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https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/buergebeteiligung/zukunftsstadt/zukunftsprojekt/phase-eins/zukunftskonferenz.php 25.07.2016 18:39:32 Uhr 21.11.2019 19:28:24 Uhr

Zukunftskonferenz

Der Oberbürgermeister begrüßt die Gäste

Am 21. Mai 2016 fand im Dresdner Rathaus eine Zukunftskonferenz statt. Etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten das Zukunftsbild, den Zukunftsstadt-Prozess und die entstandenen Visionen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert begrüßte die Gäste, lobte den bürgernahen Prozess und die beteiligten Akteure. Er zeigte sich beeindruckt, was in der 9-monatigen Projektphase an Ergebnissen entstanden ist. Zudem verwies er auf die schwierigen Rahmenbedingungen durch Bürgermeisterwahlen und die polarisierte Stadtgesellschaft. 

Wie werden Europas Städte zukunftsfähig?

In seinem Vortrag diskutierte Dr. Eike Wenzel, Gründer und Leiter des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung, wie Europas Städte zukunftsfähig werden. Ausgehend von 15 Megatrends, die er sieht, beschrieb er Herausforderungen wie den demografischen Wandel, die zunehmende Digitalisierung, die Veränderung in Lebensstilen und Lebensphasen der Menschen und beschrieb das Ende der fossilen Industriekultur des 20. Jahrhunderts. In der anschließenden Diskussion nannte er Kopenhagen, Detroit oder auch das neuseeländische Christchurch als Vorbilder, an denen auch Dresden viel lernen könne.

Impulsvortrag von Dr. Eike Wenzel: Wie werden Europas Städte zukunftsfähig?

Das Zukunftsbild für Dresden

Dr. Markus Egermann vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und Prof. Jörg Rainer Nönnig von der Forschungsgruppe Wissensarchitektur an der TU Dresden begleiteten das Zukunftsstadtprojekt wissenschaftlich. Sie umrissen nochmal den zurückliegenden Prozess, bestehend aus 24 Workshops mit 50 einladenden Organisationen und 650 Teilnehmern, die zwei Zukunftsbahnen im Oktober sowie die abschließende Zukunftskonferenz. Auch wurde nochmal auf jene Indikatoren hingewiesen, die der Mensch seit 150 Jahren in kritische Dimensionen befördert, insbesondere durch Ressourcenverbrauch und Emissionen.

Den zurückliegenden Prozess müsse man als Black Box verstehen, sagte Prof. Nönnig, bei dem man anfänglich auch nicht genau wusste, wo man am Ende rauskommt. Der Zukunftsstadt-Prozess sei ein großes Experiment. Das erarbeitete Zukunftsbild, das nur mit den Visionsblättern aus den zahlreichen Workshops vollständig ist, könne auch als eine Art Anleitung für künftiges Handeln gelesen werden. Projekte und Akteure könnten auf den 5 Handlungsebenen verortet werden und so miteinander verbunden werden, dass Synergieeffekte entstünden.

Vortrag von Dr. Markus Egermann: Rückblick auf den Zukunftsprozess

Vortrag von Prof. Jörg Nönnig: Das Zukunftsbild

Stellungnahmen zum Zukunftsbild

Vier Akteure bezogen anschließend Position zum Zukunftsbild und zum Zukunftsstadt-Prozess. Dr. Robert Franke, Amtsleiter Wirtschaftsförderung, betonte die Wichtigkeit von Arbeitsplätzen in einer wachsenden Stadt.

Prof. Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung, mahnte die Verbindung von verwaltungsinternen Konzepten mit dem Zukunftsstadt-Prozess an und forderte Leadership/Führung aus der Stadtspitze heraus.

Thomas Reppe überbrachte aus Sicht eines Unternehmers die Botschaft, den Zukunftsstadt-Prozess gern seitens Dresden2030&beyond unterstützen zu wollen und so die durchaus schwierige Visionssuche in seinem Netzwerk wiederaufzugreifen.

Kathleen Schkade und Sascha Kornek von Sukuma Arts e.V. verwiesen darauf, wie wichtig die Einbindung der Bürger für nachhaltige Stadtentwicklung sei und zeigten nochmal auf, wie viele Projekte in Dresden bereits zu Nachhaltigkeitsfragen existieren.

Workshops

In den anschließenden Workshops wurden Gedanken zu stärkerer Bürgerbeteilung gesammelt, Gespräche über die Zukunftsstadt in Form eines World Cafés geführt, ein weiteres Zukunftsbild zum Thema nachwachsende Rohstoffe und moderne Stadtinfrastruktur gestaltet und über die Medien in der Zukunftsstadt nachgedacht. Parallel zur Konferenz waren die Visionsblätter aus den Zukunftsstadtworkshops in Form eines Visionsmuseums ausgestellt.

Die Zukunftskonferenz war ein gelungener Abschluss des 11-monatigen Zukunftsstadt-Prozesses. Projektleiter Norbert Rost gab zum Schluss noch den Ausblick, dass bis Mitte Juni eine Bewerbung erarbeitet wird, mit der Dresden sich für die im November beginnende Planungsphase beim BMBF bewerben wird.

Konferenzprogramm und Ausblick auf Phase II

Visualisierungen der Zukunftskonferenz

Auf der Zukunftskonferenz wurde live gezeichnet. Die Aufgabe an die Zeichner: Eigene Zukunftsvisionen oder Interpretationen des Zukunftsbildes erstellen. Schönstes Zitat im Nachgang von Grit Koalick: "Irgendwie hatte ich wirklich 'ne Vision."

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