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https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/buergebeteiligung/zukunftsstadt/infos/interview.php 11.03.2019 11:13:50 Uhr 21.10.2019 11:21:34 Uhr

Interview mit dem ehemaligen Projektleiter "Zukunftsstadt" Norbert Rost

Norbert Rost, ehemaliger Leiter des Projektes "Zukunftsstadt" berichtet in einem Interview mit dem Amtsblatt über das Projekt, was bisher geschehen ist und wie es weitergeht.

Was ist das überhaupt, dieses Projekt „Zukunftsstadt“?

Im Projekt Zukunftsstadt geht es darum, die Entwicklung Dresdens vorauszudenken: Was prägt eine nachhaltige Stadt Dresden in 2030? Wie leben wir dann? Wie sieht die Stadtzukunft aus? Das Forschungsministerium hat einen Städtewettbewerb aufgerufen und Dresden ist eine von 51 Städten.

Wer kann sich da einbringen und wie?

Seit September 2015 luden wir zu 24 Workshops ein, an denen sich 650 Dresdnerinnen und Dresdner beteiligten. Es galt, Zukunftsvisionen zu entwickeln. Daraus hat das Zukunftsstadt-Team eine zusammenfassende Zukunftsvision in Form eines Zukunftsbildes entwickelt. Das kann man sich online oder auf der Zukunftskonferenz am Sonnabend, 21. Mai, anschauen. Dorthin sind alle eingeladen, die mitgemacht haben und jene, die Dresdens Zukunft weiterdenken wollen.

Und welche Zukunfts-Visionen wurden entwickelt? Was sind die wichtigsten Visionen?

Das breite Themenspektrum reicht weit von nachhaltigem Bauen, über Energieversorgung auf Erneuerbaren Quellen bis zu Visionen der autofreien Stadt oder vielen Gemeinschaftsgärten in der Nachbarschaft. Wir haben in der Zusammenfassung die Stadt als „sich selbststeuernde Stadtgesellschaft“ formuliert, die aus Fehlern lernt und sich stark beteiligt, die sich in Nachbarschaften organisiert, auf Krisen gemeinschaftlich reagiert, sich kooperierend in die Region einfügt und nachhaltige Innovationen weltweit sammelt, aber auch der Welt bereitstellt.

Für die zweite Zukunftsstadt-Phase wollen wir gern eine neue Kultur der Bürgerbeteiligung in einer Stadt der Bürgerwissenschaften in den Mittelpunkt rücken: 40 Prozent der Dresdner haben einen wissenschaftlichen Bildungshintergrund und viele Wissenschaftsinstitutionen sitzen hier. Wenn wir diesen Wissensschatz mit klugen Beteiligungsmöglichkeiten kombinieren, kann Dresden europaweit Vorbild für zukunftsfähige Stadtgestaltung werden.

Am besten ist es, online einen Blick in die Visionsbilder aus den Workshops zu werfen oder in Ruhe das „Zukunftsbild“ zu studieren: www.dresden.de/zukunftsstadt

Wie geht es weiter?

Am Sonnabend, 21. Mai, findet die Zukunftskonferenz statt. Wir haben Dr. Eike Wenzel vom Institut für Trend- und Zukunftsforschung gewinnen können, der Dresdner Entwicklungen in globale Trends einordnen wird. Wir hören Ansagen von Dresdner Akteuren zu der Zukunftsvision und wir laden zu verschiedenen Workshops, in denen alle mitmachen und die Ideen weiterdenken können.

Studenten und Wissenschaftler sind herzlich eingeladen, sich die Forschungsthemen anzuschauen, die wir gesammelt haben oder eigene Themenvorschläge zu machen. Eine Anmeldung zur Zukunftskonferenz ist online unter www.dresden.de/zukunftsstadt möglich.

Und in der zweiten Phase wollen wir gern mit Leuten aus allen Berufen und Teilen der Stadtgesellschaft anfangen zu planen: Wie kommen wir vom Heute zur Vision des nachhaltigen Dresdens?

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