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https://www.dresden.de/de/kultur/03/veranstaltungen/denkmalfachtagung-2021.php 25.11.2020 13:35:12 Uhr 29.11.2020 20:14:29 Uhr

Denkmaltagung 2021

„Mosaiken und keramische Wandflächen der Nachkriegsmoderne in der Denkmalpflege (AT)", 27. – 29. Oktober 2021, Kulturrathaus Königstraße 15, Dresden

Call for Papers

Unter dem Titel „Mosaiken und keramische Wandflächen der Nachkriegsmoderne in der Denkmalpflege (AT)“ plant das Amt für Kultur und Denkmalschutz eine Fachtagung, die vom 27. bis 29. Oktober 2021 in der Landeshauptstadt Dresden stattfinden soll.

Mit dieser Veranstaltung wird die im Jahr 2011 begonnene Reihe von Denkmal-Fachtagungen fortgesetzt, deren Intention es ist, Fachleuten der Denkmalpflege sowie benachbarter Disziplinen und Berufszweige einen lebendigen und anregenden Erfahrungs- und Ideenaustausch zu einem aktuellen Thema zu ermöglichen und eine Plattform für vielfältige Kontakte auch interdisziplinärer Art bereitzustellen. Ein öffentliches Rahmenprogramm ergänzt die Fachtagung.

Nach den bisher durchgeführten Veranstaltungen zu „20 Jahre Denkmalschutz in den Neuen Bundesländern“, „Denkmalpflegepraxis im baukulturellen Kontext“, „Die Rolle der Denkmalpflege in Stadtmarketing und Tourismus“ und „Denkmal – Heimat – Identität“ werben wir nun um Fachreferate von etwa 20 Minuten Länge zu dem Themenkomplex „Mosaiken und keramische Wandflächen der Nachkriegsmoderne in der Denkmalpflege (AT)“.

Architekturbezogene Werke bildnerischer und dekorativer Gestaltung finden sich in der Zeit nach 1945 in zahllosen Objekten unterschiedlichster Techniken und Gattungen. Sie stehen in einer langen, komplexen und vielschichtigen kulturgeschichtlichen Tradition und besitzen zugleich ihren konkreten zeitgeschichtlichen Bezug. Sie können rein ästhetische Zeugnisse sein, aber zugleich als Träger unterschiedlichster programmatischer Inhalte fungieren. Der Umgang mit ihnen ist ebenso multipel und changiert – wiederum aus unterschiedlichsten Gründen -  zwischen Gleichgültigkeit und Wertschätzung.

Neben den diversen Mal- und Putztechniken stellen Mosaik- sowie affine keramische Bild- und Dekorationstechniken eine eigene Werkgruppe dar: durch ihre gegenüber klimatischen und mechanischen Beanspruchungen vermeintlich resistentere Materialität sind Werke in diesen Techniken für besondere Bauaufgaben sowie für den Außenraum – ob architekturgebunden oder den Freiraum mitgestaltend – geeignet. Der handwerkliche, künstlerische Duktus artikuliert sich dabei äußerst unterschiedlich und kann darüber hinaus Botschaften unterschiedlicher Bedeutungsebenen transportieren: von einer Steigerung festlicher Atmosphären bis hin zu weltanschaulichen Statements ist die Bandbreite sehr groß.

Viele Zeugnisse genießen mittlerweile Denkmalstatus und stellen ganz besondere Herausforderungen an Eigentümer, Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger sowie Restauratorinnen und Restauratoren.  

Die Thematisierung dieser Werkgruppe soll in exemplarischer Weise eine vertiefende Betrachtung kulturhistorischer, gesellschaftlicher, denkmalfachlicher sowie restauratorischer Fragestellungen ermöglichen und der seit einigen Jahren in Fachwelt und Öffentlichkeit zu konstatierenden Befassung mit den Zeugnissen nach 1945 eine interdisziplinäre wie auch möglichst internationale Plattform bieten.

Mögliche Themenschwerpunkte 

  • Historische Dimensionen
    Mosaiken seit weit mehr als 5.000 Jahren
    Technik, Material und Handwerk im Wandel
    Aspekte der Typologie und Ikonographie im 20. Jahrhundert
    Tradition und Innovation

  • Programmatik, Ästhetik, Inszenierung - Mosaiken und keramische Wandbilder im Kontext alternativer Bild- und Dekorationstechniken.
    Bild und Dekor in Architektur und Städtebau der Nachkriegszeit
    Spiegel ihrer Zeit - monumentale Wandbilder nach 1945 innen und außen
    Baugebundene Kunst/ Kunst im öffentlichen Raum/ Wirkung und Funktion im Stadtraum

  • Denkmalpflege und Gesellschaft
    Ideologische Aspekte der Rezeptionsgeschichte
    Fragen an die Inventarisation
    Bürgerschaftliches Engagement

  • Beispiele des Umgangs zwischen Zerstörung und Restaurierung
    Überformung, Fragmentierung, Dekontextualisierung
    Konservierung und Restaurierung

  • Aktuelle Aspekte
    Firmen, Institutionen, Forschungsstand
    Künstlerische und handwerkliche Ausbildung

 

Einreichungsmodalitäten

Tagungssprache ist Deutsch. Gleichwohl sind Beiträge aus nicht deutschsprachigen Ländern sehr willkommen. Die Tagungsbeiträge werden in einem Sammelband publiziert.

Bitte senden Sie bei Interesse Ihren Themenvorschlag mit einer kurzen Inhaltsangabe (max. halbe DIN A4-Seite) bis zum 30. Januar 2021

  • per E-Mail an denkmaltagung@dresden.de oder
  • postalisch an
    Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz
    Herrn Dr. Bernhard Sterra
    Postfach 12 00 20
    01001 Dresden

Ansprechpartner

Dr. Bernhard Sterra

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