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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/05/pm_027.php 07.05.2018 15:11:31 Uhr 19.12.2018 11:52:14 Uhr
07.05.2018

Stadt verbessert Wohnraumzuweisung für Geflüchtete

Das Übergangswohnheim an der Heidenauer Straße 49 wird ab sofort als Clearing-Einrichtung für Asylsuchende genutzt. Alleinstehende Männer, die die Landesdirektion Sachsen zur Unterbringung an die Landeshauptstadt Dresden zuweist, werden nun nicht mehr in einem Wohnheim oder einer Wohnung untergebracht, wo gerade Plätze frei sind, sondern grundsätzlich zuerst in diesem Wohnheim. Paare, Familien, Frauen und besonders schutzbedürftige Geflüchtete werden nach der Zuweisung weiterhin direkt in Gewährleistungswohnungen bzw. individuell passenden Übergangswohnheimen wohnen.

„Neben dem Deutschlernen stellt das Clearing für Asylsuchende einen ersten wichtigen Schritt ihrer Integration in Dresden dar“, sagt Sozialamtsleiterin Dr. Susanne Cordts. In dem Clearing-Wohnheim werden innerhalb einer individuellen Aufenthaltszeit von bis zu acht Wochen die Alltagskompetenz sowie die Kompetenz zur selbstständigen Lebensführung eingeschätzt. Anhand der Ergebnisse wird eine angemessene Unterkunft zur Verfügung gestellt. Nicht jeder Flüchtling kann selbstständig in Gewährleistungswohnungen leben. Das zeigen Erfahrungen von Flüchtlingssozialarbeitern. Im Rahmen des Clearing-Aufenthalts wird das Zusammenleben in Wohngemeinschaften erprobt. Das Clearing-Verfahren wird auch bei schon länger in Dresden lebenden Geflüchteten, etwa in sozial schwierigen Trennungssituationen, durchgeführt.

Das Wohnheim Heidenauer Straße bietet maximal 114 Plätze sowie zehn Notschlafplätze. Die Bewohner können sich selbst versorgen und kochen. Das ist für die eigenständige Lebensgestaltung sowie zur Vorbereitung auf die angestrebte eigenverantwortliche Lebensführung wichtig. Das Clearing und die soziale Betreuung in dieser Einrichtung, mit Gruppen- und Informationsangeboten, werden von der AWO Sachsen soziale Dienste gGmbH übernommen.

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