Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/110/themen/geschichte_kunststadt.php 15.11.2016 08:38:04 Uhr 07.12.2019 17:58:04 Uhr

Kunststadt

»Dresden hat mir große Freude gemacht, und meine Lust, an Kunst zu denken, wieder belebt.
Es ist ein unglaublicher Schatz aller Art an diesem schönen Orte.«

Ein so positives Resümee zog kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe, nachdem er 1794 bereits zum vierten Mal in Dresden geweilt und wiederholt die Kunstsammlungen, vor allem aber die hochberühmte Gemäldegalerie, besucht hatte. Friedrich Schiller lernte hier im Haus seines Freundes Christian Gottfried Körner zahlreiche Persönlichkeiten aus dessen großem Bekanntenkreis kennen und empfing wichtige literarische Anregungen. Auch Heinrich von Kleist schwärmte wenige Jahre später von den Sehenswürdigkeiten der Stadt, ihrer anmutigen landschaftlichen Lage, den Elbhängen und dem geradezu »italischen Himmel« darüber.

Die Namen dieser drei Dichter stehen stellvertretend für die vieler anderer Persönlichkeiten aus Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft, die sich im Laufe der Jahrhunderte in Dresden wohlfühlten und von der kreativen Atmosphäre der Stadt anregen ließen.

Gemälde: »Dresden vom rechten Elbufer« 1751/53 von Bernardo Bellotto; Zu sehen ist die damalige Silhouette Dresdens mit Augustusbrücke, Kuppel der Frauenkirche und Hofkirche. Auf der Elbe fahren kleine Boote, am Ufer stehen einige Menschen.

Ein ähnliches Fazit, wenn auch mit moderneren Worten, kann noch heute jeder Dresden-Besucher ziehen, der mit offenen Augen die Stadt durchstreift hat und empfänglich ist für die ganz besonders harmonische Mischung aus Kunst, Kultur und landschaftlicher Schönheit, die den Reiz Dresdens ausmacht.

In den folgenden Abschnitten möchten wir Sie zu einem kleinen Spaziergang durch die Dresdner Architektur-, Kunst- und Musikgeschichte einladen und gleichzeitig mit Tanz, Schauspiel und Literatur vertraut machen.

In der Residenz der sächsischen Kurfürsten und Könige entstanden seit dem 16. Jahrhundert wichtige Werke der Baukunst – noch heute ablesbar u.a. am Dresdner Schloss, an dem nahezu jede Stilphase der europäischen Architektur ihre Spuren hinterlassen hat.
Kunst hat in Dresden eine lange Tradition. Bereits seit dem Mittelalter waren im Auftrag des sächsischen Hofes bedeutende zeitgenössische Künstler in der Stadt tätig gewesen.
Die Geschichte der höfischen Musik in Dresden läßt sich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Die im Jahre 1548 gegründete Hofkantorei und -kapelle begründete eine Tradition, auf die sich heute die Sächsische Staatskapelle und die Staatsoper berufen können.
Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts stellte Dresden ein bedeutendes Zentrum des modernen Tanzes dar. Der entscheidende Impuls war von dem österreichischen Musikpädagogen Émile Jaques-Dalcroze ausgegangen.
Regelmäßige Auftritte reisender Schauspieltruppen in Dresden sind seit dem 16. Jahrhundert überliefert. Sie traten teils auch am sächsischen Hof auf, dessen Geschmack jedoch eher durch die Oper geprägt war.
Die besondere Atmosphäre der Stadt – geprägt von den Gegensätzen verträumter, fast biederer Lebensart der Residenz auf der einen Seite und kreativer, weltoffener Kulturmetropole auf der anderen – hat über Jahrhunderte Dichter und Literaturfreunde angezogen und inspiriert.

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