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28.06.2018

Neue FSME-Risikogebiete in Sachsen

Gesundheitsamt rät zur Impfung für Reisende

Das Robert Koch Institut hat jüngst neben dem bekannten Vogtlandkreis drei weitere Landkreise in Sachsen als Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, eingestuft. Diese sind der Erzgebirgskreis, der Landkreis Bautzen und der Landkreis Zwickau. FSME-Viren werden durch Zecken übertragen. Durch einen Zeckenstich können die Viren in die Blutbahn eines Menschen gelangen und eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute hervorrufen.

Jens Heimann, Amtsarzt und Leiter des städtischen Gesundheitsamtes rät: „Zur allgemeinen Urlaubsplanung sollte immer eine Überprüfung des Impfschutzes gehören. Reisende in FSME Risikogebiete sollten über eine FSME-Impfung nachdenken. Die FSME-Impfung ist bei Kindern und Erwachsenen möglich und erfolgt frühestens ab dem zweiten Lebensjahr. Bitte beachten Sie, dass eine FSME-Impfung nicht vor der Borreliose schützt, die auf dem gesamten Bundesgebiet von Zecken übertragen werden kann. Zusätzlich zur Impfung empfehlen wir lange Kleidung anzuziehen, Mücken- bzw. Zeckenschutzmittel aufzutragen und sich nach der Wandertour gründlich abzusuchen.“

Die FSME-Impfung ist grundsätzlich sinnvoll für Personen, die in den Risikogebieten wohnen, arbeiten oder sich im Urlaub viel im Freien aufhalten. Neben den vier sächsischen Landkreisen gilt die Warnung auch für andere Bundesländer und Reiseländer. In Deutschland sind besonders Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und das südöstliche Thüringen betroffen. Hinzu kommen u. a. die baltischen Staaten und große Teile Osteuropas.

Bereits zwei Wochen nach den ersten zwei Impfungen ist ein Impfschutz vorhanden. Zur Vervollständigung der Grundimmunisierung für einen optimalen Schutz ist eine weitere Impfung nach fünf bis zwölf Monaten notwendig. Eine Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen. Die nachfolgenden FSME-Impfungen sind dann alle fünf Jahre erforderlich. Je nach verwendetem Impfstoff sollte ab dem Alter von 50 beziehungsweise 60 Jahren alle drei Jahre aufgefrischt werden. Ist eine Übertragung bereits erfolgt, kann eine nachträgliche Impfung den Ausbruch der Krankheit nicht mehr verhindern.

Weitere Informationen stehen im Internet unter:

www.dresden.de/impfen
www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/fsme/
www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/zeckenschutz0/
www.rki.de/fsme

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