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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/11/pm_055.php 19.11.2018 13:33:50 Uhr 15.12.2018 11:32:54 Uhr
19.11.2018

Badehaus und Umfassungsmauer im Park von Schloss Albrechtsberg saniert

Stadt setzt im kommenden Jahr Sanierungsarbeiten fort

Das Badehaus und die Umfassungsmauer im Park von Schloss Albrechtsberg sind fertig saniert. „Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit haben wir jetzt die Sanierung von Dach und Fassade des um 1854 errichteten Bauwerkes abschließen können. Auch ein etwa 80 Meter langes Stück der Mauer zur Bautzner Straße hin ist denkmalgerecht saniert“, teilt Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, mit. 

Die Arbeiten am Badehaus dauerten von Mitte 2016 bis November 2018. Nach Abbruch- und Beräumungsarbeiten wurde der Dachstuhl saniert. Das Dach bekam nach historischem Vorbild eine Neueindeckung aus Zinkblech. Außerdem wurde die historische Bemalung der Dachtraufe und der hölzernen Zierelemente wiederhergestellt, die Sandsteinfassade gereinigt und saniert sowie ein Stromanschluss gebaut. Die Arbeiten am Badehaus kosteten rund 77 000 Euro. Die Ausführung der umfangreichen Sanierung des Badehauses war durch eine großzügige Spende aus dem Nachlass eines ehemaligen Dresdners möglich. 

An der teilweise eingebrochenen Umfassungsmauer ist seit Juni 2018 ein erster Abschnitt von 80 Metern denkmalgerecht saniert. Fachleute mauerten beschädigte Bereiche neu auf, verstärkten die Mauer statisch und verfugten sie anschließend neu. Die Bauleistungen von etwa 95 000 Euro kommen aus dem städtischen Haushalt. 

Im kommenden Jahr kann das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft die Bauarbeiten fortsetzen. Im Badehaus beginnt der Innenausbau. Außerdem werden die Brücke über den Teich am Badehaus und das zugehörige Ablassbauwerk saniert. 

Historisches zum Badehaus 

Das um 1854 errichtete Badehäuschen wurde mit dem Tod der Gräfin v. Hohenau 1879 als Familienmausoleum eingerichtet. Der Dekret vom 11. Januar 1883 bestätigt dieses vorläufige Erbbegräbnis im Schloss Albrechtsberg. Bedingt durch den Verkauf des Schlosses Albrechtsberg 1925 an die Stadt Dresden musste das Mausoleum aufgelöst werden. Die in ihm befindlichen Särge mit den Verstorbenen wurden 1927 in die neu geschaffene Erbbegräbnisstätte der Grafen von Hohenau auf dem Friedhof Weißer Hirsch überführt. Es existiert heute nicht mehr. 

Quelle: E. Münzner, Ehrenamtlich Beauftragter für Denkmalpflege der Landeshauptstadt Dresden, 2016)

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