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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/07/pm_051.php 31.07.2017 15:46:34 Uhr 19.08.2017 05:29:09 Uhr
27.07.2017

Probeaufbau der Flutschutztore erfordert Straßensperrung im Bereich Ostra-Ufer

Stadtrat entscheidet über Vertrag zu mobilen Hochwasserschutzelementen

Am Sonntag, 30. Juli, bauen Mitarbeiter des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienste von 6.30 Uhr bis 16 Uhr die innerstädtischen Flutschutztore an der Elbe zur Probe auf und ab. Währenddessen kontrollieren Wartungsfirmen die Anlagen, führen kleinere Reparaturen aus und präzisieren Einstellungen. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen wird den Probeaufbau begleiten: „15 Jahre nach dem ersten Extremhochwasser von Weißeritz und Elbe in der jüngeren Geschichte sind wir mit dem Hochwasserschutz der Altstadt in vergleichbaren Situationen gerüstet. In anderen Stadtteilen sollen noch Hochwasserschutzanlagen entstehen, etwa im Dresdner Osten und in der Leipziger Vorstadt.“

Der Probeaufbau dient den Mitarbeitern des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienste auch als Schulung im Umgang mit den einzelnen Elementen, um im Ernstfall alle Handgriffe fachgerecht, schnell und besonnen ausführen zu können. Die etwa 20 Meter langen, zwei bis drei Meter hohen und rund 20 Tonnen schweren Flutschutztore aus Stahl sind technisch anspruchsvolle Hochwasserschutzanlagen in der Hochwasserschutzlinie der Dresdner Altstadt. Die Tore sind im Ruhezustand in geschlossenen Torkammern aus Stahlbeton untergebracht. Bei Hochwassergefahr werden sie auf Laufschienen von Mitarbeitern des Regiebetriebes aus- und in ein gegenüberliegendes Gegenlager eingefahren. Die Laufschienen befinden sich in einem Kanal unter der Straße und sind mit Abdeckplatten geschützt, welche in der Vorbereitung mit einem LKW-Kran herausgenommen werden. Die Flutschutztore sind in der Regel elektrisch angetrieben, können aber auch im Notbetrieb durch eine elektrische Noteinspeisung oder manuell mechanisch geschlossen werden. Im Ernstfall werden das Flutschutztor Weißeritzstraße bei ca. 6,10 Meter Pegel und das Flutschutztor Ostraufer bei ca. 7,00 Meter Pegel geschlossen. Hierbei kommt es zu kurzfristigen Straßensperrungen.

Für den Probeaufbau muss die Straßenkreuzung Ostra-Ufer, Weißeritzstraße und Pieschener Allee voll gesperrt werden. Die Umleitungsstrecken führen über die Magdeburger Straße, Kleine Packhofstraße, Ostra-Allee und Maxstraße. Das Ostragehege ist nur über die Schlachthofstraße erreichbar. Eine Zufahrt in das Stadtzentrum über die Pieschener Allee ist hier nicht möglich. Die Umleitungsstrecken sind ausgewiesen.

Die Landeshauptstadt Dresden hat sich mit dem Freistaat Sachsen auf einen Vertrag verständigt, wonach sie die mobilen Anlagenteile für den Hochwasserschutz der Dresdner Altstadt vom Land übernimmt. Über den Vertrag stimmt der Stadtrat nach der Sommerpause ab. „Ich hoffe, dass wir nach Abschluss dieses Vertrages in Partnerschaft mit dem Freistaat Sachsen mit weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen an der Elbe sichtbar vorankommen“, so die für den Hochwasserschutz zuständige Bürgermeisterin.

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