Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/02/pm_089.php 01.03.2017 10:10:37 Uhr 27.03.2017 10:31:43 Uhr
28.02.2017

Das beste Mittel gegen Masern ist die Impfung

Impfstelle des Gesundheitsamtes und niedergelassene Ärzte beraten

Im vergangenen Jahr wurden in Dresden insgesamt 13 Masern-Fälle registriert. In diesem Jahr liegt bislang noch keine Meldung über eine Masern-Erkrankung in Dresden vor. „Für eine Entwarnung ist es jedoch zu früh“, sagt Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann und greift damit die aktuellen Informationen des Robert-Koch-Instituts auf.

Die Fachleute rechnen damit, dass 2017 ein Jahr mit vergleichsweise vielen Masern-Fällen werden könnte. Ballungsräume seien besonders betroffen. Daher solle jeder seinen Impfstatus überprüfen und sich beraten lassen.  „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Das Virus kann auch Erwachsene außer Gefecht setzen. Jeder erwachsene Mensch sollte sich gegen Masern impfen lassen – zum eigenen Schutz und zum Schutz der Kleinsten unter uns.“ rät auch Kaufmann. Eine spezifische antivirale Therapie gibt es nicht. Erkrankte Personen müssen in der akuten Krankheitsphase Bettruhe halten. Bei schweren Komplikationen kann eine Masern-Erkrankung sogar tödlich verlaufen.

Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinstkinder, da sie noch nicht über einen ausreichenden Immunschutz verfügen können. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die erste Impfung ab dem vollendeten zwölften Lebensmonat, die zweite Impfung um den vierten Geburtstag, frühestens zur U 8 zwischen dem 46. und 48. Lebensmonat. Die Impfquote unter den kleinen Dresdnerinnen und Dresdnern ist bereits erfreulich hoch. Im Schuljahr 2014/2015 waren nur 2,5 Prozent der Schulkinder nicht gegen Masern geschützt. Über den Impfstatus von Erwachsenen liegen keine vollständigen Daten vor.

Generell gelten alle ungeimpften Personen jünger als Geburtsjahrgang 1958 ohne immunologisch nachgewiesene überstandene Erkrankung als Masern-empfänglich. Für die Impfung gibt es keine Altersbegrenzung. Die Schutzwirkung setzt gewöhnlich zwei bis drei Wochen nach der Impfung ein. Grundsätzlich wird von einer lebenslangen Immunität nach zweimaliger Impfung ausgegangen. Die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Niedergelassene Ärzte und die Mitarbeiter der Impfstelle des Gesundheitsamtes beraten zur Masern-Impfung. Die städtische Impfstelle, Bautzner Straße 125, 01099 Dresden, bietet immer dienstags von 9 bis 11 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 14 bis 17 Uhr Impfungen ohne Voranmeldung an. Weitere Auskünfte sind unter 0351-4888231 erhältlich.

Zum Dienstleistungsangebot der Impfstelle gehören auch Impfungen gegen Influenza (Grippe), Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Mumps, Röteln, Pneumokokken sowie Hepatitis A und B. Die Impfstelle gibt zusätzlich Auskunft über den passenden Schutz für Auslandsreisen. Hier sind der Impfkalender und Informationsmaterial erhältlich. Bei Bedarf werden neue Impfausweise ausgestellt.

Drucken