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07.08.2017

Erfolgreicher Start im Kulturpalast Dresden

100 Tage nach der Eröffnung: Musikhören, Bücherlesen, Kaffeetrinken, Lernen, Schwatzen, Planen, Lachen …

Seit der Eröffnung des Kulturpalastes am 28. April 2017 lebt das Haus. Es wuselt auf allen Etagen. Vor den Türen stehen so viele Fahrräder wie noch nie. Fast rund um die Uhr ist geöffnet. Mit der Zentralbibliothek der Städtischen Bibliotheken ist Bildung in den Mittelpunkt der Stadt gerückt. Der neue Konzertsaal gibt der Dresdner Philharmonie eine würdige Heimat und hat bereits jetzt zahlreiche begeisterte Gäste empfangen. Der neue Spielort des Kabaretts „Die Herkuleskeule“ ist der kritische Geist des Hauses und aktuell gar nicht in der Sommerpause. Eingezogen ist am 8. Juni das Zentrum für Baukultur, eine Einrichtung der Stiftung Sächsischer Architekten. Auf 155 Quadratmetern an der Galeriestraße soll es Forum für Diskussion sein und ein Dach für Akteure u. a. der Architektenkammer Sachsen, des Deutschen Werkbunds, des Bundes deutscher Architekten.  

„Der Kulturpalast ist nach einer langen Schließzeit wieder im Zentrum der Stadt angekommen und ist voller Leben“, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Das Konzept, drei Kulturinstitutionen in einem Haus zu vereinen geht voll auf und beweist, dass Stadtrat und Verwaltung diese Entscheidung mit großer Weitsicht getroffen haben. Besonders freue ich mich, dass auch die überregionale Wahrnehmung in den ersten Monaten deutlich zu spüren ist und wir mit dem Saal auf international höchstem Niveau mithalten können.“ Für die Dresdnerinnen und Dresdner ist der Kulturpalast längst ein Magnet. Hilbert: „Wir haben deshalb den Kulturpalast ganz bewusst als Ort für unsere Bürgerkonferenz am 26. August und für das neue Kulturhauptstadtbüro gewählt.“  

Dresden möchte sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 bewerben. Sichtbar, offen und mitten in der Stadt wird die Bewerbung im neuen Kulturhauptstadtbüro im Dresdner Kulturpalast vorbereitet. Am Sonnabend, 26. August 2017, lädt der Oberbürgermeister zum Dresdner Bürgerforum „Zeit für unsere Stadt“. Zum feierlichen Abschluss eröffnet er, gemeinsam mit der Kulturbürgermeisterin auch das neue Kulturhauptstadtbüro im Haus. Mit Einblicken und Ausblicken – als Schaufenster lädt es Bürgerinnen und Bürger ein, mitzumachen, Ideen zu entwickeln und zu begleiten oder einfach zu reden über die Kultur in unserer Stadt.  

Dresdner Philharmonie

In die 27 Veranstaltungen der Dresdner Philharmonie kamen bis zur Sommerpause insgesamt 37 081 Besucher. Das entspricht einer Auslastung von etwa 97 Prozent. Die Nachfrage nach Tickets ist enorm, das zeigte sich auch mit dem Verkaufsstart für die Abonnements und Wahl-Abonnements für die Saison 2017/2018: Mit den neu gebuchten Abos erreicht die Dresdner Philharmonie fast wieder den fünfstelligen Bereich und so in etwa die Abonnentenzahlen vor der Schließung des Kulturpalastes. Allein bei den Wahl-Abos gibt es einen Zuwachs von knapp 50 Prozent. Erfreulich ist auch der rege Publikumsverkehr im neuen Ticketservice im Foyer des Kulturpalastes - die ganztägige Öffnung des Hauses führt zu weit größerem Interesse als das jemals zuvor der Fall war. 

Mit dem Konzertsaal ist für die Musikerinnen und Musiker der Dresdner Philharmonie und ihren Chefdirigenten Michael Sanderling ein Traum wahr geworden. Er gibt sowohl den berühmten "Dresdner Klang" optimal wieder und ermöglicht gleichzeitig größte Transparenz und eine enorme dynamische Spannweite. Nicht nur Orchester, Dirigenten und Solisten, die bisher im Saal gespielt haben, sondern auch das Publikum ist begeistert von den klanglichen und ästhetischen Eigenschaften des Saales. Nun steigt die Spannung auf die Eule-Konzertorgel, deren 4109 Pfeifen noch bis zu Spielzeitbeginn im Saal intoniert werden. 

Vor den Sommerferien sind die Philharmonischen Chöre endgültig in ihr neues Domizil, den Chorprobensaal mit der legendären Hellerauer Wand und der markanten Akustikdecke eingezogen. Und seit Ende Juni sitzt auch die Verwaltung der Dresdner Philharmonie in ihren neuen Büros im Kulturpalast. Außerdem wurden die Stimmzimmer und Garderoben im Backstage fertig gestellt. 

Am Montag, 14. August 2017, 10 Uhr beginnt die Dresdner Philharmonie mit dem freien Kartenverkauf für ihre Eröffnungssaison im Kulturpalast. Bereits einige Tage darauf, am 19. August, lädt die Dresdner Philharmonie gemeinsam mit den Städtischen Bibliotheken Dresden zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 14 bis 18 Uhr sind alle willkommen, das Haus zu erkunden, Instrumente kennen zu lernen, mitzusingen oder zuzuhören, mit Malte Arkona im Konzertsaal "phil zu entdecken" und sich über alle Angebote im Haus zu informieren. Als besonderer Gast ist der Beijing Philharmonic Children's Choir, ein exzellenter chinesischer Kinderchor zu erleben, den Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch vor seinem Auftritt willkommen heißen wird. Mit Gustav Mahlers "Sinfonie der Tausend" feiert die Dresdner Philharmonie am 25. August unter Leitung ihres Chefdirigenten Michael Sanderling einen fulminanten Saisonauftakt. Weit über 100 Musiker, der MDR Rundfunkchor, der Sächsische Staatsopernchor Dresden, die Philharmonischen Chöre Dresden und ein renommiertes Solistenensemble werden die klanglichen Möglichkeiten des neuen Saales maximal ausreizen, an diesem Tag wird auch die Konzertorgel das erste Mal zu hören sein.  

Auch danach lädt die Dresdner Philharmonie zu zahlreichen weiteren Höhepunkten ein: zu Konzerten mit der neuen Konzertorgel am 9./10. September, unmittelbar nach ihrer Einweihung am 8. September einer Begegnung mit dem Stardirigenten Charles Dutoit (23./24. September) oder auch zu einem Konzert mit Mariza, der Königin des Fado, mit der Weltmusik in das Programm der Dresdner Philharmonie Einzug hält. Ab September wird es zudem im Haus auch ein breites Führungsangebot geben, danach gibt es von Beginn an eine große Nachfrage. 

Dresdner Musikfestspiele  

Die Dresdner Musikfestspiele konnten in ihrer 40. Festspielsaison mit 14 Konzerten im Kulturpalast an eine traditionelle Spielstätte zurückkehren – und sind im neuen Saal schnell heimisch geworden. Bei Gastspielen des Orchesters des Mariinsky-Theaters oder der Tschechischen Philharmonie sowie bei Abenden mit Bryn Terfel, Martin Grubinger, Max Raabe oder der Matinee mit Bill Murray zeigten sich in den vier Wochen die Vielseitigkeit des Saals und seine exzellente Akustik. Die Reaktionen von Publikum und Künstlern nach diesem ersten Festspieljahrgang im umgebauten Kulturpalast sind positiv. Es wird international geradezu euphorisch über Saal und Akustik berichtet. Das Spektrum der 22 Spielstätten der Dresdner Musikfestspiele wurde durch den Umbau um eine wichtige Facette erweitert, denn ein international konkurrenzfähiger Konzertsaal dieser Größe fehlte Dresden bislang. Die positive Bilanz der ersten 14 Konzerte im Kulturpalast lässt sich auch an den Zahlen ablesen: Aufgrund der erhöhten Platzkapazität im Vergleich zu anderen Spielstätten hatten die Dresdner Musikfestspiele 2017 rund 11 000 Tickets mehr im Verkauf. Die Einnahmen stiegen bei nahezu gleichbleibender Auslastung in diesem Jahr auf 1,4 Millionen Euro an. Mit der neuen Reihe „Palastkonzerte“ sind die Dresdner Musikfestspiele ab sofort auch außerhalb der regulären Festspielzeit im Kulturpalast präsent. Den Auftakt bildet am 3. September 2017 das Gastspiel des Leipziger Gewandhausorchesters unter der Leitung von Herbert Blomstedt, anlässlich seines 90. Geburtstages. Bis zum Frühjahr 2018 sind acht »Palastkonzerte« geplant: Das zweite folgt bereits am 4. September mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim. Zudem werden im Rahmen der Reihe Simone Kermes (19.10.), Anne-Sophie Mutter (12.11.), die Wiener Sängerknaben (01.12.), das Jazz at Lincoln Center Orchestra mit Wynton Marsalis (08.02.), Martha Argerich und Lilya Zilberstein (01.03.) sowie David Garrett (11.03.) die Wartezeit auf die 41. Dresdner Musikfestspiele vom 10. Mai bis 10. Juni 2018 verkürzen. – Für alle Konzerte bis auf Anne-Sophie Mutter und David Garrett sind noch Restkarten erhältlich. 

Städtische Bibliotheken

Nach einem fulminanten Eröffnungswochenende mit rund 17 500 Besuchern ist in den drei Folgemonaten der normale Bibliotheksalltag eingezogen. Die Neugierde auf die neue Zentralbibliothek im Kulturpalast hält an. Die meisten Besucher schätzen die vielen Nutzerplätze sowie die Möglichkeit, einfach zu verweilen und einen einmaligen Ausblick auf Altmarkt, Neumarkt und Frauenkirche zu genießen, aber auch die unzähligen Regalreihen voller Medien sowie die besonderen Serviceangebote. Insbesondere die Hörsessel und Sofas entlang der Fensterfronten sind begehrte Plätze. Die Größe und das Einrichtungskonzept wurden vielfach gelobt.  

Auch wenn die Orientierung manchmal undurchsichtig scheint und das Leitsystem noch optimiert werden kann, viele Besucher sind zu regelmäßigen Nutzern der Zentralbibliothek geworden. Von Mai bis Juli besuchten 116 925 Dresdnerinnen und Dresdner die Einrichtung und liehen 601 311 Medien aus. Es gab 1 785 Neuanmeldungen. Im gesamten vergangenen Jahr waren es im Vergleich dazu 2 905. Die 150 Veranstaltungen besuchten 7 015 Menschen.  

Mit der Dresdner Philharmonie startet am Sonnabend, 19. August eine neue Reihe „Wortbilder und Klangfarben - Musiker der Philharmonie geben den Ton an und Bibliothekare der Zentralbibliothek haben das Wort“. Der Auftakt der Reihe findet im Rahmen des Tages der Offenen Tür der Dresdner Philharmonie statt, an dem sich die Zentralbibliothek beteiligt. Zur Saisoneröffnung der Dresdner Philharmonie am 25. August beginnen wieder die Konzerteinführungen in den Räumen der Bibliothek. Auch die Anfragen externer Veranstalter auf Nutzung unserer Veranstaltungs- und Schulungsräume nehmen fast täglich zu, so dass inzwischen ein Vermietungskonzept erarbeitet wurde.  

Zahlreiche weitere Veranstaltungshöhepunkte erwarten die Besucher ab September: 14.09.: KUNO; 2.09.: Rafik Schami, 25.09.: Marc-Uwe Kling, 27.09.: Ingo Schulze, 24.10.: Matthias Brand & JensThomas, 25.10.: Feridun Zaimoglu, 18.01.:Gunther Emmerlich. 

Förderverein der Dresdner Philharmonie 

Die Intonation der Orgel verläuft planmäßig. Sie wird am 25. und 27. August 2017 im Rahmen der Saisoneröffnung der Dresdner Philharmonie erstmalig zu hören sein. Danach sind noch weitere Feinarbeiten in der Intonation nötig. Anfang September ist die Abnahme der Orgel durch den Förderverein der Dresdner Philharmonie geplant. Zur Einweihung der Orgel am Freitag, 8. September, 18 Uhr, sind alle Spender und Paten weltweit eingeladen. Dazu kommen Gäste der Landeshauptstadt Dresden, die Firma Eule mit der gesamten Belegschaft und das Architekturbüro gmp. 

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