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27.03.2017

Universelle Werke: Neues Innovationszentrum für Leichtbau und Werkstoffforschung in Dresden

Dresden ist das Leichtbau-Zentrum Deutschlands und ein international führender Standort für Werkstoffforschung. Um das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden hat sich in der Dresdner Johannstadt ein Leichtbau-Campus mit leistungsfähigen Partnern und Ausgründungen gebildet. Zukünftig sollen die Dresdner Material-Kompetenzen auch im Stadtteil Plauen gebündelt werden.

Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, der Rektor der Technischen Universität Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, Prof. Hubert Jäger, Vorstandssprecher des ILK und Wilfried Eberhardt, Mitglied des Aufsichtsrats der KUKA AG, haben heute, 27. März, mit einem symbolischen ersten Hammerschlag den Startschuss für die Wiederbelebung der „Universellen Werke“ gegeben. „Hier entsteht eine ideale Keimzelle für innovative Ideen und neue Produkte. Das wird die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes im weltweiten Wettbewerb weiter stärken“, sagt Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden.

„Wir wollen gemeinsam mit starken Partnern die Potenziale in Dresden weiter ausschöpfen. Deshalb haben wir das Vorhaben von Beginn an intensiv begleitet, alle Beteiligten an einem Tisch versammelt und für ein reibungsloses Genehmigungsmanagement gesorgt. Jetzt freuen wir uns, dass es losgeht“, ergänzt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung.

Die traditionsreiche ehemalige Fabrikanlage an der Zwickauer Straße wird zu einem Innovationszentrum mit Technikum, u. a. für Industriepartner des ILK, und Startup-Center für Ausgründungen aus- und umgebaut.

Visualisierungen der Universellen Werke - Außenansicht
© buero4
Visualisierungen der Universellen Werke -Innenansicht
© buero4

Bei der Modernisierung wird darauf geachtet, dass das Gebäude möglichst flexibel genutzt werden kann. Von großen Flächen mit Industrieloft-Charakter bis zur kleinteiligen Nutzung für einzelne Gründerteams ist alles möglich. Auf fünf Etagen werden etwa 6500 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Voraussichtlich ab April 2018 können die ersten Mieter einziehen. Die TechnologieZentrumDresden GmbH wird das gesamte Haus E, für das heute der Hammerschlag erfolgt ist, betreiben und als Dienstleister für alle Nutzer fungieren. Eigentümerin des Objekts ist die IMMOPACT Universelle Werke GmbH.

Prof.  Hubert Jäger erwartet einen Innovationsschub für die beteiligen Unternehmen und darüber hinaus: „Das Einzigartige dieses Projektes besteht in der engen Verzahnung exzellenter Wissenschaft mit innovativer Wirtschaft. Wissenschaftler, die technologische Fragestellungen erforschen und Lösungen entwickeln und Unternehmer, die den Blick für den Markt haben, arbeiten in einer gemeinsamen Umgebung am Erfolg. Das schafft einen Nährboden, auf denen junge Unternehmen sich nachhaltig entwickeln können und die Material- und Leichtbauhauptstadt Dresden damit weiter stärken werden.“

Diese Synergien und die exzellenten Dresdner Kompetenzen will auch die KUKA AG nutzen: „70 Prozent aller Innovationen entstehen im Materialbereich. Damit ist Dresden als Materialforschungshauptstadt zwangsläufig erste Wahl für Zukunftsinvestitionen. Wir wollen von der einzigartigen Forschungsumgebung profitieren und gemeinsam mit dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik Lösungen für kommende Trends entwickeln. Dazu wollen wir unser Portfolio zusätzlich zur reinen Roboterproduktion hin zum Angebot ganzer Systeme erweitern. Ein erstes Projekt dafür wird eine neuartige Lackiertechnologie sein, die Energieeinsparungen über 80 Prozent verspricht“, erklärt Wilfried Eberhardt, Mitglied des Aufsichtsrats der KUKA AG.

Dresden wird zunehmend auch für Startups interessant. Erst in der vergangenen Woche hat Volkswagen den Start eines Startup-Inkubator-Programms in Kooperation mit der Dresdner Wirtschaftsförderung verkündet. „Wenn die Gründer das Inkubator-Programm in der Gläsernen Manufaktur durchlaufen haben, wollen wir diese natürlich gern in Dresden halten. Die Universellen Werke könnten dann auch für diese kreativen Köpfe eine neue Heimat sein“, sagt Dr. Robert Franke.

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