Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/stadtgeschichte/personen/henry-arnhold.php 10.04.2026 11:50:33 Uhr 11.06.2026 16:13:50 Uhr

Familie Arnhold

Henry Arnhold und seine Familie sind seit über einem Jahrhundert eng mit der Landeshauptstadt Dresden verbunden.
Schick gekleidete Menschen auf einer Treppe
Familie Arnhold beim Festakt zu ihren Ehren (2021)
Viele Menschen auf einer Treppe
Familientreffen der Familie Arnhold, Besuch im Georg-Arnhold-Bad (2025)

Bis zur Judenverfolgung in den 1930er Jahren hatte sich die Familie, die in Dresden eine der fünf größten deutschen Privatbanken führte, als Mäzen, Stifter und Förderer der Kunst und Kultur sowie der Kinder und Jugendlichen Dresdens betätigt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus musste die jüdische Familie aus Dresden fliehen. Trotzdem fühlt sich die Familie Arnhold bis heute der Stadt Dresden sehr verbunden. Nach dem Ende der DDR knüpfte Henry H. Arnhold (1921–2018) stellvertretend für seine Familie die Bande zu seiner Heimatstadt neu und engagierte sich als Brückenbauer zwischen Dresden und den USA.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts engagierten sich die Brüder Max und Georg Arnhold, die seit 1882 in Dresden ein erfolgreiches privates Bankhaus führten. Sie gründeten einen Pensionsverein für Angestellte und förderten viele soziale Vereine und Gesellschaften. Georg Arnhold unterstützte zudem die Technische Hochschule, die Kunstakademie und die Kunstgewerbeschule. Er finanzierte maßgeblich den Bau des nach ihm benannten Freibades sowie Räume und Ausstellungen im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Trotz der entsetzlichen Erfahrungen als Juden im nationalsozialistischen Dresden, der Enteignung des Bankhauses und der unumgänglichen Flucht vieler Familienangehöriger führte die Familie Arnhold nach 1989 ihr bürgerschaftliches Engagement und Mäzenatentum fort. 

Henry H. Arnhold

Herausragende Stationen des Wirkens:

  • die Unterstützung beim Wiederaufbau der Frauenkirche und der Neuen Synagoge,
  • die Förderung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden,
  • die Stiftung der „Lisa and Heinrich Arnhold Lecture“ (seit 2001),
  • die „Henry Arnhold Dresden Summer School“ (seit 2012, seit 2014 jährlich),
  • sowie seine Ernennung zum Ehrensenator der TU Dresden im Jahr 2011.

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