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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/08/pm_059.php 21.08.2018 14:26:07 Uhr 23.09.2018 07:27:25 Uhr
21.08.2018

Ausstellung zu Architekten Schilling & Graebner öffnet am 22. August

Am Mittwoch, 22. August 2018, öffnet 19 Uhr im Kunstfoyer des Kulturrathauses, Königstraße 15, die Ausstellung „Die Architektenfirma Schilling & Graebner – Ihr Weg in die Moderne“.

Die Ausstellung stellt bis zum 12. Oktober 2018 das Wirken der bekannten Architektenfirma, die mit ihren künstlerisch wertvollen und städtebaulich exponierten Gebäuden das Bild der Stadt bis heute maßgeblich prägen, im Kontext der gesellschaftlichen Situation vor.
Die Strehlener Christuskirche, die Ruine der Zionskirche an der Nürnberger Straße, die Bauten des Neustädter St.-Pauli-Friedhofs oder das Pieschener Rathaus, das Wohn- und Werkstattgebäude der Gießerei Pirner & Franz in der Mohorner Straße und die vielen Villen in den früheren Dresdner Vororten, zum Beispiel in Blasewitz, Plauen oder Strehlen, haben etwas gemeinsam: Sie wurden um 1900 durch die renommierte Architektenfirma Schilling & Graebner geschaffen. Ihre Inhaber zählten zu den fortschrittlichsten und profiliertesten Baukünstlern ihrer Zeit, regional und national.

An der Schwelle zum neuen Jahrhundert suchte die fortschrittliche Architektenschaft nach einem neuen baukünstlerischen Ausdruck, der zwar auf regionalen Traditionen beruhte, aber nicht unreflektiert einfach die historischen Stilvorbilder kopierte. Ihr Ziel war es, schlichte und dennoch ästhetische Lösungen für die Bauaufgaben ihrer Zeit zu schaffen. Dazu analysierten sie die historischen Bauten und erwarben sich so deren grundlegende Gestaltungsprinzipien. Der daraus resultierende Respekt vor den Leistungen früherer Generationen zeigt sich auch in der zeitgleich entstehenden staatlichen Denkmalpflege, für deren Anliegen sich auch Schilling & Graebner engagierten. Ihre Bauten stehen heute größtenteils selbst unter Denkmalschutz.

Die Ausstellung skizziert diese Entwicklung von den akademisch geschulten Hochschulabsolventen zu den Wegbereitern einer moderaten Moderne. Geordnet nach bedeutsamen Bauaufgaben werden wichtige Bauten vorgestellt und zugleich die Entstehungshintergründe transparent gemacht, etwa auch die persönlichen und beruflichen Netzwerke.

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