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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/01/pm_038.php 25.01.2018 15:12:02 Uhr 17.10.2018 17:15:29 Uhr
19.01.2018

Maltengraben bis Herbst 2018 hochwassersicher

Maroder Hochdamm weicht naturnahem Flussbett

m Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung ist der zweite von drei Bauabschnitten am Maltengraben fertig. Entlang von 450 Flussmetern zwischen der Kleinlugaer und der Lugaer Straße haben Fachleute seit dem Frühjahr 2017 ein naturnahes Gewässerbett mit reicher Bepflanzung und verbessertem Hochwasserschutz geschaffen. Der Hochdamm, auf dem der Maltengraben bisher künstlich verlief, wurde weiter zurückgebaut und der ufernahe Weg fortgeführt.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen: „Damit sind zwei Drittel des Projektes geschafft. Der Maltengraben verläuft bisher auf einem über 100 Jahre alten Damm, der marode und deshalb bei Hochwasser sehr anfällig ist. Überflutungen breiten sich weit aus. Deshalb ist es wichtig, dass dieses Gewässer hochwassersicher gemacht wird. Das ist nun mit Abschluss des zweiten Bauabschnitts für die 90. Grundschule, den Kleingartenverein Großluga und die Anwohner gewährleistet. Der Maltengraben soll aber auch natürlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten und als Kaltluftschneise die Innenstadt mit Frischluft versorgen. Das haben wir bei den Maßnahmen ebenfalls berücksichtigt.“

Harald Kroll, im Umweltamt zuständig für die Gewässerpflege, ergänzt: „Das Hochwasser 2013 hatte den ohnehin sanierungsbedürftigen Damm ausgeschlämmt und somit vollends zerstört. Schon zu DDR-Zeiten sollte dieser instand gesetzt werden, aber die finanziellen Mittel fehlten. Heute ist die komplexe Hochwasserschadensbeseitigung als größte Wasserbaumaßnahme an den kommunalen Gewässern fester Bestandteil des Wiederaufbauplans.“

Die Gesamtkosten im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung für die ersten beiden Abschnitte von der Bahnstrecke bis zur Lugaer Straße belaufen sich auf knapp drei Millionen Euro. Sie wurden zu 100 Prozent von der Sächsischen Aufbaubank gefördert.

Der dritte und letzte Bauabschnitt wird voraussichtlich im Mai 2018 begonnen. Er verläuft auf einer Länge von 440 Flussmetern von der Lugaer bis zur Dohnaer Straße. Diese Baumaßnahme konzentriert sich vornehmlich auf den naturnahen Ausbau des Gewässers und soll bereits im Herbst 2018 fertiggestellt sein. Bei der Umsetzung des zweiten Bauabschnitts wurde das Umweltamt von den Büros ikd GmbH, MoCon GmbH, Die Grundbau GmbH sowie Grünwerk GmbH unterstützt, außerdem von Ortsamtsleiter Leuben Jörg Lämmerhirt und dem Schulleiter der 90. Grundschule Jörg Zanger.

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