Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/kommunen-am-limit.php 15.06.2026 16:02:37 Uhr 16.07.2026 19:10:01 Uhr

Kommunen am Limit

Steigende Ausgaben, sinkende Einnahmen sowie gleichzeitig anstehende Investitionen in die städtische Infrastruktur verschärfen die Finanzkrise in Dresden. Um die Dramatik der Lage sichtbar zu machen, beteiligt sich Dresden am bundesweiten Aktionstag "Kommunen am Limit". Gemeinsam mit Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland kämpft Dresden für eine gerechte Finanzierung.

Noch vor wenigen Jahren konnten Städte und Gemeinden in Deutschland solide wirtschaften. Im Jahr 2022 standen die kommunalen Haushalte bundesweit noch mit 4,5 Milliarden Euro im Plus. Was seither folgte, ist einmalig in der Geschichte: Es folgte ein regelrechter Absturz. Im Jahr 2023 verzeichneten die Kommunen ein Defizit von 6,3 Milliarden Euro bundesweit, im Jahr 2024 lagen die Defizite bereits bei 24,3 Milliarden Euro, im Jahr 2025 sogar bei rund 30 Milliarden Euro (weitere Informationen zur Finanzkrise in den Kommunen: www.staedtetag.de).

Plakat: Goldener Reiter in Papier eingepackt, Schrift: Aktionstag Dresden, 22. Juni, Notverkauf? Kommunen am Limit, dresden.de/am-limit
Dresden beteiligt sich an dem Aktionstag mit einer Plakatkampagne

Aktionstag „Kommunen am Limit“

Bundesweit beteiligen sich am 22. Juni 2026 Städte, Landkreise und Gemeinden am Aktionstag „Kommunen am Limit“, um auf die dramatische kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen. Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen.

Der Deutsche Städtetag hat in der Sitzung seines Hauptausschusses in Dresden mit den „Dresdner Impulsen“ eine klare Richtung vorgegeben, welche Reformen es braucht, damit den Kommunen wirklich geholfen wird: eine Soforthilfe von rund 30 Milliarden Euro für die kommunale Ebene, die konsequente Anwendung des Grundsatzes „Wer bestellt, bezahlt", eine substanzielle Bundesbeteiligung an den Sozialkosten sowie der entschlossene Abbau bürokratischer Lasten.

In einem gemeinsamen Brief haben sich im März die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der 13 Landeshauptstädte der Flächenländer gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag erneut direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt. 

Hintergrund zur Finanzsituation