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https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/partner/brazzaville/corona-hilfe.php 11.08.2020 13:46:00 Uhr 25.10.2020 01:09:25 Uhr
Lebensmittel-Einkauf in Brazzaville
© World Food Programme/Alice Rahmoun

Ihre Spende für Brazzaville

Delegationsreise nach Brazzaville (Video: Markus Weinberg)

Spendenkampagne für Dresdens Partnerstadt in Zeiten der Corona-Pandemie gestartet

Die Corona-Pandemie ist auch in Dresdens Partnerstadt Brazzaville angekommen. Im Mai hat der Dresdner Stadtrat daher beschlossen, die kongolesische Partnerstadt zu unterstützen. Neben einer Sachmittelspende für das Universitätsklinikum in Brazzaville stellt die Landeshauptstadt Dresden 50.000 Euro für das World Food Programme (WFP) in Brazzaville zur Verfügung. Damit diese Summe noch größer wird und noch mehr Menschen profitieren, unterstützt die Landeshauptstadt Dresden eine Spendenkampagne des World Food Programmes für Brazzaville. Über „ShareTheMeal“, die Spendenapp des World Food Programme, können Dresdnerinnen und Dresdner für die betroffene Bevölkerung in ihrer kongolesischen Partnerstadt spenden.

Alternativ sind auch Überweisungen unter dem Stichwort „Brazzaville“ an die Maecenata Foundation, Kooperationspartner von WFP, möglich.

Spendenkonto und Spenden-App

Kontoinhaber: Maecenata Stiftung
IBAN: DE89 1003 0500 1061 0007 01
BIC: LOEB DEBB XXX Bankhaus Löbbecke
Verwendungszweck: World Food Programme/ShareTheMeal, Brazzaville, Anschrift des Spenders

Direkt zur „ShareTheMeal“-Spendenapp kommen Sie hier.

Wie ist die aktuelle Lage in Brazzaville?

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Das Leben ist für die Menschen in unserer Partnerstadt auch ohne Corona-Pandemie schwierig – oft kein fließendes Wasser, kein Strom, unbefestigte Straßen, wenig reguläre Einkommensmöglichkeiten. Doch nun stehen viele Familien vor einem elementaren Problem: Hunger. Helfen Sie mit! Auch mit kleinen Beträgen können Sie helfen und leisten damit einen wichtigen Beitrag.“

Neben dem schlechten Zustand des Gesundheitssystems vor Ort sind viele Menschen durch die ergriffenen Maßnahmen − wie Ausgangssperren und Kontaktverbote − in finanzielle Not geraten. Die Lebensmittelversorgung auf Märkten und in Geschäften ist nur noch eingeschränkt möglich. Dadurch werden landwirtschaftliche Produkte knapper. Sie verderben, weil es kaum Kühlmöglichkeiten gibt, oder sie gelangen in schlechterer Qualität in den Verkauf. Viele können ihre Jobs im informellen Sektor nicht ausüben.

Für den Großteil der Bevölkerung bedeutet dies: kleineres Haushaltseinkommen, höhere Preise und in Folge ganz konkrete Schwierigkeiten, die tägliche Ernährung zu gewährleisten.

zwei Frauen nach dem Einkauf in einem Lebensmittelmarkt in Brazzaville
Das UN-Welternährungsprogramm unterstützt die Versorgung mit Lebensmitteln in Brazzaville.

Was passiert mit meiner Spende in Brazzaville?

Bedürftige Haushalte erhalten mittels der in Brazzaville bereits etablierten Methode „Mobile Money“ einen Geldbetrag auf ihr Mobiltelefon geladen. Damit können sie in ausgesuchten Geschäften in der Nachbarschaft notwendige Nahrungsmittel und Seife für die Handhygiene einkaufen. Bauern und Landwirte aus Brazzaville und Umgebung erhalten in diesen Geschäften die Möglichkeit, ihre Produkte zu verkaufen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des World Food Programme und der CARITAS unterstützen die bedürftigen Menschen vor Ort.

Sie klären die Empfänger der Zuwendung sowie die am Programm beteiligten Läden über die notwendigen Hygienemaßnahmen auf und halten sie dazu an, diese umzusetzen. Die Verteilung der Gelder über Mobiltelefone hat den Vorteil, dass es zu keinen großen Menschenansammlungen bei der Verteilung kommt und dass kein Bargeld ausgetauscht wird. So kann das Ansteckungsrisiko geringgehalten werden.

Jean-Martin Bauer, Direktor des World Food Programme in der Republik Kongo: „Wir danken der Stadt Dresden und ihren Bürgern für ihre Unterstützung. Bedürftige Familien können nun Lebensmittel kaufen, die durch die COVID-19 Krise für sie unbezahlbar geworden sind. Die Stadt Dresden hat ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Brazzaville gesetzt und gezeigt, dass die Welt in dieser schwierigen Zeit zusammensteht.“

Das UN World Food Programme ist die weltweit größte humanitäre Organisation. WFP rettet Leben in Notfällen und schafft Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert vor der transportfertig verpackten Lieferung für die Partnerstadt Brazzaville, in der Hand hält er ein sog. Atembeutelschlauchsystem

Sachmittelspende für das Universitätsklinikum in Brazzaville

Die Sachmittelspende wurde am 11. August 2020 versandt. Sie besteht aus 2 000 Einwegblusen, 9 000 Untersuchungshandschuhen, 2 000 chirurgischen Masken, 3 000 N95-Masken, 40 Atembeutelschlauchsystemen, 500 antibakterielle Filtern für Beatmungsgeräte, 1 000 Bettlaken und 100 Vliesanzügen sowie 500 Gesichtsvisieren. Der konkrete Bedarf wurde vorab mit dem Universitätsklinikum in Brazzaville abgestimmt.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Ich freue mich sehr, dass wir nun den zweiten Teil der Dresdner Hilfe für die Partnerstadt Brazzaville auf den Weg bringen können. Das dortige Universitätsklinikum benötigt die Verbrauchsgüter dringend, um die von der Covid-19-Pandemie betroffenen Menschen so gut es geht zu versorgen. Dabei konnten wir auf die Expertise des Städtischen Klinikums Dresden zurückgreifen, das uns bei der Zusammenstellung und Beschaffung der Hilfsgüter hervorragend unterstützt hat. Ebenfalls eine große Hilfe war die Forschungsallianz DRESDEN-concept e. V., die von der geplanten Sachmittelspende erfahren und von sich aus Unterstützung angeboten hat. Insgesamt 500 im Verbund eigens hergestellte Gesichtsvisiere stellt der DRESDEN-concept e. V. kostenfrei zur Verfügung. Dafür meinen allerherzlichsten Dank."

Die Warenlieferung hat einen Sachwert von 32 000 Euro. Für die Transportkosten konnte die Landeshauptstadt Fördermittel des Bundes über die SKEW (Servicestelle Kommunen in der Einen Welt), einer Organisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, einwerben.

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