Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/05/pm_051.php 17.05.2017 13:45:42 Uhr 13.12.2017 17:53:13 Uhr
12.05.2017

Nick und Maximus haben Prüfung bestanden

Die Besondere Einsatzgruppe und ihre treuesten Begleiter im Einsatz

Die Besondere Einsatzgruppe des Ordnungsamtes ist täglich auf Streife, um zum einen das subjektive Sicherheitsgefühl der Dresdner zu stärken und zum anderen, um ihren übertragenen polizeilichen Vollzugsaufgaben nachzukommen. Dazu gehört es,  die Regeln der Polizeiverordnung und die des Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden durchzusetzen.  Unterstützt werden die derzeit 23 Bediensteten von zwei Diensthunden. Bei einer nachgestellten Identitätsüberprüfung demonstrierten die Mitarbeiter der Besonderen Einsatzgruppe heute, wie gut auf ihre Vierbeiner in einer brenzligen Situation Verlass ist. Die Hunde Nick (3 Jahre) und Maximus (5 Jahre) sind für die Bediensteten lebende Hilfsmittel, um Störungen  der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu verhindern oder zu beseitigen.

Meist wirkt der Hund präventiv allein durch seine Anwesenheit bei Streifen in Fußgängerzonen oder auch in den Grünanlagen. Sollte es zu Angriffen kommen, beschützt der Diensthund die Mitarbeiter. Seit 2005 besitzt die Besondere Einsatzgruppe Diensthunde. Nick ist seit 2015 und Maximus seit 2013 treuer Mitarbeiter.

Beide Hunde sind Deutsche Schäferhunde. Diese Rasse eignet sich besonders gut als Schutzhund, da die Tiere einen überdurchschnittlichen Spiel- und Beutetrieb haben, sich in ihrer Umwelt sicher bewegen und von Natur aus ein gewisses Maß an Aggressivität mitbringen. Darüber hinaus muss ein Schutzhund fit und gesund sein, ein gesundes Sozialverhalten haben, selbstbewusst sein und vor allem sich gut führen lassen.
Sitz, Platz, Fuß – diese Grundbefehle der Unterordnung müssen Nick (drei Jahre) und Maximus (fünf Jahre)  in jeder Situation beherrschen, um gute Diensthunde zu sein.  Anfang Mai haben die beiden Vierbeiner der Besonderen Einsatzgruppe des Dresdner Ordnungsamtes gezeigt, dass sie es können. 

Mann in roter Jacke mit ausgebreiteten Armen, rechts und links ein Mann, davor liegt ein Schäferhund
Schutzdienstübung: Diensthundeführer Marcel Langenbacher durchsucht einen Angreifer nach Waffen. Hund Nick beschützt ihn dabei. Tino Schmidt vom Special Dog Center Schmidt protokolliert das Verhalten des Hundes.
© LHD
vier Männer und zwei Schäferhunde, zwei Männer halten Urkunden in der Hand
Geschafft! Von links nach rechts: Diensthundeführer Marcel Lange mit Hund Maximus, ein Prüfungshelfer und Bediensteter der Besonderen Einsatzgruppe, Diensthundeführer Marcel Langenbacher mit Hund Nick und Prüfer Tino Schmidt vom Special Dog Center Schmidt.
© LHD

In der jährlichen Prüfung zum Einsatz als Schutzhunde prüfte Tino Schmidt vom Special Dog Center Schmidt in Waldheim (Mittelsachsen) wie gut sich die Tiere unterordnen und wie sie ihre Diensthundeführer beschützen. Beide Disziplinen haben die Deutschen Schäferhunde gemeistert. Dabei mussten sie ihrem Diensthundeführer ohne zu Zögern folgen und deren Befehle umsetzen. Bei einem nachgestellten Überfall stürzten sich Nick und Maximus sofort auf den Angreifer und konnten den Übergriff somit vereiteln.

Vor der Hundeprüfung absolvierten die Vierbeiner eine Woche intensive  Vorbereitung auf dem Gelände in Waldheim. Neben der jährlichen Prüfung kommt Tino Schmidt einmal im Monat nach Dresden und trainiert die Diensthundeführer mit den Hunden. Darüber hinaus nutzen die die beiden Hundeführer Marcel Langenbacher (Nick) und Marc Ngo Long (Maximus) regelmäßig den Hundeplatz für eigene Trainingsstunden. 

Die Bindung zwischen Diensthundeführer und Diensthund ist für einen sicheren Umgang und um sich aufeinander verlassen zu können, sehr wichtig. Beide Hunde begleiten ihre Dienstherren auch mit nach Hause und in den Urlaub innerhalb Europas.

„Man sollte es aus Überzeugung machen“, sagt Marcel Langenbacher. Seit seinem Dienstbeginn bei der Besonderen Einsatzgruppe vor zehn Jahren ist Nick sein zweiter Diensthund. Nachdem sein erster Diensthund aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Schutzhund geeignet war, kaufte er diesen der Stadt Dresden ab. Seither wartet er zuhause auf sein Herrchen. Auch Marc Ngo Long ist sich sicher, dass er Maximus nach Ausscheiden aus dem Dienst als seinen privaten Hund übernimmt. Seit 2012 ist er in der Besonderen Einsatzgruppe und nahezu von Anfang an Diensthundeführer. „Maximus ist zuhause in der Familie voll integriert“, sagt Ngo Long. Um Diensthundeführer zu werden, absolvierten beide eine Ausbildung beim Special Dog Center Schmidt.

Die beiden Diensthunde hat die Stadt Dresden für 4500 Euro gekauft. Deren Ausbildung kostet jährlich etwa 7500 Euro. In der Dienststelle auf der Theaterstraße stehen für die Hunde zwei sechs Quadratmeter große und ein acht Quadratmeter großer Hundezwinger zur Verfügung.   

Anfang des Jahres hat der Stadtrat 15 neue Stellen für das Ordnungsamt beschlossen. Mit zehn davon wird die Besondere Einsatzgruppe aufgestockt. Im Mai werden bereits die ersten zwei Stellen besetzt. Weitere drei folgen voraussichtlich im Sommer. Für die übrigen fünf Stellen läuft derzeit das Bewerbungsverfahren.

Drucken