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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/06/pm_057.php 21.06.2018 11:08:14 Uhr 21.07.2018 07:41:03 Uhr
15.06.2018

Tuberkulose-Umgebungsuntersuchung am Beruflichen Gymnasium Schandauer Straße

Gesundheitsamt testet 80 Personen

Im Rahmen der Umgebungsuntersuchungen, die das Dresdner Gesundheitsamt seit Herbst 2017 im Umfeld der HOGA-Schulen in Dresden durchführt, hat die Behörde am Donnerstag, 14. Juni 2018, eine weitere TBC-Erkrankung festgestellt. In diesem Fall ist aufgrund der vorliegenden ersten Testergebnisse von einer Ansteckungsfähigkeit auszugehen; genauere Informationen liegen nach Auswertung aller Testergebnisse Ende Juli vor.
Die städtische Tuberkulosestelle hat deshalb unverzüglich eine neue Umgebungsuntersuchung angeordnet. Das betrifft rund 80 Personen. Sie werden durch das Gesundheitsamt benachrichtigt und schriftlich zur Teilnahme an der Kontrolle aufgefordert. Diese neue Umgebungsuntersuchung findet innerhalb der nächsten drei Wochen in der Tuberkulosestelle statt. Der Untersuchungstermin ist dem Brief des Gesundheitsamts zu entnehmen. Das Gesundheitsamt steht in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der HOGA-Schulen. Die Schulleitung koordiniert die Kommunikation innerhalb des Beruflichen Gymnasiums.

Die Person, bei der jetzt die Tuberkulose festgestellt wurde, hatte zunächst die HOGA-Schule an der Zamenhofstraße besucht und war danach an das Berufliche Gymnasium an der Schandauer Straße gewechselt.
Aufgrund einer TBC-Erkrankung an der Schule Zamenhofstraße führte das Gesundheitsamt im Dezember 2017 und im Frühjahr 2018 eine große Umgebungsuntersuchung durch. Rund 1 000 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter wurden kontrolliert. Parallel dazu begannen Umgebungsuntersuchungen außerhalb der Schule, die Kontakte berücksichtigen, die bis zu drei Jahre zurückliegen. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde jetzt dieser weitere Fall von Lungentuberkulose ermittelt.

Warum eine neue Umgebungsuntersuchung?

Bei jedem ansteckungsfähigen TBC-Fall veranlasst das Gesundheitsamt eine neue Umgebungsuntersuchung. Das ist ein bundesweiter Standard.

Wie läuft die Umgebungsuntersuchung ab?

Das Gesundheitsamt kennt die ansteckungsfähige Person und ermittelt alle Kontakte, die länger als acht Stunden am Stück oder in der Summe direkten Umgang in einem geschlossenen Raum hatten.
Die relevanten Kontaktpersonen werden durch das Gesundheitsamt zeitnah schriftlich per Brief informiert und aufgefordert an einer Untersuchung teilzunehmen. Mit dem Anschreiben wird ein Termin vergeben und der Ort benannt, wo und wann die Untersuchung stattfindet. Sollten Beschwerden wie Husten, Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit auftreten, können sich die Betroffenen an die Tuberkulosestelle wenden. Wenn die Einladung nicht eingehalten werden kann, ist zeitnah ein neuer Termin zu vereinbaren. Für alle Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zur Verfügung.

Was passiert bei der Untersuchung?

Primär erfolgt eine medizinische Anamnese und Aufklärung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Dresden. In der Regel wird anschließend Blut für einen spezifischen Tuberkulosetest abgenommen. Das weitere Vorgehen hängt vom Testergebnis ab, welches in wenigen Tagen vorliegt. Ein negativer Befund spricht dafür, dass keine Infektion vorliegt. Bei einem positiven Testergebnis wird geröntgt, um eine Erkrankung der Lunge auszuschließen. Je nach Ergebnis legt der Arzt bzw. die Ärztin das weitere Vorgehen fest.

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