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27.06.2018

20. Museumsnacht Dresden am 30. Juni von 18 bis 1 Uhr

Die Museumsnacht ist seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 1999 zu einer festen Kulturveranstaltung geworden, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anzieht. Nun findet am kommenden Sonnabend, 30. Juni 2018, in der Zeit von 18 bis 1 Uhr, die 20. Museumsnacht Dresden statt. Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch: "Ich lade die Dresdner und die Gäste unserer Stadt am Sonnabendabend dazu ein, die Sommerferien mit einer nächtlichen Museumstour zu beginnen und mit der ganzen Familie Neues zu entdecken."

Dieses Jahr steht sie ganz im Zeichen dessen, worüber sich Museen und Städte am meisten freuen können: großzügige und bereichernde Schenkungen. „Bei Medici und Marzona“ ist diesmal als Motto der Museumsnacht vorangestellt, eine Klammer, die den Bogen spannt von den Anfängen der Kunstsammlungen bis zu ihrer Gegenwart. Lange waren die Alabaster-Figuren nach Michelangelo in der Skulpturensammlung nicht zusehen, sie kamen 1570 nach Dresden als Schenkung durch Cosimo de' Medici und sind jetzt Teil eines musealen Krimis der Zuschreibung. Das Archiv der Avantgarden ist ebenfalls ein Geschenk aus Italien, von Kunstsammler und Mäzen Egidio Marzona und zum ersten Mal im Interimsquartier des Japanischen Palais zugänglich. Und auch die Städtischen Museen können reizvolle und zu entdeckende Zugänge vermelden: im Stadtmuseum waren es schon im letzten Jahr die Textilkunst von Brigitte Bretschneider, in diesem Jahr zeigt die Städtische Galerie Arbeiten der Bildhauerin Susanne Voigt, eine Schenkung aus dem Nachlass, eine Neuentdeckung der Dresdner Nachkriegskunst, bekannt bislang vor allem durch Tierplastiken an der Stübelallee und im Universitätsklinikum.

Schenkungen eröffnen neue Perspektiven. Und sie stehen für eine frische, lebendige und engagierte Museumslandschaft mit über 50 Einrichtungen, die die Museumsnacht Dresden prägen, in ihrer Eigenart und ihren Themen. Was wir wissen wollen, wie wir uns begegnen, was wir anziehen und wie wir uns bewegen all das fließt in einer Nacht zusammen im Verkehrsmuseum, im Kunstgewerbemuseum, im Fernmeldemuseum und in den Technischen Sammlungen.

Die Besucher können thematischen Touren folgen: zur Geschichte der Mode, zum Besuch bei Nachbarn, in der Großen Oper und zu Dresdner Kunstgeschichten. An vielfältiger Gastronomie kann man sich stärken und dem Morgen entgegentanzen bei der großen Abschlussparty im Lipsiusbau an der Brühlschen Terrasse.

Programm von A bis V:
Das Albertinum zeigt Gesichter von der Romantik bis Gerhard Richter. Die Altana Galerie wagt Aufbruch und Neuanfang. Michelangelo und die Medici haben ihren Auftritt in der Galerie Alte Meister. Pflanzen machen Jagd auf Insekten im Botanischen Garten. Mit allen Sinnen feiert die Bunte Republik Neustadt. Die Wolfsschlucht explodiert bei Carl-Maria von Weber. Im Eisenbahnmuseum wird zwischen Dresden und Leipzig gependelt. Das Energiemuseum schaut in die Röhre. An Kunst im Widerstand erinnert die Gedenkstätte Münchner Platz. Kavaliere gehen auf Reisen im Grünen Gewölbe. Experimentiert wird bei Hegenbarth. In der Hofmühle läuten die Glocken. Endlich live die Datteltäter im Hygienemuseum. Schlange stehen ist erlaubt im Japanischen Palais. Erich Kästner rückt mit der Sprache raus. Romantisch ist‘s bei Kügelgens. Die Kleinbauern in Reitzendorf singen alte Kinderlieder. Im Körnig-Museum wird radiert. Kraszewski wandelt durchs Hirschberger Tal. Sybille hat ihren großen Auftritt im Kunstgewerbemuseum. Gleich dreimal Freiheit zeigt das Kunsthaus. Im Kupferstich-Kabinett wird Freiheit geübt. Ein Werk im Wandel zeigt das Leonhardi-Museum. Dschingis Khan und Dschin Tonic locken in den Lipsiusbau. Meilensteine des Wissens rollen im Mathematisch-Physikalischen Salon. Das Münzkabinett hat die dünnsten der Welt. Ist der Krieg männlich? fragt das Militärhistorisches Museum. Im Museum für Volkskunst feiert die Schildkröte Geburtstag. Im Palitzschmuseum funkt der Zauber. Und Flöhe tappen in die Falle im Panometer. Es jault, bellt und gackert in der Porzellansammlung. Fürsten brechen auf im Renaissance-Flügel. Richard Wagner befindet sich im Klangrausch. Auf zum Turnier tönt es aus der Rüstkammer. Das Schulmuseum macht einen Schritt zurück. Das Stadtmuseum ist nicht von Pappe. Wiederentdeckt wird in der Städtischen Galerie. Gute Tropfen warten im Schillerhäuschen. Schloß & Park Pillnitz macht den Dreck alleene. Auch im Stasi-Unterlagen-Archiv wird Widerstand geleistet. Ein Hauch von Japan weht durch die Technischen Sammlungen. Uhren in Aktion zeigt das Uhrenmuseum Glashütte. Und das Verkehrsmuseum macht in Blau.

Kartenverkauf:
Die Einzelkarte kostet dreizehn Euro, ermäßigt neun Euro. Familien (zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder unter 14 Jahren) zahlen 28 Euro. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei.
Der Erwerb der Karte im Vorverkauf lohnt sich: Sie berechtigt nicht nur zum Eintritt in alle teilnehmenden Häuser von 18 - 1 Uhr und zur Fahrt mit den Museumsnacht-Buslinien und allen Linien im Tarifbereich des VVO während der Museumsnacht, sondern auch zur An- und Abreise im gesamten VVO-Tarifbereich von 14 - 6 Uhr des Folgetages.

Die Karten gibt es in allen teilnehmenden Institutionen, den städtischen Bürgerbüros, den Verkaufsstellen der Dresdner Verkehrsbetriebe, der VVO-Mobilitätszentrale, im DREWAG-Treff und beim SZ-Ticketservice und an weiteren Vorverkaufsstellen.

Das Gesamtprogramm und weitere Informationen sind zu finden unter museumsnacht.dresden.de
Die MUSEUMSNACHT DRESDEN wird unterstützt durch die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH und die Ostsächsische Sparkasse Dresden.

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