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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/05/pm_042.php 16.05.2017 15:12:05 Uhr 25.06.2017 21:05:13 Uhr
11.05.2017

Dresdner JugendBeratungsCenter geht an den Start

Am heutigen Donnerstag, 11. Mai 2017, nimmt das JugendBeratungsCenter in Dresden als Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene in punkto beruflicher Beratung, Orientierung und Unterstützung seine Arbeit auf. Es befindet sich im Gebäude des Jobcenters an der Budapester Straße 30. Dort arbeiten die beteiligten Partner - die Agentur für Arbeit Dresden, Jobcenter Dresden und das Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden - nun auch räumlich zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit in der Stadt weiter zu verringern.

Der Arbeitsmarkt in Dresden hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt, was sich auch auf den Ausbildungsmarkt auswirkte. Rein rechnerisch standen im abgelaufenen Ausbildungsjahr 1,2 Ausbildungsstellen pro gemeldeten Bewerber zur Verfügung. Dennoch gibt es in der Stadt Dresden noch immer zu viele Jugendliche ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Gerade für die Jugendlichen, die bereits beruflich tätig sind, aber aufgrund des fehlenden Berufsabschlusses nur in Helfertätigkeiten zum Einsatz kommen, besteht die Gefahr, schneller oder öfter arbeitslos zu werden. Denn noch immer gilt: Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit.

Nicht alle jungen Menschen haben die gleichen Startbedingungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und es verlieren noch zu viele Jugendliche den Anschluss. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen vom fehlenden Schulabschluss, über Probleme im sozialen Umfeld bis hin zu mangelnder Motivation. Die Agentur für Arbeit, die frühzeitig beruflich berät, das Jobcenter, welches besonders förderungsbedürftige Jugendliche unterstützt, und die Träger der Jugendhilfe waren auch bisher mit ihren jeweiligen Kompetenzen und Angeboten für diese Personengruppe da, jedoch räumlich getrennt und dadurch weniger gut verzahnt.

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© Landeshauptstadt Dresden, Foto: Klaus Eppele / Fotolia

„Wir können es uns nicht leisten, dass auch nur ein einziger Jugendlicher auf der Strecke bleibt. Wir wollen mehr Schul- und Ausbildungsabschlüsse und weniger Studienabbrüche und wir brauchen Fachkräfte in Dresden, damit die Wirtschaft weiter wachsen kann“, betont Thomas Wünsche, Vorsitzender Geschäftsführer der Dresdner Arbeitsagentur. „Mit dem JugendBeratungsCenter können wir die Angebote für unsere Jugend besser vernetzen und koordinieren und so zukünftig Brüche in der Integrationsarbeit verringern oder im Idealfall ganz vermeiden. Wie schaffen keine neue Institution, vielmehr erleichtern wir den Zugang zu den bisherigen Beratungs- und Hilfsangeboten. Gemeinsam wollen wir Jugendliche noch besser bei der Berufsfindung und auf dem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützen“, so Wünsche weiter.

„Zusammen können wir viel bewegen, die Chancen dafür müssen wir nutzen. Obwohl wir natürlich schon seit vielen Jahren gut zusammenarbeiten, wollen wir unsere Hilfen noch besser untereinander abstimmen. Damit wirklich keiner im Hilfesystem verloren geht, schaffen wir ein gebündeltes Angebot“, untermauert Jan Pratzka, Geschäftsführer des Jobcenters Dresden, die Notwendigkeit des JugendBeratungsCenters. „Durch eine enge Zusammenarbeit Hand in Hand können wir auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen und sie passgenau unterstützen.

Zum JugendBeratungsCenter gehört ab sofort auch der JugenInfoService des Jugendamtes, bei dem die jungen Leute beispielsweise mehr zu Freizeitmöglichkeiten, zu Freiwilligendiensten und zum Auslandsaustausch erfahren können“, ergänzt Jugendamtsleiter Claus Lippmann. Jugendberufsagenturen haben sich inzwischen bundesweit zu einem wegweisenden Modell entwickelt, um die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur, Jobcenter und Jugendamt zu intensivieren und Jugendliche gezielt zu fördern. Das Dresdner JugendBeratungsCenter ist eine von mehr als 120 solcher Einrichtungen im Bundesgebiet. Derzeit bewerben City-Light-Plakate in Dresden das neue JugendBeratungsCenter.

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