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23.01.2019

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und das Konzentrationslager in Auschwitz. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärten die Vereinten Nationen den Tag im Jahr 2005. In Dresden finden dazu verschiedene Veranstaltungen statt:

Am Sonntag, 27. Januar, findet ab 18 Uhr in der Gedenkstätte Münchner Platz, im ehemaligen Richthof, eine Gedenkfeier mit dem Münchner-Platz-Komitee statt. Neben dem Ersten Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Detlef Sittel, legen unter anderem auch Repräsentanten des Freistaates Sachsen und des Sächsischen Landtages sowie weitere Gäste Blumengebinde nieder. Im Anschluss an die Feierstunde findet um 18.45 Uhr ein Vortrag mit Diskussion zum Thema „So nah, so fern. Tschechische Hinrichtungsopfer auf Dresdner Friedhöfen. Trauer und Gedenken“ im Veranstaltungsraum der Gedenkstätte statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen bietet die Internetseite der Gedenkstätte unter www.stsg.de.

Bereits um 10 Uhr nimmt der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt in Vertretung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert an der Gedenkstunde im Sächsischen Landtag teil.

Am Montag, 28. Januar, 12 Uhr, findet traditionell die Namenslesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden und Sinti und Roma vor der Gedenktafel der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt statt. Sie beginnt mit Glockenläuten und einer Kranzniederlegung. Dresdner Schülerinnen und Schülern, Einwohner sowie Politiker verlesen die Namen. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen nimmt ab 13 Uhr für die Landeshauptstadt Dresden daran teil (1). Ein Vertreter der jüdischen Gemeinde spricht das Kaddisch-Gebet. Die Landeshauptstadt Dresden unterstützt diese Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V., des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirkes Dresden-Mitte, der Kreuzkirchgemeinde und des Ökumenischen Informationszentrums e. V. Die Lesung wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Hintergrund zur Namenslesung

(1) Die 1953 Namen der ermordeten oder verschollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen „Buch der Erinnerung” entnommen. Von den über 7 000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden in Dresden und den umliegenden Orten sind im „Buch der Erinnerung” diejenigen genannt, von denen wir wissen, dass sie in einem Konzentrationslager ums Leben kamen, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen gelten. Das Buch liegt während der Lesung in der Kirche aus, dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal erfahren. Die Lesungen begannen in Dresden während der Forschungsarbeiten zum Buch, 1999.

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