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31.07.2017

Entscheidende Etappe beim Ausbau der Weißeritz beginnt

Gemeinsame Medieninformation der Landestalsperrenverwaltung und der Landeshauptstadt Dresden

Am 3. August 2017 beginnen die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz am sogenannten Weißeritzknick an der Löbtauer Straße. Dies ist einer der kritischsten Punkte der Weißeritz in Dresden. Beim Hochwasser im August 2002 flossen die Wassermassen hier geradeaus in Richtung ihres ehemaligen Flusslaufes. Die Friedrichstadt und die Wilsdruffer Vorstadt wurden überflutet. Deshalb soll der Weißeritzknick nun gestreckt und aufgeweitet werden. Auf der Seite des Gründerzentrums entsteht eine neue Hochwasserschutzmauer. Die Gewässerbaumaßnahmen an der Weißeritz im Stadtgebiet können voraussichtlich schon 2020/2021 abgeschlossen werden, zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.

Für einen besseren Hochwasserschutz an der Weißeritz hat die Stadt Dresden eine Kooperation mit der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) vereinbart. Die LTV fungiert als Bauherrin und Maßnahmeträgerin. „Der Ausbau der Weißeritz in Dresden ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden bei der Verbesserung des Hochwasserschutzes“, sagt Heinz Gräfe, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung. Die Gesamtbaukosten betragen etwa 40 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt Dresden 14 Millionen Euro. Die Maßnahme wird aus Mitteln des Aufbauhilfefonds 2002 und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung mitfinanziert.

„Die Weißeritz ist der gefährlichste Fluss der Stadt Dresden“, so Dr. Christian Korndörfer, Leiter des Umweltamtes der Stadt Dresden. „Ursache dafür sind die kurzen Vorwarnzeiten in Verbindung mit hohen Fließgeschwindigkeiten und dem Transport von Treibgut und Geröll. Im Hochwasserfall besteht Gefahr für Leib und Leben.“ Deshalb hat der Dresdner Stadtrat im Jahr 2005 beschlossen, die Weißeritz so auszubauen, dass künftig ein Extremhochwasser in der Größenordnung des Ereignisses vom August 2002 ohne großflächige Ausuferungen im Flussbett abfließen kann. Damals verursachte das Extremhochwasser der Weißeritz in Dresden Schäden von mehr als 250 Millionen Euro.

Im Jahre 2009 begannen die ersten Hochwasserschutzmaßnahmen an der Weißeritz in Dresden. Mittlerweile ist das Projekt sehr gut fortgeschritten. Fertiggestellt sind zum Beispiel der Gewässerausbau in Dresden-Plauen und die Tieferlegung des Flussbetts im Bereich Emerich-Ambros-Ufer. Die Maßnahmen haben beim Hochwasser 2013 ihre erste Bewährungsprobe bestanden.

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