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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/06/pm_019.php 12.06.2018 14:52:04 Uhr 26.09.2018 01:56:49 Uhr
06.06.2018

Zwischenergebnisse der Tuberkuloseprävention an der HOGA-Schule liegen vor

Aktuell wird ein Befund weiter abgeklärt

Nachdem in den HOGA-Schulen an der Zamenhofstraße im vergangenen Jahr Tuberkulose festgestellt wurde, testete das Gesundheitsamt über 1000 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter auf eine mögliche Infektion. 70 Personen erhielten ein positives Testergebnis, Tuberkulosebakterien wurden im Blut nachgewiesen. Die Krankheit war aber nicht ausgebrochen und so bestand auch keine Gefahr, Mitmenschen anzustecken. Den positiv getesteten Schülern, Lehrern und Mitarbeitern wurde eine präventive Behandlung mit Antibiotika empfohlen. 60 Personen von ihnen haben die Prävention inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Person wurde trotz Prävention nun ein auffälliger Befund festgestellt. Sie wird derzeit im Krankenhaus betreut und ihr Gesundheitszustand genauer abgeklärt. Gesicherte Ergebnisse zu einer etwaigen Tuberkuloseerkrankung und zur Frage einer Ansteckungsfähigkeit liegen erst in sechs Wochen vor. Erst danach kann endgültig über weitere Maßnahmen entschieden werden.

„Die vorbeugende Behandlung richtet sich nach dem Alter und dauert meist drei bis neun Monate. Die Patienten müssen in dieser Zeit ein oder zwei Antibiotika einnehmen und werden am Schluss der Präventionsphase nochmals gründlich untersucht. In sehr seltenen Fällen kann es vorkommen, dass die Prävention nicht das gewünschte Ergebnis bringt. Die Gründe lassen sich nicht immer exakt ermitteln. Sollte eine Ansteckungsfähigkeit gegeben sein, werden wir eine Umgebungsuntersuchung der nahen Kontaktpersonen im Sinne unseres gesetzlichen Auftrags durchführen. Dazu sind aber zunächst die weiteren Untersuchungen abzuwarten, die ein klareres Bild geben werden“, so Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes Jens Heimann.

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