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15.06.2017

Dresden spielt draußen

Eröffnung Spielplatz Aachener Straße und Spielplatzentwicklung 2017

Spielplatz Aachener Straße

Im Stadtteil Dresden-Trachau, auf der Freifläche zwischen Aachener Straße, Lichtenbergweg und Kopernikusstraße ist der Spielplatz saniert und umgestaltet worden. Zu Ferienbeginn soll er wieder öffnen. Auf 2300 Quadratmetern bietet er u. a. Sandspiel für Kleinkinder, Doppelschaukel und Trampolin. Auf der Rasenfläche stehen die aufgearbeiteten Stahlrohrgeräte aus DDR-Produktion. Weiter entfernt von den Wohnungen ist der Jugendbereich eingerichtet mit Tischtennisplatte, Kletter- und Graffitiwand sowie Parkour-Anlage. Der neue Asphaltweg ist gut für Roller, Skater oder Rollstühle geeignet. Es gibt Sitzplätze mit Abfallbehältern, Fahrradbügel und neue Bepflanzung. Der Zugang am Lichtenbergweg ist barrierefrei.

Mit der Planung ist seit März 2015 das Planungsbüro freiraumentwicklung ehrler beauftragt. In einem Workshop entwickelte die Projektschmiede gGmbH mit 60 Kindern und Anwohnern vor Ort Ideen für den Spielplatz. Der große Wunsch: die historischen Stahlrohrspielgeräte erhalten. Der Denkmalschutz genehmigte die Pläne im April 2016. Die Firma Natur & Stein Landschaftsbau GmbH baute von Oktober 2016 bis Mai 2017 für etwa 207 000 Euro. Zu Entwicklung und Areal siehe (1).

Spielplatzentwicklung 2017

Dresden ist eine kinderfreundliche Stadt mit vielen unterschiedlichen Spielmöglichkeiten. Jedes Kind sollte in seiner Nähe einen Spielplatz und Freiraum finden. Dabei ist der Erhalt des Bestands in guter Qualität ebenso bedeutsam wie der Neubau von Spielplätzen. In der Dresdner Spielplatzentwicklungskonzeption, die bundesweit Vorbild ist, werden Bestand, Bedarf und Defizit abgebildet und Pläne entwickelt. Aktuell hat Dresden über 850 Spielplätze. 208 davon werden kommunal verwaltet. Das Angebot ist Zielgruppenspezifisch für drei Altersgruppen: null bis fünf Jahre,  sechs bis elf Jahre und 12 bis 17 Jahre.

Einen neuen Spielplatz erhält Dresden Wilschdorf in diesem Jahr. Umfangreich saniert und neu ausgestattet werden die Spielplätze an der Großmannstraße in Plauen, der Förstereistraße in der Äußeren Neustadt, der Altonaer Straße in Dresden-Friedrichstadt und der Trachenberger Straße in Pieschen. Die Entwürfe liegen fast alle vor, jetzt folgen Ausführungsplanung und Ausschreibung. Gebaut werden soll voraussichtlich ab diesem Herbst. Im Frühjahr 2018 könnte es die nächsten Einweihungen geben. Für Neubau und Investitionen stehen 420 000 Euro zur Verfügung.

In Dresden-Prohlis wird mit 145 000 Euro Fördermitteln aus dem Fonds „Soziale Stadt“ eine Fläche neben dem Jugendhauses GAME auf der Gamigstraße umgestaltet. Weitere 10 000 Euro werden im Wohngebiet am Koitschgraben eingesetzt, um den  Bolzplatz Rudolf-Bergander-Ring instand zu setzen. Er muss später dem Vorhaben Wissenschaftsstandort Ost weichen. Ein Ersatzneubau wird geplant.

In der Ortschaft Schönborn wird der Spielplatz erweitert und es entsteht ein neues Streetball-Feld.
2017 werden und wurden einige Spielplätze fertiggestellt: Aachener Straße in Pieschen, Gostritzer/Wilhelm-Busch-Straße in Prohlis und Stresemannplatz in Striesen, ein Spielangebot neben dem Bolzplatz Cunnersdorf, ein mit dem Vorhaben „Pieschener Melodien“ errichtetes Spielangebot an der Rosa-Steinert-Straße sowie drei neue Plätze, die im Zusammenhang mit Bebauungsplänen in Schullwitz (Am Aspichring) und  in Klotzsche (Teichwiesenweg und Flößertgraben) entstehen.

Hier wird repariert: Wallstraße (Holzbau), Draesekestraße und Heiligenbornstraße (Spielgeräteersatz), Dorfplatz Brabschütz und Hartigstraße (Instandsetzung Spielgeräte und Fallschutz), Cämmerswalder Straße (Netzreparatur), Zum Nixenteich (Ersatz Spielgerät) und Besselplatz (Ersatz Wasserspiel). 2017 stehen für  Spielplatzwartung, Reparaturen, Sandwechsel und den Austausch einzelner Geräte oder Geräteteile 481 450 Euro bereit.

Kinder reden mit

Wichtig ist der Stadt, die Kinder und Jugendlichen bei der Planung neuer Spielplätze und bei großen Sanierungen zu beteiligen. So geschehen 2017 hier: Spielplatz Förstereistraße (Äußere Neustadt), Spielplatz Altonaer Straße (Friedrichstadt), Spielplatz Großmannstraße/Westendstraße, Fläche Am Seifzerbach (Weixdorf) und Spielplatz Gamigstraße (Prohlis).

Wartung und Sicherheit und Inspektion

Wenn der Spielplatz fetzt, sieht man das auch am Verschleiß der Geräte. Besonders bei Schaukelgelenken, Sitzflächen, Podesten sowie Tornetzen und Kletterseilen. Die normale Abschreibungszeit für Spielgeräte beträgt zehn Jahre. Unabdingbar: Spielgeräte müssen sicher sein. Deshalb wird regelmäßig inspiziert. Wer hier kontrolliert, hat einen besonderen Sachverständigennachweises. Alle Inspektionen werden dokumentiert. Kontrolliert wird  bei jedem neu errichteten Spielplatz grundsätzlich vor der öffentlichen Nutzung. Dann folgen visuelle Inspektionen offensichtlicher Gefahrenquellen durch Vandalismus, Witterung je nach Nutzung bis 14-tägig. Dann detaillierte Inspektionen zur Überprüfung des Betriebes und der Stabilität der Anlage auf Verschleiß und Festigkeit von Bolzen und Schrauben, festen Verbindungen und beweglichen Teilen mindestens aller drei Monate und die jährliche Hauptinspektion zur Feststellung des allgemeinen betriebssicheren Zustandes von Anlagen, Fundamenten und Oberflächen alle 12 Monate. Bei den Inspektionen wir alles geprüft: die Spielgeräte, die Sauberkeit, die Sitzbänke und Papierkörbe, die  Zugänge, die Beschilderung, die Pflanzungen und die Einzäunungen. Bürgerinnen und Bürger können mithelfen, indem sie der Stadt Dresden Mängel, Schäden oder Verunreinigungen mitteilen. Die Kontaktdaten befinden sich auf jeweils auf dem Spielplatzschild vor Ort.

Spielplätze müssen sichere Orte sein für kleine Räuber und Piraten. Die Grünanlagensatzung regelt das und legt fest, dass Alkohol und Drogen auf Spiel- und Bolzplätzen sowie Skater- und BMX-Anlagen verboten sind. Gleiches gilt für Glas und metallische Verpackungen. Es herrscht Rauchverbot und Zigarettenkippen haben hier nichts verloren. Sie sind hochgiftig und besonders für kleine Kinder lebensgefährlich. Seit 2011 sind Dresdner Spielplätze entsprechend beschildert.

Hintergrundinformation
(1) Das Areal entstand wie die angrenzende Großsiedlung Trachau in den 1930er und 1940er Jahren und gehört heute zur denkmalgeschützten Sachgesamtheit dieser Großsiedlung. Am Anfang war es eine einfache Sportfläche. Teilweise wurde sie auch als Schulgarten genutzt. Vermutlich in den 1950er/1960er Jahren entstanden Spielplatz, Sitzbereich, Wiesenfläche und ein einfaches Ballspielfeld. 1997 erneuerte die Stadt das Ballspielfeld und richtete einen Kleinkindbereich mit Holzpielgeräten ein. Die Stahlgeräte blieben erhalten. Damit ist der Spielplatz Aachener Straße einer der letzten öffentlichen Spielplätze in Dresden, auf dem sich noch DDR-Stahlrohrgeräte befinden. Ab 2014 mussten aus Sicherheitsgründen einzelne Geräte abgebaut werden.

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