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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/04/pm_099.php 27.04.2018 14:08:23 Uhr 19.08.2018 02:46:30 Uhr
27.04.2018

Pieschen: 31 Wohnhäuser gehen bis 2021 ans Fernwärmenetz

Für Mieter entstehen keine Mehrkosten

Bis 2021 werden 31 Wohnhäuser im Treuhandvermögen der PSG Planungs- und Sanierungsträgergesellschaft mbH Dresden-Pieschen an das Fernwärmenetz angeschlossen. Das sind etwa zehn Prozent aller Wohngebäude in Pieschen. Der Anschluss des Stadtteils an das zentrale Fernwärmenetz ist ein Baustein der städtischen Klimaschutzstrategie. Der Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes sind maßgeblich, um die städtischen Klimaschutzziele zu erreichen. Auf Grund der baulichen Typologie, des Sanierungsstandes der Gebäude und des hohen Anteils an denkmalschutzrechtlich geschützten Objekten ist das Beheizen mittels Fernwärme eine sinnvolle Klimaschutzmaßnahme. Für die Mieter bleibt die Umstellung auf Fernwärme kostenneutral.

„Die Ablösung der alten Heizsysteme und der Anschluss an das Fernwärmenetz, insbesondere nördlich der Elbe, ist ein erfolgreiches Beispiel der CO2-Reduzierung. Als Stadtverwaltung wollen wir Vorbild sein und sehen im Projekt Fernwärmeerschließung in Pieschen einen Meilenstein bei der Umsetzung der Dresdner Klimaschutzstrategie. Der Erhalt und Ausbau des Fernwärmesystems ist wichtig für eine effiziente Energieversorgung der Stadt. Zudem besteht die Möglichkeit der Energiespeicherung und Einspeisung erneuerbarer Energien“, erklärt Stadtentwicklungsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Die Dresdner Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung ist klima- und umweltfreundlich. Da gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt wird, werden die Brennstoffe besonders effizient genutzt. So können in Dresden große Mengen an CO2, Feinstaub und Luftschadstoffen vermieden werden. Mehr als 120 000 Wohnungen und über 5 700 Geschäftsgebäude sind durch das rund 578 Kilometer lange Fernwärmenetz versorgt. Der Bau der Fernwärmetrasse für Pieschen hat im Sommer 2017 begonnen. Die Gebäude in Pieschen und die Neubauten entlang der Leipziger Vorstadt werden schrittweise an die neue Fernwärmeleitung angeschlossen. Ist das realisiert, sind etwa 3 300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Mit Beschluss des Stadtrates vom 26. Januar 2017 werden insgesamt 8,87 Millionen Euro Fördergelder in den Fernwärmeausbau investiert. Dieser Betrag soll bei einer Gesamtinvestition von etwa 28 Millionen Euro der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH die unrentierlichen Ausgaben des Projektes abdecken. 80 Prozent der Fördergelder stammen von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die Landeshauptstadt Dresden steuert den Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent bei. Das Projekt leistet einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und ressourcenschonenden Wärmeversorgung im Gebiet „Dresden Nordwest“.

Das Fördergebiet umfasst große Teile der Leipziger Vorstadt und von Pieschen. Zur Sicherung der Fernwärmeversorgung nördlich der Elbe ist eine zweite Elbquerung stromabwärts der Marienbrücke und der Anschluss an das Hauptnetz an der Semperoper erforderlich. Parallel zum Fernwärmeausbau wird in Pieschen das Trinkwassernetz modernisiert und das Datennetz ausgebaut. Damit können Synergieeffekte genutzt werden. Bis zum Jahr 2021 soll der Ausbau des Fernwärmeverteilungsnetzes im Wesentlichen abgeschlossen sein, wobei auch in den Folgejahren zusätzliche Gebäude angeschlossen werden.

Weitere Vorteile von Fernwärme: Es entfallen der Schornstein und die Schornsteinfegergebühr, die Fernwärme ist geruchlos, leise und platzsparend sowie umweltschonend dank der Kraft-Wärme-Kopplung.

Hintergrund-Informationen

Die Dresdner Klimaschutzstrategie „Energie fürs Klima – Dresden schaltet.“ nennt über 50 verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Wärme, Strom und Verkehr, die sich an die Unternehmen der Stadt, Gebäudeeigentümer, die Wirtschaft, die Einwohnerinnen und Einwohner und die Stadtverwaltung selbst richten. Nur durch aktives und koordiniertes Handeln aller Dresdnerinnen und Dresdner kann diese Strategie umgesetzt werden. Neben dem Fernwärmeausbau werden klima- und umweltfreundliche Verkehrsarten gestärkt, die treibhausgasreduzierende Entwicklung zur Stadt der kurzen Wege, die Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen und vor allem Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt.

Weitere Informationen unter: www.dresden.de/klimaschutz

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