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25.05.2018

Wie viele? – Die Statistikstelle hat durchgezählt und nachgefragt

  • Moderate Mieten in Dresden – Mietpreisanstieg aber über deutschem Mittelwert
  • Altstadt ist attraktivster Stadtraum für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren
  • Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit gehen weiter zurück

 

Die Kommunale Statistikstelle veröffentlicht aktuell die Ausgabe „Dresden in Zahlen“ für das vierte Quartal 2017. Der Bericht gliedert sich in einen Textteil und einen Tabellenteil. Themen des Textteils sind dieses Mal die Mietpreisentwicklung, die Jugendbefragung 2016, die Unterbeschäftigung und die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Dresden sowie die Tourismus-Zahlen für 2017.

Mietpreisentwicklung

Vergleicht man das Mietniveau in Dresden mit dem anderer Städte in Deutschland, können die Dresdner Mietwerte als moderat bezeichnet werden. Im Jahr 2016 erreichten die Nettokaltmieten laut Kommunaler Bürgerumfrage (KBU) im Dresdner Mittel ein Niveau von 5,96 Euro pro Quadratmeter (KBU 2016). Der Mittelwert der Mietspiegelmieten lag mit 6,09 Euro pro Quadratmeter (Dresdner Mietspiegel 2017) nur geringfügig darüber. Gegenüber 2010 sind die Nettokaltmieten der Kommunalen Bürgerumfrage um insgesamt 13,1 Prozent gestiegen. Das entspricht einer jährlichen Mietsteigerung von 2,1 Prozent. Die mittleren Nettokaltmieten des Dresdner Mietspiegels stiegen um 15,1 Prozent und somit 2,2 Prozent pro Jahr. Damit erhöhten sich die Dresdner Mieten etwas stärker als der deutschlandweite Mittelwert, der laut F+B-Mietspiegelindex im Zeitraum von 2010 bis 2016 im Mittel um 1,8 Prozent pro Jahr zunahm.

Durchschnittlich sind die Neubaumieten von 2012 bis 2017 von 7,30 Euro pro Quadratmeter auf 10,43 Euro pro Quadratmeter gestiegen, was einer Zunahme um 42,9 Prozent entspricht (empirca-Preisdatenbank). Neubauwohnungen sind fertig gestellte Wohnungen der jeweils letzten drei Jahre. Die höchsten mittleren Neubaumieten von über 10,50 Euro/m² werden in der Altstadt sowie in den Stadtteilen Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-West, Friedrichstadt, Äußere Neustadt und Leipziger Vorstadt erreicht.

Jugendbefragung 2016

12 000 zufällig ausgewählte junge Dresdnerinnen und Dresdner zwischen 10 und 17 Jahren wurden für die Zeit vom 23. November 2016 bis zum 6. Januar 2017 zur Teilnahme an einer Befragung eingeladen. Die Ergebnisse vermitteln vor allem einen allumfassenden Überblick über die Bekanntheit, die Zufriedenheit und das Nutzungsverhalten aller Angebote für Kinder und Jugendliche in Dresden. Mit Abschluss des Befragungszeitraums lagen in der Kommunalen Statistikstelle die Antworten von 2 428 jungen Menschen vor, dies entspricht einer Rücklaufquote von 20,3 Prozent.

Es ist eine große Zufriedenheit der jungen Menschen mit den Möglichkeiten, ihre Freizeit in Dresden zu gestalten, feststellbar. Gesamtstädtisch antworteten insgesamt fast 88 Prozent der Kinder und Jugendlichen, zufrieden zu sein. Die höchste Zufriedenheit findet sich in der Neustadt – Äußere und Innere Neustadt und in Cotta – Gorbitz.

Zufriedenheit mit den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in den Stadträumen

Die Wünsche der jungen Menschen beziehen sich zum großen Teil auf Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. So wünschen sie sich insbesondere frei zugängliche Bolzplätze, Tischtennisplatten, aber auch Schwimmhallen und Spaßbäder. Mehr Angebote in thematischen Kontexten sowie Freiräume und Trefforte zum „Chillen“ sollten geschaffen werden.

Eine nachhaltige Veränderung zum Jahr 2008 ist natürlich die deutlich breitere Nutzung von sozialen Netzwerken und Smartphones. Fernsehen hingegen ist inzwischen weniger attraktiv für junge Menschen. Die Altstadt (26er Ring, Friedrichstadt) ist bei Weitem der attraktivste Stadtraum für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. Die Neustadt folgt mit gehörigem Abstand. Die Ergebnisse der Befragung fließen in städtische Planungskonferenzen ein.

Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit

Zusätzlich zu den in Deutschland offiziell registrierten Arbeitslosen veröffentlicht die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch Daten zur sogenannten Unterbeschäftigung. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden insbesondere auch die Personen berücksichtigt, welche in der amtlichen Statistik nicht als arbeitslos zählen, denen jedoch ebenso ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Dies wird umgangssprachlich auch als „versteckte Arbeitslosigkeit“ bezeichnet. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erreichte 2017 den niedrigsten Wert seit 1991. Im Dezember 2017 fiel die Arbeitslosenzahl in Dresden erstmals mit 17 720 Personen unter 18 000. Innerhalb von zehn Jahren entsprach dies einem Rückgang um etwa 40 Prozent oder 11 780 Personen.

2017 als Rekordjahr im Tourismus

Noch nie seit der „Wende" übernachteten so viele Gäste in den Dresdner Beherbergungsbetrieben. 2,17 Millionen Ankünfte mit 4,43 Millionen Übernachtungen zählte die Hotelerie.

Dresden in Zahlen IV. Quartal 2017

Zum Download: Dresden in Zahlen IV. Quartal 2017

Die gedruckte Broschüre kann über die Kommunale Statistikstelle bestellt werden:

Kontakt: 0351-4881100, statistik@dresden.de

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