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22.12.2018

Gute Bilanz zum 584. Dresdner Striezelmarkt auch ohne Schnee

Mehr als zwei Millionen Besucher

Zwei Tage noch, dann schließt der 584. Dresdner Striezelmarkt seine Pforten. Bis zum Montag, 24. Dezember 2018, 14 Uhr, sind Stände und Fahrgeschäfte noch für die Besucherinnen und Besucher geöffnet. Kurz vor Ende des ältesten beurkundeten Weihnachtsmarktes Deutschlands haben die Organisatoren, die Händler sowie die Polizei und das DRK Dresden heute, Sonnabend, 22. Dezember 2018, Bilanz gezogen. „Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz. Sie alle haben dazu beigetragen, dass auch die 584. Auflage des Striezelmarktes erfolgreich verlaufen ist und wir in Summe wieder eine gute Bilanz ziehen können“, so Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. „Von Anfang an war das Besucheraufkommen hoch. Am ersten Montag nach der Eröffnung war ein Andrang wie am Wochenende. Allerdings war uns der Wettergott nicht gnädig und bescherte uns ziemlich viele Regentage. Das hat sich natürlich auch auf die Besucherzahlen ausgewirkt.“ Es sei zwar kein Rekordergebnis, aber aufgrund des wiederholt hohen Zuspruchs dürften es am Ende trotzdem mehr als zwei Millionen Besucher gewesen sein, so Franke.

Striezelmarkt-Programm ist einzigartig

„Bis jetzt konnten wir alle der insgesamt 184 Programmpunkte umsetzen. Die über 1 900 Mitwirkenden haben wirklich wieder Tolles geleistet. Unser vielfältiges Bühnenprogramm ist ein Alleinstellungsmerkmal. Vergleichbares kenne ich von keinem anderen Weihnachtsmarkt“, resümiert Alexander Siebecke, Geschäftsführer der Agentur alexander & partner.

Kindererlebniswelt erneut ein Anziehungspunkt

Internationale Gäste im Märchenhaus: „Wir konnten 18 Schulklassen aus Polen und Tschechien im Märchenhaus begrüßen. Die Märchenstunden dienten sozusagen als Deutschunterricht“, so Siebecke weiter. Rund 3 900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebten im Märchenhaus spannende Geschichten (2017: 4 100). Das Bastelangebot im Pflaumentoffelhaus werden am Ende etwa 1 200 Gäste genutzt haben (2017: 1 800). In der Weihnachtsbäckerei herrschte ebenfalls Hochbetrieb: rund 100 Kinder pro Tag konnten Plätzchen ausstechen, verzieren, backen und naschen. Der Zuspruch ist auch beim Wichtelkino nochmals gestiegen: Etwa 4 200 große und kleine Filmfreunde haben in den Vorführungen Platz genommen (2017: 3 500). „Die Filme aus dem ehemaligen DEFA-Trickfilmstudio sind nach wie vor sehr beliebt. In Kombination mit aktuellen Produktionen wie von Fantasia Dresden und Balance Film können wir ein Programm bieten, das traditionelle und aktuelle Entwicklungen des Animationsfilms wunderbar verbindet und so auch gut zum Charakter des Striezelmarktes passt“, fasst Dr. Karsten Fritz, Geschäftsführer des Medienkulturzentrums Dresden und verantwortlich für das Angebot des Wichtelkinos, zusammen. Auch der Weihnachtsmann hatte wieder alle Hände voll zu tun: 390 Anrufe (2017: 370) gingen an seinem Telefon ein und rund 1 000 Wunschzettel (2017: 1 200) wurden in den Weihnachtsmannbriefkasten eingeworfen.

Händler mit etwas weniger Umsatz, aber trotzdem zufrieden

„Der Umsatz bei Erzgebirgischer Volkskunst war zufriedenstellend, liegt aber geringfügig unter dem des Vorjahres. Eine Ursache dafür war sicherlich auch das schlechte Wetter zu Beginn des Marktes. Als positiv wurde von den Händlern das Sicherheitskonzept bewertet, sowohl was die Absperrung als auch die Präsenz der Sicherheitskräfte auf dem Markt betrifft“, so Dieter Uhlmann, Geschäftsführer Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. Auch der Schutzverband Dresdner Stollen e. V. zieht eine durchweg positive Bilanz. In der Schaubackstube verließen pro Tag etwa 80 Dresdner Christstollen den Backofen. „Der Striezelmarkt und unser Dresdner Stollen sind historisch so eng miteinander verbunden; zwei große Dresdner Marken, die die Herzen berühren. Es ist großartig, dass wir unser Produkt und unsere Backtradition auf dem Markt präsentieren dürfen und so auch hier zeigen können, wie lebendig unser Handwerk ist“, so René Krause, Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen e. V. Ein Höhepunkt der diesjährigen Striezelmarkt-Saison war wieder das Dresdner Stollenfest. Zum großen Jubiläum - dem 25. - begrüßten die Dresdner Stollenbäcker am Sonnabend, 8. Dezember 2018, mehrere zehntausend Besucher aus aller Welt. Der 3 850 Kilogramm schwere Riesenstollen wurde in nur 2,5 Stunden komplett verkauft. Einen Großteil des Erlöses spendet der Verband an das Förderzentrum „Albert Schweitzer“, eine Dresdner Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.

Striezelmarkttasse sehr beliebt – Sonderedition fast ausverkauft

„Ich freue mich, dass unsere Striezelmarkttasse so viele Fans hat. Sie nehmen mit der Tasse nicht nur ein Andenken mit nach Hause, sondern auch ein Stück sächsische Handwerkskunst aus der Oberlausitz“, so Franke. Am Ende werden wieder rund 60 000 Stück der von der Firma Kannegießer Keramik aus Neukirch/Lausitz hergestellten Keramiktassen den Besitzer gewechselt haben. Insgesamt wurde bisher ähnlich viel Glühwein, Feuerzangenbowle und Punsch wie im Vorjahr getrunken. Bis zum Marktende wird das Team der Firma cup&more voraussichtlich rund 700 000 Tassen gespült haben, so die Prognose von Firmenchef Michael Andresen (2017: rund 725 000). Das entspricht rund 140 000 Liter Glühwein und Co.
„Wer noch eine Striezelmarkt-Tasse aus der Sonderedition haben möchte, sollte sich beeilen. Die Tassen sind so gut wie ausverkauft. Eine geringe Anzahl können die Gäste noch erwerben“, so Matthias Hundt, Prokurist der Dresden Information GmbH. Die Tassen aus der Sonderedition sind auf 584 Stück limitiert, von Hand nummeriert und mit Glanzgold verziert. Die Sonderedition ist exklusiv bei der Dresden Information erhältlich.
Auch mit dem Absatz des Striezeltalers ist die Dresden Information in diesem Jahr ausgesprochen zufrieden.
Hervorzuheben sind die deutlich erhöhten Verkäufe an Unternehmen, welche die Striezeltaler als kleine Aufmerksamkeit an ihre Mitarbeiter oder Geschäftspartner weiterreichen.

Bilanz der Sanitäter des DRK Dresden

Der Striezelmarkt 2018 verlief für das Deutsche Rote Kreuz Dresden ohne besondere Vorkommnisse. Bis Donnerstag, 20. Dezember 2018, leisteten die Sanitäter 80 mal Erste Hilfe, genauso häufig wie im vergangenen Jahr. Die Bandbreite der Notfälle war sehr vielfältig - von Stürzen und Schnittwunden über Kreislaufkollapse bis hin zu Bindehautreizungen und Krampfanfällen. Durch die gut ausgerüstete Sanitätshütte konnten die Ersthelfer 70 Prozent aller Notfälle selbst versorgen. Bei den verbleibenden 30 Prozent wurde der Rettungsdienst und zum Teil ein Notarzt hinzugezogen. „Alkohol spielte in diesem Jahr eine untergeordnete Rolle“, sagt Kreisbereitschaftsleiter Sebastian Wagner. „Dafür gab es mehrere Treppenstürze, die schlussendlich auch den Einsatz des Notarztes erforderlich machten.“ In den dreieinhalb Wochen sicherten insgesamt 150 ehrenamtliche DRK-Einsatzkräfte den Striezelmarkt medizinisch ab.

Gemeindlicher Vollzugsdienst (GVD) war mit fester Striezelwache im Einsatz

Erstmalig stand den Besucherinnen und Besuchern des Striezelmarktes die Striezelwache des GVD offen, in der die Bediensteten des Ordnungsamtes Auskünfte erteilten, Hinweisen entgegen nahmen und Fundsachen annahmen. So wurden rund 40 Fundsachen (2017: 50), darunter Geldbörsen, Bargeld, Personaldokumente, Fahrzeugpapiere, Bankkarten, Kleidungsstücke, Schmuck und ein Mobiltelefon, abgegeben. Die Sachen befinden sich nun im Fundbüro und können dort abgeholt werden. Mehr Parkverstöße als im Vorjahr: Die Bediensteten der Verkehrsüberwachung und des Stadtordnungsdienstes mussten 26 Fahrzeuge im Umkreis des Striezelmarktes abschleppen lassen (2017: 14). Vor allem die extra eingerichteten Schwerbehindertenparkplätze auf der Schulgasse wurden unerlaubt genutzt. „Die gute Zusammenarbeit zwischen der Marktleitung, der Polizei, dem GVD und den Rettungskräften funktionierte wieder reibungslos, wie in einem eingespielten Team – halt nur mit etwas mehr Mitspielern. Danke an alle Kräfte, die sich für und auf dem Striezelmarkt im Einsatz befinden“, so Dr. Robert Franke abschließend.

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