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https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/europaarbeit/europa-in-dresden/europa-und-schule.php 20.12.2021 15:16:56 Uhr 06.12.2022 21:33:09 Uhr

Europa und Schule

2022 wird Europäisches Jahr der Jugend

Die EU hat sich darauf geeinigt, das Jahr 2022 zum Europäischen Jahr der Jugend zu erklären. „Es sind besonders Jugendliche, die unter der Pandemie gelitten haben und sich nun ihr Leben zurückholen müssen“, so der Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas. Damit soll ein wichtiger Baustein in der europäischen Jugendpolitik gelegt werden.

Die Kommission wird während des gesamten Jahres 2022 eine Reihe von Aktivitäten in engem Kontakt mit dem Europäischen Parlament, den Mitgliedstaaten, regionalen und lokalen Behörden, Jugendorganisationen und den jungen Menschen selbst koordinieren. Die Initiativen, die im Rahmen des Europäischen Jahres der Jugend entwickelt werden, werden mit 8 Mio. Euro aus Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps unterstützt.

Das Europäische Jahr der Jugend wird vier Ziele verfolgen:

  • Erneuerung der positiven Perspektiven für junge Menschen, mit besonderem Augenmerk auf die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf sie
  • Unterstützung junger Menschen, insbesondere derer mit geringeren Möglichkeiten, die aus benachteiligten und unterschiedlichen Verhältnissen stammen oder gefährdeten und marginalisierten Gruppen angehören
  • Unterstützung junger Menschen bei der Erlangung eines besseren Verständnisses und aktive Förderung der verschiedenen Möglichkeiten, die ihnen auf EU-, nationaler, regionaler oder lokaler Ebene zur Verfügung stehen, um ihre persönliche, soziale, wirtschaftliche und berufliche Entwicklung zu unterstützen
  • Einbeziehung der Jugendpolitik in alle relevanten Politikbereiche der Union im Einklang mit der EU-Jugendstrategie 2019 - 2027

Es wird erwartet, dass während des Europäischen Jahres mehrere Vorreiterinitiativen aus verschiedenen Politikbereichen gestartet werden. Dazu gehört beispielsweise ALMA, eine neue Initiative, die jungen Menschen, die sich weder in einem Beschäftigungsverhältnis noch in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung befinden, helfen soll, ihren Weg in den Arbeitsmarkt zu finden. Ihnen werden Unterstützung für Bildung, Berufsausbildung oder Beschäftigung in ihrem Heimatland geboten, kombiniert mit einem Praktikum in einem anderen EU-Land.

Das Europäische Jahr der Jugend geht Hand in Hand mit dem Aufbauplan NextGenerationEU, der jungen Menschen neue Perspektiven eröffnet, einschließlich hochwertiger Arbeitsplätze und Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für das Europa der Zukunft, und der die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen unterstützt. Das Jahr wird auch mit der Konferenz über die Zukunft Europas verbunden sein, bei der junge Menschen eine zentrale Rolle spielen.

Nächste Schritte

Das Europäische Jahr der Jugend soll im Januar unter der französischen Präsidentschaft eröffnet werden. Das vollständige Programm der Aktivitäten und weitere Informationen werden auf dem Jugendportal zu finden sein.

EU-Projekttag an Schulen

Logo des EU-Projekttages

Um der Europäischen Union ein Gesicht zu geben und Schülerinnen und Schülern die Arbeit der Europäischen Institutionen näher zu bringen, hat die Europäischen Kommission im Jahr 2007 die Initiative „Zurück in die Schule“ („Back-to-School“) ausgerufen.

Dabei sollen Europapolitiker und EU-Beamte im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen nicht nur von ihrer Arbeit berichten, sondern auch zuhören, was diese über die Zukunft Europas zu sagen haben. Seitdem besuchen Politikerinnen und Politiker im Mai bundesweit Schulen. An diesem EU-Projekttag beteiligt sich die Kanzlerin ebenso wie Bundesministerinnen und Bundesminister sowie Landes- oder Europa-Parlamentarier. Ziel ist es, junge Menschen für die Europäische Union zu interessieren und sie über die Bedeutung der EU zu informieren.

Der EU-Projekttag ist offen für alle Altersgruppen und Schultypen.

Europäischer Wettbewerb

Der Europäische Wettbewerb ist einer der ältesten Schülerwettbewerbe Europas und begleitet die europäische Integration von Anfang an. Er entstand 1953 in Frankreich als Projekt der Europäischen Jugendkampagne, wo er zunächst als Aufsatzwettbewerb für ältere Schüler zu kulturellen Aspekten der europäischen Integration begann. In Sachsen ist der Europäische Wettbewerb ein fest etablierter Bestandteil europäischer Bildungsarbeit. Über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus über 30 Schulen haben bisher an dem Wettbewerb teilgenommen. Vier Module, nach Altersgruppen gestaffelt, geben unterschiedliche Themen vor, die sich am Motto des von der Europäischen Union ausgerufenen jeweiligen Europäischen Jahres orientieren. Schirmherr des Europäischen Wettbewerbes in Deutschland ist der Bundespräsident, Träger in Deutschland ist die Europäische Bewegung Deutschlands.

Projektbeispiel 2018

Zu den Gewinnerinnen und Gewinnern der 65. Ausgabe des Europäischen Wettbewerbes 2018 (Jahr des Europäischen Kulturerbes) unter dem Motto „Denk mal – worauf baut Europa?“ gehörten mit Alina Pfeil und Eva Tschintscharadse aus dem Gymnasium Dreikönigschule auch zwei Dresdner Schülerinnen, die für ein Leporello zur Burg Meißen „Vergiss mein nicht“ (Burg Meißen) ausgezeichnet wurden. In diesem Klappbuch mit 3-D-Elementen haben sie sich den architektonischen Schätzen der Stadt Meißen wie der Albrechtsburg und der Porzellanmanufaktur gewidmet.

Weitere Informationen zum Europäischen Wettbewerb finden Sie hier.

Ansprechpartner in Sachsen ist das Landesamt für Schule und Bildung.

Titelbild des Leporellos Worauf baut Europa?
Titelbild des Wettbewerbsbeitrags aus dem Jahr des Europäischen Kulturerbes

Europaschulen

Zur Förderung des europäischen Gedankens in Bildung und Erziehung zeichnet das Sächsische Ministerium für Kultus ab 2010 in jedem Jahr Schulen mit besonderem europäischen Engagement mit dem Gütesiegel "Europaschule in Sachsen" aus, den die Schulen als Namenszusatz tragen können. Eine Europaschule ist eine Schule mit einer europaorientierten interkulturellen Ausrichtung, die die gemeinsame europäische Zusammenarbeit und den Austausch durch vielfältige schulische Projekte und Maßnahmen fördert. Europaschulen bereiten ihre Schüler in besonderer Weise auf ein zukünftiges Berufs- und Studienleben in Europa vor. Sie fördern europaorientierte, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen durch Wissensvermittlung, Begegnung und Dialog mit Menschen anderer Länder und Kulturen. (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus)

Mehr Informationen und Tipps zur Bewerbung als Europaschule erhalten Sie beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus.

Europaschulen in Dresden

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