Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/gesundheit/who/kurzinterview.php 09.06.2017 12:59:58 Uhr 19.09.2019 22:20:49 Uhr

Über das WHO-Projekt

Was ist das WHO-Projekt »Gesunde Städte«?

Das Projekt ist bereits 1988 auf Initiative der WHO entstanden, die sich das Ziel gesetzt hat, Gesundheitsförderung zu einer der wichtigsten Aufgaben der Kommunen zu machen. Aus den ursprünglichen Städtepartnerschaften ist inzwischen eine regelrechte europäische »Gesunde Städte-Bewegung« entstanden. Im europäischen Netzwerk arbeiten derzeit 80 Städte zusammen. Dresden ist dabei die einzige deutsche Stadt.
Auch innerhalb Deutschlands gibt es ein Gesunde Städte-Netzwerk mit inzwischen über 60 Mitgliedern. Wichtige Themen sind: Kinder- und Jugendgesundheit, Gesundheit älterer Menschen, Gesunde Stadtentwicklung, Nichtraucherschutz, Männer- und Frauengesundheit etc.

Wer arbeitet im »Gesunde Städte-Projekt« Dresden mit?

Es gibt ein Projektbüro im Dresdner Rathaus. Projektbegleitend trifft sich der WHO-Beirat »Gesunde Städte« 4-mal im Jahr. Die Mitglieder dieses Beirates kommen aus Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Eine Zusammenarbeit erfolgt mit allen Bereichen, die mit dem komplexen Thema Gesundheit zu tun haben.
Dazu gehören: Politik, Gesundheits-, Sozial- und Umweltsektor, Stadtentwicklung, Sport, Vereine, Universitätsklinik, Kassenärztliche Vereinigung, Krankenkassen, Ärzte, Staatsministerium, Wirtschaftsunternehmen, um beispielhaft nur einige zu nennen. Eines unserer wichtigsten Anliegen ist, engagierte Bürger zu beteiligen.

Was zeichnet eine »Gesunde Stadt« aus?

In einer »Gesunden Stadt« sollte Gesundheit und Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt kommunaler Entscheidungsprozesse stehen. Ziel ist es, ein möglichst hohes Gesundheitsniveau aller Menschen in den Städten zu erreichen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Sozialstatus.
Gesundheit ist dabei im Sinne ihrer durch die WHO formulierten Definition als Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens zu verstehen.
Im Rahmen des europäischen Netzwerkes der »Gesunden Städte« gibt es vier Schlüsselelemente der Projektarbeit:

  • Verpflichtung auf die Prinzipien und Strategien des »Gesunde Städte«-Projektes auf höchster Ebene (Stadtratsbeschluss)
  • Schaffung neuer Organisationsstrukturen zur Steuerung des Wandels
  • Schaffung einer gemeinsamen Vision für die Stadt mit einem Gesundheitsentwicklungsplan und themenspezifischer Arbeit
  • Investitionen in die offiziell und informell vernetzte Zusammenarbeit

Grundprinzipien der Arbeit sind Chancengleichheit, Nachhaltigkeit, sektorübergreifende Zusammenarbeit und Solidarität.

Was will die Stadt mit dem Aktionsplan »Gesundes und aktives Altern« erreichen?

Das Aktionsprogramm »Gesundes und aktives Altern« ist im Ergebnis des ersten Dresdner Stadtgesundheitsprofils für ältere Menschen und der Gesundheitskonferenz »Aktives Altern« entstanden. Die Landeshauptstadt bekennt sich darin zu einer gesundheitsfördernden Seniorenpolitik. Zur Umsetzung dient ein Ziel- und Maßnahmeplan. Dort sind einzelne Maßnahmen genauer definiert, für die wir jeweils mit unterschiedlichen Partnern zusammen arbeiten.

Beispiele für Maßnahmen:

  • Bewegung und Sport 50 plus
  • Früherkennung von Diabetes mellitus Typ 2
  • Altersgerechte Stadtentwicklung
  • Gesundheitsförderung in Seniorenbegegnungsstätten
  • Mehrgenerationenprojekte

Drucken

Partner