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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/10/pm_055.php 19.10.2018 11:44:16 Uhr 15.11.2018 21:15:25 Uhr
19.10.2018

„Buch der Briefe“ − Lesung aus Briefen DDR geschiedener Frauen

Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah, lädt gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Gleichstellung und Integration und dem Frauenstadtarchiv Dresden zur Lesung anlässlich der Veröffentlichung des „Buches der Briefe DDR geschiedener Frauen“ ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24. Oktober, 17 bis 19 Uhr, in den Räumen des FrauenBildungsHauses Dresden e. V., Oskarstraße 1, statt. Alle Schreiberinnen, Betroffenen und Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das FrauenBildungsHaus Dresden e. V. ist nicht barrierefrei zugänglich.

In dem „Buch der Briefe DDR geschiedener Frauen“ schildern Betroffene ihren Lebensalltag, so u. a. ihre Altersarmut in Folge des 1992 verabschiedeten Rentenüberleitungsgesetzes. Dieses berücksichtigte nicht die
Partnerinnen, die aufgrund der Familie Ausfallzeiten in der Erwerbsbiographie vor 1992 aufwiesen. Dieses Thema betrifft auch Dresdner Frauen. Aus einer 1992 gegründeten Initiative entstand daher in Dresden der bis heute bestehende „Verein der in der DDR geschiedenen Frauen“. Die treibende Kraft des Vereins sowie Mitautorin des Buches, Gerda Stender, wird in einem kurzen Impulsvortrag über ihr Engagement und die Briefsammlung berichten. Ohne ihre Leidenschaft wären die Briefe längst vernichtet und die Lebenswege dieser Frauen würden ins Vergessen geraten. Gründe genug, eine Auswahl der Schriftstücke der 1990er Jahre in ihrer Vielfalt zu präsentieren und sie zeitgeschichtlich einzuordnen.

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