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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/03/pm_051.php 16.03.2017 12:49:53 Uhr 30.05.2017 12:58:30 Uhr
16.03.2017

Dresdner Verkehrsbetriebe AG erhält offiziellen Auftrag für öffentlichen Personenverkehr in Dresden bis 2040

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) werden in der sächsischen Landeshauptstadt den Straßenbahn- und Buslinienverkehr bis 2040 sowie den Betrieb der Bergbahnen und Elbfähren bis 2027 durchführen. Basierend auf dem Stadtratsbeschluss vom Dezember 2016 erteilte Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain am 16. März 2017 in der Gleisschleife Webergasse den Auftrag an die DVB-Vorstände Lars Seiffert und Andreas Hemmersbach. Im Anschluss an den offiziellen Akt führte eine kurze Straßenbahnsonderfahrt die Partner durch das Dresdner Stadtzentrum, in dem bereits seit 1872 Straßenbahnen als Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs unterwegs sind.

„Mit den Aufträgen überspannen wir einen Zeithorizont, in dem sich das Mobilitätsverhalten maßgeblich verändern wird. Mit den DVB haben wir einen Partner, mit dem wir diese Herausforderung innovativ und nachhaltig meistern können. Multimodalität wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Mit der Schaffung von Mobilitätspunkten geben wir erste Antworten“, so Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

„Die Aufträge bieten unseren rund 2000 Beschäftigten langfristige Planungs- und Arbeitsplatzsicherheit. Ein „Ruhekissen“ bedeutet das aber für uns keinesfalls. Die Herausforderungen des Wettbewerbs können und werden wir nicht ignorieren.  Sei es im Ringen um neue und bestehende Kunden als auch auf der Suche nach besseren technischen Lösungen. Auf diese Weise signalisieren wir den Stadträten, dass sie mit unserem Unternehmen die richtige Wahl getroffen haben“, interpretiert  DVB-Vorstand für Betrieb und Personal Lars Seiffert das Ergebnis.

Sein Vorstandskollege für Finanzen und Technik Andreas Hemmersbach sieht die Strategie des Unternehmens bestätigt. „Dresden wächst rasant. Auch die Zahl unserer Fahrgäste steigt deutlich. Mit 157 Millionen haben wir einen neuen Rekord und den höchsten Anstieg der letzten zehn Jahre erreicht. Wir wollen unser Stadtbahnnetz erweitern und moderne Fahrzeuge mit größerer Kapazität beschaffen. Dadurch schaffen wir die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung des ÖPNV in Dresden.“
Der heute erteilte Auftrag umfasst die Verkehrsleistungen mit Straßenbahnen und Bussen vom 28. November 2017, dem Ende der bisherigen Laufzeit, bis zum 27. Mai 2040. Der Auftrag für die Bergbahnen und Fähren läuft vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2027. Die Stadt Dresden macht damit von der nach EU-Recht gegebenen Möglichkeit der Direktvergabe von ÖPNV-Leistungen Gebrauch und schöpft dabei auch die maximal zulässigen Laufzeiten aus: 22,5 Jahre für den Straßenbahn- und Busverkehr sowie jeweils zehn Jahre für den Betrieb der beiden historischen Bergbahnen und der Elbfähren.

Der öffentliche Dienstleistungsauftrag, den die Landeshauptstadt nun an die DVB erteilte, besteht unter anderem aus Vorgaben für das Verkehrsangebot, die Qualitätsstandards sowie die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Die DVB bieten nachweislich hohe Zuverlässigkeit und Qualität im ÖPNV. Mit rund 80 Prozent Kostendeckung liegt das Unternehmen über dem Branchendurchschnitt. Die kontinuierlich steigenden hohen Fahrgastzahlen (2016: 157 Millionen; 2011: 150 Millionen) sowie die wiederholt guten Bewertungen der Dresdner Fahrgäste im Rahmen des ÖPNV-Kundenbarometers bestätigen das. Um diesen Standard auch in Zukunft zu gewährleisten, gibt die Stadt Dresden den DVB wie bisher Parameter vor, deren Erfüllung jährlich nachzuweisen ist. Kriterien sind beispielsweise die räumliche und zeitliche Taktung von Linien, passende Anschlüsse, Information bei Störungen sowie die Erhöhung der Barrierefreiheit in Fahrzeugen und an Haltstellen. Die Finanzierung des Dresdner ÖPNV erfolgt weiterhin im Rahmen des steuerlichen Querverbundes im Konzern der Technischen Werke Dresden (TWD), zu dem unter anderem auch die DREWAG sowie Anteile von Stadtreinigung und Stadtentwässerung gehören.

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