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07.03.2017

Asyl in Dresden - Aktuelle Informationen

Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen haben Anfang März begonnen

Das Grundrecht auf Asyl ist eines der zentralen Merkmale unseres demokratischen Rechtsstaates. Alle deutschen Kommunen haben die gesetzliche Pflicht, für eine menschenwürdige Unterkunft der Flüchtlinge Sorge zu tragen. Die Landeshauptstadt Dresden steht ebenfalls in der Verantwortung, einen Beitrag für die Unterbringung und Betreuung dieser Menschen zu leisten.

Wie viele Ankünfte gab es im Februar 2017?

Im Februar 2017 hat die Landesdirektion Sachsen 53 Personen an die Landeshauptstadt Dresden zur Unterbringung zugewiesen. Vom 1. Januar bis zum 28. Februar 2017 hat die Landeshauptstadt Dresden damit insgesamt 156 Menschen aufgenommen.

Die Menschen stammen schwerpunktmäßig aus Afghanistan (35), Syrien (28), dem Irak (23) und der Russischen Föderation (15).

Wie viele Menschen hat die Landeshauptstadt Dresden insgesamt untergebracht?

Die Landeshauptstadt Dresden hat zum Stichtag 28. Februar 2017 insgesamt 4 555 Personen erfasst. Im Vergleich dazu waren es zum 29. April 2016 insgesamt 5 766 und zum 31. November 2016 insgesamt 5 009 Personen.

Von den erfassten Menschen hat die Landeshauptstadt Dresden 4 119 Personen in Gewährleistungswohnungen und Übergangswohnheimen untergebracht. Die meisten Flüchtlinge lebten in den Ortsamtsbereichen Cotta (1 031 Personen), Prohlis (981), Plauen (648), Neustadt (441) und Altstadt (419).

Im Hinblick auf die Altersstruktur aller erfassten Personen bilden die „25-49-Jährigen“ mit 2 216 Personen die größte Gruppe, gefolgt von der Gruppe der „18-24-Jährigen“ mit 1 161 Personen und der Gruppe der „0-17-Jährigen“ mit 986 Personen. 74,7 Prozent aller derzeit untergebrachten Flüchtlinge sind männlichen Geschlechts.

Welche Arbeitsgelegenheiten gibt es für Flüchtlinge derzeit in der Landeshauptstadt Dresden?

Am 1. März 2017 haben in Dresden die Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) begonnen. FIM sind Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge, die in Kommunen von staatlichen oder gemeinnützigen Trägern geschaffen und angeboten werden. In Dresden wurden insgesamt 62 Plätze in sechs Maßnahmen bereitgestellt, die bereits alle belegt sind.

Die FIM sollen Flüchtlinge mit Hilfe niedrigschwelliger Angebote an den Arbeitsmarkt heranführen. Gleichzeitig lernen sie die Grundregeln des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland kennen und erwerben Sprachkenntnisse.

FIM sind als Arbeitsmarktprogramm des Bundes ausgestaltet. Die Umsetzung erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Laufzeit von FIM ist für den Zeitraum von 2017 bis 2020 angelegt. Die Finanzierung erfolgt durch Bundesmittel. Der Bund stellt dafür 300 Mio. Euro pro Jahr bereit, die auf Länderebene nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt werden.

Darüber hinaus verfügte die Landeshauptstadt Dresden zum Stichtag 28. Februar 2017 über insgesamt 308 Arbeitsgelegenheiten, die durch den Freistaat Sachsen gefördert werden. Die Tätigkeiten sind vielfältig, wie beispielsweise Möbeldiensthelfer beim Sozialen Möbeldienst, Arbeiten im Bereich der Erhaltung und Pflege von Außenanlagen, der Reparatur und Werterhaltung an Gegenständen im öffentlichen Bereich, gemeinnützige Tätigkeiten auf Friedhöfen, unterstützende Dolmetschertätigkeiten, des Umweltschutzes und Umweltpflege sowie die Vor- und Nachbereitung von Ausstellungen.

Wie können Dresdnerinnen und Dresdner helfen?

Um direkte Spenden für Flüchtlinge zu ermöglichen, hat die Stadt ein Sonderspendenkonto eingerichtet. Auf Grundlage eines Beschlusses des Bundesministeriums der Finanzen wird für Spenden auf diese Sonderkonten der vereinfachte Zuwendungsnachweis anerkannt. Spender können ihre Spende so gegenüber der Steuerbehörde mit dem Einzahlungsbeleg der Bank nachweisen.

Das Sonderspendenkonto lautet:

Empfänger: Landeshauptstadt Dresden
IBAN: DE62 8505 0300 0225 7573 70
BIC: OSDDDE81XXX
Verwendungszweck: Spende für Flüchtlinge oder Spende für Flüchtlingskinder

Das Sozialamt beziehungsweise das Jugendamt nutzen die eingegangenen Spenden beispielsweise zum Kauf von Wörterbüchern, Kleidung, Rucksäcken und Spielsachen.

Wo können sich Dresdnerinnen und Dresdner zum Thema Asyl informieren?

Die Landeshauptstadt Dresden informiert über Hilfe und Engagement, Unterbringung, Beschäftigung, Planungen der Stadt und beantwortet die häufigsten Fragen.

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