Hundeerfahrung notwendig. Hinzu kommen die gemäß sächsischem Gefahrhunderecht als gefährlich eingestuften Hunde. Gerade für gefährlich eingestufte Tiere ist kaum ein Bürger bereit, das Erlaubnisverfahren beim Ordnungsamt zu durchlaufen und einen solchen Hund zu übernehmen.

Dank an Spender

Im Jahr 2018 gingen 14 000 Euro an Spenden im Tierheim ein. Das Dresdner Tierheim ist für jede private Unterstützung dankbar. Der Bestand an Geldern aus Nachlässen betrug am 1. Januar 2019 über 262 000 Euro. „Die Spenden erleichtern Arbeit und kleine Investitionen im Tierheim sehr und sie zeigen, dass die Dresdner die Leistung des Tierheimes schätzen. Meinen Dank an alle, die uns und die Tiere hier unterstützen“, so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel. Von Spendengeldern konnten im vergangenen Jahr vorrangig die Bauarbeiten des Schildkrötenraumes finanziert werden. Für die Katzen und Hunde gab es neue Edelstahlspülen in der Futterküche.

Öffnungszeiten, Vermittlungswochenende, Kontakte

Der nächste Vermittlungssonnabend findet am Sonnabend, 2. März 2019 von 13 bis 15 Uhr statt. Jeder erste Sonnabend im Monat ist Vermittlungstag. Tierfreunde sind herzlich eingeladen. Informationen zum Tierheim und zu den Tieren, die aktuell in der Vermittlung sind stehen hier: www.dresden.de/tierheim

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