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Goldenen Reiter
Der „Goldene Reiter“ ist ein in Überlebensgröße ausgeführtes Denkmal des Kurfürsten Friedrich August I., der im antiken Gewand nach Art römischer Cäsaren auf einem sich aufbäumenden Pferd sitzt. Erstmals enthüllt wurde das Reiterstandbild des Kurfürsten Friedrich August I. am 26. November 1736.
Im Jahre 1884 wurde die Plastik erstmals restauriert und ihr bis dahin unvollendet gebliebener Sockel nach einem Vorschlag von Konstantin Lipsius mit einer lateinischen Inschrift versehen.
Vor Ende des zweiten Weltkrieges zerlegte man das Denkmal und lagerte es aus. Von 1953 bis 1956 folgt die zweite Restaurierung, durchgeführt von Bildhauer Walter Fleming. Zur 750-Jahr-Feier Dresdens stand der „Goldene Reiter“ wieder an seinem ursprünglichen Standort. Eine neue Vergoldung erhielt das Standbild 1965.
Blick in die Geschichte
Der Goldene Reiter ist ein in Überlebensgröße ausgeführtes Reiterstandbild des Kurfürsten Friedrich August I., der im antiken Gewand nach Art römischer Cäsaren auf einem sich aufbäumenden Lipizzanerhengst sitzt.
1732
- Kunstschmied Ludwig Wiedemann treibt nach Entwürfen des Hofbildhauers Jean Joseph Vinache das Standbild in zwei Millimeter dünnes Kupferblech. Der Befestigung im Inneren dienen eiserne Verstrebungen.
12. August 1735
- Für den vom Architekten Zacharias Longuelune entworfenen Sockel für das Standbild wird der Grundstein gelegt. Er bleibt jedoch unvollendet.
26. November 1736
- Das Reiterstandbild Augusts des Starken wird enthüllt.
1885
- Der Sockel wird anlässlich der Restaurierung der Plastik nach einem Vorschlag von Konstantin Lipsius mit lateinischen Inschriften fertiggestellt.
II. Weltkrieg
- 1944/45 wird der Goldene Reiter aus Sicherheitsgründen zerlegt und ausgelagert (in den Winterhafen der Weißen Flotte, Leipziger Straße)
- Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit verfärbt sich das Metall.
1953 bis 1956
- Der Bildhauer Walter Flemming restauriert das Standbild und setzt es wieder zusammen. Anlässlich der 750-Jahr-Feier Dresdens 1956 wird der Goldene Reiter an seinem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt.
1965
- Mit 187 Gramm Blattgold verhelfen die Restauratoren dem Goldenen Reiter vor Ort zu neuem Glanz.
2001 bis Juni 2003
- Dritte Restaurierung durch die Firmen Fuchs & Girke (Plastik) und Heidelmann & Hein (Postament)
9. November 2004
- Montage der Gedenktafel und feierliche Übergabe
Letzte Restaurierung 2001-2003
Der Goldene Reiter musste aufgrund statischer Probleme im Herbst 2001 demontiert werden. Eindringendes Wasser und Kondenswasser im Inneren des Standbildes ließen das Stützgerüst rosten und gefährdeten die Standsicherheit.
Bis zum August 2002 restaurierte die Firma Heidelmann & Hein den Steinsockel. Die Restaurationsfirma Fuchs & Girke dokumentierte und stellte die Standsicherheit her, beseitigte Schäden in Kupferhaut und Oberfläche und vergoldete. Die Blei gefüllten Hinterläufe des Pferdes wurden neu mit Blei vergossen und verstärkt, damit der „Goldene Reiter“ mehr Standfestigkeit erhält. Ein Kanalsystem leitet seit der Restaurierung das im Inneren des Standbildes entstehende Kondenswasser ab. Damit werden neue Korrosionen verringert. Die Risse und Schäden in der Kupferhaut schlossen Kupferschmiede nach alter handwerklicher Tradition.
Die verschlissene Ölvergoldung von 1965 und vorhandene Korrosionsschichten entfernten die Restauratoren, um anschließend die orangefarbene Beschichtung mit Bleimennige (bleihaltige Grundierung) als Untergrund für die Vergoldung aufzubringen. Damit das Blattgold lange hält, wurde ein Ocker-Ölfarbenanstrich aufgetragen und dann folgte Blatt für Blatt der fünf mal fünf Zentimeter großen Blättchen aus Gold mit einem Gewicht von 80 Gramm auf 1.000 Blatt. Insgesamt wurde für den neuen Goldglanz 500 Gramm Blattgold verwendet (187 Gramm verbrauchte man bei der Vergoldung 1965). Die neue Blattvergoldung hat eine Standzeit von ca. 30 Jahren.