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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/07/pm_013.php 05.07.2018 15:27:50 Uhr 19.09.2018 15:47:16 Uhr
05.07.2018

Flüchtlingsambulanz wird fortgesetzt

Kassenärztliche Vereinigung, Freistaat und Stadt einigen sich

Die Flüchtlingsambulanz Dresden, in der ein interdisziplinäres Team Asylsuchende und Flüchtlinge allgemeinmedizinisch, gynäkologisch, psychiatrisch und pädiatrisch behandelt, setzt ihre erfolgreiche Arbeit fort. Das haben die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden jetzt vereinbart. Damit bleibt die bewährte Anlaufstelle in der Fiedlerstraße 25 (Haus 28 des Dresdner Uniklinikums) in gewohnter Weise bestehen.

„Wir haben eine gute Einigung erzielt“, lobt Dresdens Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen, Dr. Kristin Klaudia Kaufmann, das Verhandlungsergebnis. Die Vereinbarung sichert den Fortbestand der Flüchtlingsambulanz bis 2020. Die drei Vertragspartner teilen sich die Kosten. Die Flüchtlingsambulanz Dresden habe sich nach den Worten der Bürgermeisterin bewährt und sei aktuell nicht aus der Stadt wegzudenken. „Der große Vorteil sind die erfahrenen Sprach- und Kulturmittler. Sie bauen Brücken zwischen Patienten und Medizinern. Das erleichtert die Diagnose und ermöglicht eine schnelle passgenaue Behandlung“, so Kaufmann weiter.

Dr. med. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen zeigt weitere positive Aspekte auf: „Mit der Einrichtung der Ambulanzen für Asylbewerber in Dresden und Chemnitz ist uns in den vergangenen Jahren eine Entlastung in den Praxen unserer niedergelassenen Ärzte in Sachsen gelungen. Das wird auch für die sächsische Bevölkerung spürbar.“ Durch den gezielten Einsatz interkulturell erfahrenen Personals in den Flüchtlingsambulanzen könne auch auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten unterschiedlicher Nationalitäten eingegangen werden.

Monatlich nutzen etwa 1 950 Menschen die Dresdner Flüchtlingsambulanz. Seit dem Start am 14. September 2015 wurden das Serviceangebot kontinuierlich weiterentwickelt und die Abläufe optimiert. Betrieben wird sie durch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen. Eine vergleichbare Einrichtung gibt es innerhalb Sachsens nur noch in Chemnitz. Derzeit leben 1 549 Asylsuchende und 6 378 Asylberechtigte bzw. anerkannte Flüchtlinge in Dresden (Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §§ 25 Abs. 1, 2 und 3 AufenthG, Stand 30.06.2018).

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