Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/dresden-hilft/sulawesi.php 09.11.2018 11:21:27 Uhr 18.11.2018 01:46:13 Uhr

Erdbeben und Tsunami auf Sulawesi: Dresden hilft

Oberbürgermeister Dirk Hilbert stellt 3 000 Euro Soforthilfe bereit und ruft zu weiteren Spenden auf

Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,

am 28. September 2018 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,5 auf der Richterskala die Insel Sulawesi und löste eine sechs Meter hohe Tsunamiwelle aus. Die Stadt Palu und viele Dörfer wurden verwüstet. Hunderte Tote, Verletzte und Obdachlose sind zu beklagen. Die Nachrichten von der verheerenden Naturkatastrophe in Indonesien schockieren die Menschen weltweit – so auch in Dresden. Die indonesische Regierung hat inzwischen dringend um internationale Hilfe gebeten. Diese Hilfe kommt auch aus Dresden. Ein Team von arche noVa startete am 10. Oktober und brachte Trinkwasseraufbereitungsanlagen nach Sulawesi. Vor Ort werden dann weitere Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

Im Rahmen des Aktionsbündnisses „Dresden hilft“ mit arche noVa unterstützt die Landeshauptstadt Dresden den Einsatz in Indonesien mit 3 000 Euro Soforthilfe. Dabei bin ich stolz auf die engagierte Dresdner Hilfsorganisation, die auf über 25 Jahre Erfahrung und Fachkompetenz im Bereich der Wasserversorgung in Krisengebieten zurückblicken kann. Auch der aktuelle Einsatz in Indonesien wird sicher Tausenden Menschen helfen. Damit dies möglich wird, bitte ich auch Sie, liebe Dresdnerinnen und Dresdner, um Ihre Spenden. Helfen Sie mit, die Not im Katastrophengebiet auf Sulawesi zu lindern. Die Menschen dort brauchen dringend Hilfe – auch aus Dresden.

Ich danke allen Spenderinnen und Spendern für ihr Mitgefühl und Engagement!  

Dirk Hilbert
Oberbürgermeister Landeshauptstadt Dresden

© Michael Schmidt

Spenden können direkt auf das  Spendenkonto von arche noVa e.V. überwiesen werden:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:DE78 8502 0500 0003 5735 00 BIC: BFSWDE33DRE
Kennwort: Erdbeben und Tsunami Indonesien

Auszug aus arche noVa- Newsletter:

Dresden, 28.10.2018 Einsatz nach Tsunami und Erdbeben in Indonesien
Ihre Spende kommt an

Liebe Leserin, Lieber Leser, Liebe Unterstützerin, Lieber Unterstützer,

auch wenn in den Nachrichten keine Bilder aus Indonesien mehr zu sehen sind: Die Folgen des Erdbebens und des Tsunamis vom Anfang Oktober sind noch längst nicht überwunden. Zehntausende haben ihre Zuhause verloren, leben im Freien und in provisorischen Lagern.

„Ein paar Häuser stehen noch, aber die Menschen haben Angst zurückzukehren, weil es immer noch Nachbeben gibt“, berichtet Agnes Patonolan vom indonesischen ASB-Team, mit dem wir vor Ort zusammenarbeiten. In der zerstörten Stadt Palu und Umgebung fehlt es immer noch an lebensnotwendigen Dingen.

arche noVa hat ein Nothilfeteam in die Region geschickt, um im Bereich Wasser und Sanitär die Versorgung zu sichern. Leider konnten unsere Kollegen das betroffene Gebiet auf Sulawesi nicht direkt erreichen. Die indonesische Regierung besteht darauf, die Krise selbst und nur mit Unterstützung bereits vor Ort agierender Organisationen zu meistern. Doch noch ist der Hilfsbedarf sehr groß.

Deshalb arbeiten wir im Rahmen des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft mit dem ASB zusammen, der seit Jahren in dem Inselstaat Projekte betreut und jetzt auf Sulawesi Nothilfe leistet. Auf der Nachbarinsel Borneo, wo internationale Hilfsorganisationen ihr Logistikzentrum angesiedelt haben, schulen Lorenz Ewers und Georgios Ntais von arche noVa und der ASB die einheimischen Helferinnen und Helfer im Bau von Notlatrinen und der Installation von Trinkwasseraufbereitungsanlagen.

Insgesamt 20 kompakte Filtrationsanlagen haben wir mit dem ASB nach Indonesien eingeflogen. Sie können jeweils 500 Liter pro Stunde aufbereiten. In Kürze werden die Anlagen im Krisengebiet installiert. Die dafür notwendigen Pumpen, Schläuche und Ventile haben wir in den vergangenen Tagen auf Borneo gekauft. Unsere Devise ist es, so wenig wie möglich einzuführen und so lokal wie möglich zu arbeiten. Jetzt geht es darum, die Wasser- und Sanitärversorgung in den provisorischen Unterkünften auf Sulawesi zu verbessern und damit die Lage zu stabilisieren.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen Einsatz möglich machen. Ihre Spende hilft uns, humanitäre Hilfe zu leisten. Bitte unterstützen Sie auch in Zukunft unsere Projekte weltweit. Vielen Dank.

Ihr Stefan Mertenskötter
- Vorstandsvorsitzender -

Update 8. November 2018:

Inzwischen sind einige der 20 Filtrationsanlagen in Übergangscamps in der Gegend um Palu installiert und versorgen die Menschen dort mit sauberem Wasser. 

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