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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/03/pm_036.php 13.03.2017 11:55:51 Uhr 22.07.2017 02:51:42 Uhr
13.03.2017

Über den Lebensweg religiöser Frauen nach der Reformation

Vortrag im Stadtarchiv

Zum Thema „Der Lebensweg religiöser Frauen (Nonnen und Beginen) nach der Einführung der Reformation" hält die Historikerin Antje J. Gornig am Donnerstag, 16. März, 18 Uhr, im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1, einen Vortrag. Dazu laden das Frauenstadtarchiv Dresden und das Stadtarchiv Dresden herzlich ein. Der Vortrag findet im Rahmen der diesjährigen Themenreihe des Frauenstadtarchivs Dresden „Frauen und Religion in der Geschichte Sachsens“ statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Im Jahr 2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Dieses Themenjahr – 500 Jahre Reformation – nimmt das Frauenstadtarchiv Dresden zum Anlass, vier Veranstaltungen rund um das Thema Frauen und Religion in der Geschichte Sachsens durchzuführen. Religiöse Handlungsabläufe in Sachsen waren vielfach durch weibliches Handeln geprägt. Diese weiblich geprägte Vielfalt in der Historie Sachsens sollen die Veranstaltungen beleuchten. Damit soll einerseits ein Beitrag zur Komplexität weiblichen Wirkens in den unterschiedlichen (Welt-)Religionen geleistet und andererseits auf den Reichtum hingewiesen werden, der historisch gesehen von verschiedenen Religionen auf Sachsen und besonders auf sächsische Frauen ausstrahlte, aber auch von diesen ausging.
Der erste Vortrag der Themenreihe beschäftigt sich mit dem Lebensweg religiöser Frauen nach der Einführung der Reformation. Die Lebenswelten religiöser Frauen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit erscheinen heutigen Menschen unvorstellbar weit weg. Insbesondere im Mutterland der Reformation, in Sachsen, scheint es diese kaum gegeben zu haben. Zudem ist das Thema in Sachsen bisher noch wenig erforscht.

Anhand ausgewählter Schriftzeugnisse aus der Leipziger Stadtgeschichte gewährt die Historikerin Antje J. Gornig Einblicke in die Lebenswelten spätmittelalterlicher Stadtbewohnerinnen, insbesondere geistlicher Frauen, Nonnen und Beginen. Darüber hinaus bietet sie einen Ausblick auf die durch die lutherische Reformation bewirkten Veränderungen für die Frauen.

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