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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/05/pm_054.php 12.05.2017 14:25:09 Uhr 20.10.2017 18:19:31 Uhr
12.05.2017

Mit 3-D-Druck in die Zukunft

Amtsleiter Dr. Robert Franke gratuliert Laser, Schneid und Gerätebau GmbH zum 25-jährigen Jubiläum

Seit 25 Jahren behauptet sich das Dresdner Unternehmen Laser, Schneid und Gerätebau GmbH (LSG) mit Technologievielfalt und Präzision bei der Metallverarbeitung im Wettbewerb. Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, würdigte heute, 12. Mai, bei der Jubiläumsveranstaltung das Engagement des Unternehmensgründers und Geschäftsführers Thorsten Schmidt.

„Herr Schmidt hat vor 25 Jahren unternehmerischen Mut bewiesen und im Laufe der Jahre immer wieder klug in neue Technologien investiert. Das ist exzellent. Es sind Unternehmen wie LSG, die dazu beigetragen haben, dass sich der Wirtschaftsstandort Dresden so erfolgreich entwickelt hat. Dieser starke Mittelstand ist das Rückgrat der Dresdner Wirtschaft und wichtig für unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Franke.

Aktuell sondiert das Unternehmen den Markt industrieller Anbieter von 3-D-Metalldruckern, erklärt Geschäftsführer Thorsten Schmidt. 3-D-Fertigungstechnologien ermöglichen Werkstücke mit komplizierter Geometrie oder lösen die Herausforderungen bei geringen Stückzahlen mit hoher Variantenvielfalt.
Dr. Robert Franke: „Das derzeit größte Konsortium zur additiven-generativen Fertigung in Europa, AGENT-3D, wird in Dresden koordiniert. Die hier entwickelten Technologien und Verfahren eröffnen in vielen Branchen neue Welten und Anwendungsszenarien. Im Flugzeugbau sind additive Fertigungstechnologien beispielsweise schon im Einsatz. LSG plant nun, die additive Fertigungstechnologie von Metallteilen zu industrialisieren und im Produktionsprozess zu verankern. Damit stellt Herr Schmidt einmal mehr die Weichen in Richtung Zukunft.“

1998 kaufte LSG als erstes Unternehmen ein Grundstück im vom Amt für Wirtschaftsförderung entwickelten kommunalen Gewerbegebiet Technopark Nord. Baubeginn war im Oktober 1998; die Produktion konnte im Mai 1999 aufgenommen werden. Heute ist das Gewerbegebiet zu 100 Prozent ausgelastet.  Zwölf Unternehmen mit rund 870 Arbeitskräften haben hier ihren Sitz. „Hier haben wir optimale Fertigungsbedingungen mit sehr guter Infrastruktur. Das hat wesentlich zur hervorragenden Entwicklung des Unternehmens beigetragen“, so Thorsten Schmidt.

Hintergrund

In den Hallen von LSG steht auf über 2000 Quadratmetern modernste 3-D-Laserschneid- und 3-D-Laserschweißtechnik. Komplettiert wird der Maschinenpark durch diverse CNC-Maschinen.

Die von LSG hauptsächlich aus Stahl, Edelstahl und Aluminium oder auch Titan hergestellten Teile kommen unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, im Schienenfahrzeugbau und im Anlagenbau zum Einsatz. Zu den Kunden gehören namhafte Unternehmen wie Airbus, Bombardier, Siemens oder Von Ardenne.
Thorsten Schmidt: „Unsere ältesten Kunden, wie das Kupplungswerk Dresden, bestellen schon über 20 Jahre bei uns. Unser moderner Maschinenpark und das Wissen unserer Spezialisten werden von den Dresdner High Tech-Unternehmen immer stärker genutzt“.

Seit der Gründung am 1. Januar 1992 hat sich LSG zu einem bedeutenden Fertigungszentrum entwickelt. Entsprechend Vorgabe stellt LSG die unterschiedlichsten Teile her: die kleinste Stückzahl im vergangenen Jahr war 1, die größte Stückzahl 7066. Insgesamt wurden 2016 rund  570 000 Teile gefertigt. Anfangs mit sieben Mitarbeitern gestartet, sind derzeit 58 Mitarbeiter für die Fertigung der hochpräzisen Teile im Einsatz. Der Umsatz ist von rund 1,5 Millionen Euro auf durchschnittlich 5 Millionen Euro pro Jahr gestiegen.

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