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15.03.2018

Wohn- und Geschäftshäuser bestimmen den Grundstücksmarkt 2017

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Landeshauptstadt Dresden legt wesentliche Eckdaten zur Preis- und Umsatzentwicklungen des Immobilienmarktes 2017 vor.

Umsätze: Im Geschäftsjahr 2017 erreichten den Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Dresden 6368 Erwerbsvorgänge zur Aufnahme in die Kaufpreissammlung. Das entspricht einer Steigerung um 297 Stück bzw. rund fünf Prozent im Vergleich zu 2016.

Der Geldumsatz erhöhte sich von 2,1 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2016 auf 2,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017. Das ist eine Steigerung von rund 20 Prozent. Der größte Anteil entfiel mit rund 1,7 Milliarden Euro auf den Teilmarkt der bebauten Grundstücke, dessen Geldumsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 um rund 28 Prozent stieg.

Der Markt für Sondereigentum wie Eigentumswohnungen und Teileigentum stellt traditionell mit rund 73 Prozent aller Erwerbsvorgänge nach Anzahl den größten Anteil am Gesamtmarkt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz in diesem Segment um 6,5 Prozent.

Die Menge der erfassten Baugrundstücke blieb mit 459 Erwerbsvorgängen weitestgehend konstant, während die Anzahl bebauter Grundstücke um 4,2 Prozent auf 1012 Erwerbsvorgänge stieg.

Der Flächenumsatz ist mit rund 386 Hektar vergleichbar mit dem Geschäftsjahr 2016 (384,5 Hektar).

Preise: Die Grundstückspreise für freistehende Einfamilienhäusern blieben mit 210 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche nahezu konstant. Für Baugrundstücke mit Doppelhaushälften in mittlerer Lage stiegen die Preise – allerdings bei geringer Kauffallzahl - von durchschnittlich 250 Euro pro Quadratmeter im Geschäftsjahr 2016 auf nunmehr rund 345 Euro pro Quadratmeter (plus 38 Prozent).

Grundstücke für den Bau von Eigentumswohnungen in mittlerer Lage verteuerten sich von durchschnittlich 350 Euro pro Quadratmeter auf 415 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche (plus 18 Prozent).

Ein gegenteiliges Bild zeigt sich beim Durchschnittspreis für Baugrundstücke für den Mietwohnungsbau. Dieser lag im Geschäftsjahr 2017 mit 420 Euro pro Quadratmeter etwa zehn Prozent unterhalb des Wertes für 2016. Allerdings muss hier erwähnt werden, dass die Fallzahlen sehr gering sind und 2016 durch Extremwerte beeinflusst waren.

Einfamilienhäuser: Freistehende Einfamilienhäuser mit einem Baujahr ab 1992 wurden im Geschäftsjahr 2017 für durchschnittlich 3350 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 bedeutet dies einen Preisanstieg von über 13 Prozent bei einem Preis von 2 950 Euro pro Quadratmeter.

Der Preis für Doppelhaushälften mit Baujahr ab 1992 betrug im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 3 000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Preisanstieg von rund 15 Prozent liegt damit in einer ähnlichen Größenordnung wie bei freistehenden Einfamilienhäusern.  

Geschossbauten: Für sanierte Mehrfamilienhäuser (Gründerzeitbauten) setzte sich der Preisanstieg der letzten Jahre fort. Der Preis stieg von durchschnittlich 1480 Euro pro Quadratmeter auf aktuell 1620 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, was einem Anstieg von rund neun Prozent entspricht.

Mehrfamilienhäuser ab Baujahr 1992 wurden im Geschäftsjahr 2017 zu durchschnittlich 2 090 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt. Dieser Wert entspricht exakt dem Vorjahresniveau.

Im Teilmarkt der Wohn- und Geschäftshäuser in gutem baulichem Zustand wurden durchschnittlich 1770 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche gezahlt. Im Vergleich zum Vorjahrwert von 1535 Euro pro Quadratmeter betrug der Preisanstieg in diesem Teilmarkt rund 15 Prozent.

Wohnungseigentum: Der Teilmarkt des Wohnungseigentums wird durch den Weiterverkauf bestehender Eigentumswohnungen dominiert. Der durchschnittliche Kaufpreis stieg in diesem Segment von 1620 Euro pro Quadratmeter auf 1750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit um rund acht Prozent.

Bei erstverkauften Neubaueigentumswohnungen stiegen die Preise von 3090 Euro pro Quadratmeter auf 3290 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das entspricht einer Steigerung um rund sieben Prozent.

Der ausführliche Grundstücksmarktbericht wird im Mai 2018 veröffentlicht.

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