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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/05/pm_026.php 07.05.2018 15:09:04 Uhr 16.07.2018 22:00:51 Uhr
07.05.2018

Rekordwärme lässt es wachsen und sprießen

Sommerlicher, regenschwerer und wärmster April seit 1961

rot blühende Bäume am Elberadweg
© Umweltamt
Blütenanschwemmung am Straßenrand
© Umweltamt

Nachdem der März 2018 den Frühling und vor allem Wärme und Regen vermissen ließ, schöpfte der April aus den Vollen: Regen, Sonnenschein und warme Temperaturen. Zum ersten Mal in diesem Jahr überstieg die monatliche Niederschlagssumme den Klimareferenzwert 1961 bis 1990 um 18 Prozent. In der für die Vegetation so wichtigen Zeit saugte der Boden 62 Millimeter gefallenen Regen auf. Der Hauptniederschlag ereignete sich am 13. und 23. April durch die ersten Wärmegewitter. Dazwischen blieb es nahezu niederschlagsfrei. Die Sonne konnte ihre volle Intensität entfalten.

In der zweiten Monatshälfte heizte in Mitteleuropa das Hochdruckgebiet „Norbert“ ein. „In dieser Periode war der 20. April der bisher wärmste Tag des Jahres. In Klotzsche kletterte die Temperatur auf 27,4 Grad Celsius, in der Neustadt sogar auf 28,9 Grad Celsius“, so die Meteorologin des Umweltamtes Franziska Reinfried. Erstmals seit 2013 wurde damit wieder in einem April ein Sommertag mit einer Maximaltemperatur über 25 Grad Celsius gezählt. Die Monatsmitteltemperatur überstieg den Klimareferenzwert um unglaubliche 5,8 Grad. Damit geht der April 2018 als der mit Abstand wärmste Aprilmonat seit 1961 in die Bücher ein. Für seine insgesamt 259 Stunden Sonnenschein erhält er die Bronzemedaille.

Der viele Regen und die dann folgenden warmen Temperaturen ließen die Vegetation regelrecht explodieren. Während die Vegetation laut Deutschem Wetterdienst Ende März noch etwa zwei Wochen im Rückstand war, ist sie nun etwa zwei Wochen voraus. Das Besondere dabei ist, dass nun viele Pflanzen, wie Obstbäume, Flieder, Kastanie und auch Raps, gleichzeitig blühen – besonders intensiv auch die Fichten. Mit der Blütenpracht wurde Dresden allerdings auch unter einer Pollendecke vergraben und belastet Allergiker sehr. Für Betroffene stellt der Deutsche Wetterdienst einen aktuellen Pollen-Gefahrenindex unter www.dwd.de/pollenflug bereit.

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