Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/iwgr/iwgr.php 03.04.2019 16:21:31 Uhr 17.09.2019 13:56:11 Uhr

Internationale Wochen gegen Rassismus

vom 11. März bis 6. April 2019

Die Landeshauptstadt Dresden beteiligt sich vom 11. März bis 6. April 2019 an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Das Logo der Veranstaltungsreihe „100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“ weist darauf hin, dass Rassismus immer noch ein Problem in unserer Gesellschaft darstellt und es wichtig ist, sich für ein demokratisches Miteinander und die Achtung von Menschenrechten und Menschenwürde einzusetzen.

Die bundesweiten Aktionswochen sind ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern sowie den Gegnerinnen und Gegnern von Rassismus. Sie haben das Ziel, über rassistische Diskriminierung und Ausgrenzung in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen zu informieren und zu sensibilisieren. Sie regen zu Selbstreflexion und eigenem Handeln an, um die Voraussetzungen für ein respektvolles, menschliches Mit- und Füreinander zu schaffen und Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung aus unserem Alltag zu verbannen. 

Die Veranstaltungswochen bringen alle Akteurinnen und Akteure zusammen, die sich auf vielfältige Art und Weise dafür engagieren, das diesjährige Motto der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus „Europa wählt Menschenwürde“ mit Leben zu füllen. Dies erhält vor dem Hintergrund einer sich stetig wandelnden Gesellschaft und der in diesem Jahr anstehenden Europawahlen ein besonderes Gewicht. 

Über 60 zivilgesellschaftliche Vereine, Initiativen, demokratische Parteien sowie städtische Institutionen gestalten das vielfältige Programm mit rund 100 Veranstaltungen. Neben Vorträgen, Themen- und Diskussionsabenden, Lesungen, sportlichen Aktivitäten und kulturellen Formaten findet sich auch Raum für Begegnung und Austausch. 

Die Veranstaltungswochen werden am 11. März um 18 Uhr im Plenarsaal des Neuen Rathauses feierlich eröffnet. Am 6. April findet um 17 Uhr das Öffentliche Gedenken an Jorge Gomondai auf dem gleichnamigen Platz statt.

Wir laden Sie herzlich ein, die Veranstaltungen der Aktionswochen zu besuchen und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Logo: Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Programmänderungen

Dienstag, 12. März

Die Veranstaltung 18 bis 20 Uhr "Die Firmenjacke bei Pegida?- Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen" von Courage -Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e. V. und Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e. V. fällt aus.

Die Veranstaltung 19 Uhr "Die Theorie(n) der Neuen Rechten" vom Deutschen Hygiene-Museum findet am 19. März, 19 Uhr statt.

Dienstag, 16. März

Die Veranstaltung "Fakten statt Populismus" der ver.di Bezirksverwaltung in der Cottaer Str. 2 fällt aus.

Sonntag, 17. März

Die Stadtführung "Die Freiheit der Andersdenkenden" des querstadtein e. V. fällt aus.

Freitag, 22. März

Die Veranstaltung "ver.divers" von ver.di Bezirk Sachsen West-Ost-Süd beginnt erst 18 Uhr.

Sonnabend, 30. März

Die Veranstaltung "Deutsch und Muslim" des Islamischen Hochschulbundes im Zeuner-Bau, George-Bähr-Straße 3c fällt aus.

Veranstaltungen außerhalb des Zeitraums der Internationalen Wochen gegen Rassismus

8. April 2019

Die Veranstaltung "Roma in Europa: Eine Geschichte von Ausgrenzung und Vertreibung" beginnt 18:30 Uhr.

Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen

19. und 26. März

Die Veranstaltung "Demokratietraining für Kinder: Kämpfen wie Mahatma Gandhi" findet im Johannstädter Kulturtreff, Elisenstr. 35 statt. Es ist ein offenes und spielorientiertes Angebot für Kinder von 6 bis 10 Jahren zum Thema Zivilcourage und gewaltfreies Miteinander.

Eröffnung

Am 11. März wurden die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus in der Landeshauptstadt Dresden feierlich eröffnet. Rund 100 Anwesende nahmen an der Veranstaltung teil. In seinem Grußwort appellierte der Erste Bürgermeister Detlef Sittel an die Verantwortung aller, Menschenwürde zu achten und zu schützen und damit Artikel 1 unseres Grundgesetzes im Alltag Wirklichkeit werden zu lassen.

Dr. Patrice Poutrus führte in seinem umfassenden Vortrag an die Historie von Rassismus heran und teilte dabei auch persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse mit den Zuhörenden. Brasilianische Gitarrenklänge des Duos „Guanduo“ und Musikstücke des integrativen Orchesters „Musaik“ rundeten die Veranstaltung ab, die von Eter Hachmann, Vorstandsvorsitzende des Ausländerrats Dresden e. V., moderiert wurde.

Wir danken allen am Programm Beteiligten und vor allem all jenen, die sich alltäglich für Menschenwürde und gleichberechtigte Teilhabe einsetzen.

Öffentliches Gedenken an Jorge Gomondai

In der Nacht zum Ostersonntag 1991 wurde der erst 28-jährige Jorge João Gomondai Opfer rassistisch motivierter Gewalt. Er starb am 6. April an den Folgen des Angriffs.

Der mosambikanische Vertragsarbeiter war das erste Todesopfer rechtsextremer Gewalt in Dresden nach der Wiedervereinigung. Er sollte nicht das letzte bleiben. In den letzten 30 Jahren kamen in Sachsen 17 Menschen aufgrund rechtsextremer und rassistischer Gewalt zu Tode.

Das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution, das in diesem Jahr begangen wird, ist auch ein Anlass, sich gegen Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus zu wenden. Daher findet am 6. April das öffentliche Gedenken an Jorge Gomondai statt.

Es beginnt mit einem Mahngang durch die Dresdner Neustadt hin zu Orten, die bereits Tage vor der Tat Schauplätze rechter Gewalt waren. Treffpunkt ist um 15:30 Uhr am Alaunplatz.

Ab 17:00 Uhr wird am Gedenkstein auf dem Jorge-Gomondai-Platz mit musikalischer Begleitung, Redebeiträgen und dem Niederlegen von Blumen des Ermordeten gedacht.

Um 19:00 Uhr sind Interessierte zum Vortrag "Zwischen Solidarität und Rassismus – ein ostdeutsches Phänomen?“ in den 'Weltklub' des Afropa e.V. auf der Königsbrücker Straße 13 eingeladen. Angelika Nguyen, Filmwissenschaftlerin und Autorin, wird über Rassismus und Fremdsein in der DDR, Charakter und Ursachen rassistischer Gewalt in den frühen 1990igern und Kontinuitäten gegenwärtiger Entwicklungen in Deutschland referieren.

Die Veranstaltungen werden vom Vorbereitungskreis für das Gedenken an Jorge Gomondai organisiert, an dem sich neben engagierten Dresdnerinnen und Dresdnern, Vereinen und Initiativen auch die Stadtverwaltung Dresden sowie der Integrations- und Ausländerbeirat der Stadt beteiligen.

 

Weitere Informationen

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden

Bürgermeisteramt

Referentin für Demokratie und Zivilgesellschaft
Frau Dr. Julia Günther


Drucken

Partner