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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/05/pm_001.php 08.05.2017 15:10:26 Uhr 16.08.2017 19:24:11 Uhr
02.05.2017

Neue Broschüre zum Thema Sucht wendet sich an Angehörige und Freunde

Wie können nahestehende Personen Suchtkranken helfen und sich selbst schützen? 

Die Landeshauptstadt Dresden möchte Angehörige, Freunde oder sonstig nahestehende Personen suchtkranker Menschen mit mehr Informationen unterstützen. Daher gibt die Suchtbeauftragte Dr. Kristin Ferse eine neue Broschüre heraus, die sich unmittelbar an das Umfeld Suchtkranker wendet. Sie trägt den Titel „Sucht erkennen“, greift die häufigsten Fragen auf, beantwortet sie und zeigt weiterführende Hilfsangebote in Dresden für die Angehörigen auf.

„Oft stecken Familienmitglieder oder nahe Bekannte in der Zwickmühle“, benennt Dr. Ferse das Problem und begründet weiter: „Als Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen oder Bekannte merken diese Personen Veränderungen vielleicht früher als andere, aber sie sind zugleich unsicher, wie sie sich dann verhalten sollen. Abwarten oder aktiv werden? Ansprechen, aber wie? Helfen, ohne zu bevormunden? Diese und ähnliche Gedanken kommen unweigerlich. Wir wollen dies aufgreifen und dazu ermutigen, sich Rat und Hilfe zu holen.“ Dazu verweist die 12-seitige Broschüre im DIN A5-Format auf Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Informationsangebote.

Die städtische Publikation ist ab sofort kostenlos zu haben in allen Dresdner Bürgerbüros, im Foyer des Rathauses am Dr.-Külz-Ring 19 und im Gesundheitsamt, Georgenstraße 4 und Richard-Wagner-Straße 17. Außerdem liegt sie bei KISS, der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, Ehrlichstraße 3, und in den Dresdner Suchtberatungs- und Behandlungsstellen aus. Auch im Internet ist sie unter www.dresden.de/sucht publiziert.
Rund 13 Prozent derer, die eine Dresdner Suchtberatungs- und Behandlungsstelle aufsuchen, sind Angehörige, die sich Sorgen um nahe Verwandte machen und belastet fühlen. In der Dresdner Selbsthilfegruppen-Landschaft zum Thema Sucht machen die Angehörigen-Gruppen rund 17 Prozent aus. Dies zeigt, dass Sucht nicht nur den Einzelnen, sondern auch sein Umfeld betrifft.

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