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https://www.dresden.de/de/kultur/03/lapidarium.php 02.07.2015 11:39:04 Uhr 21.08.2017 12:29:20 Uhr

Lapidarium - Sammlung und Ausstellung

Die ehemalige Zionskirche — das Lapidarium der Landeshauptstadt Dresden
Manch Dresdner mag sich fragen, wo denn das eine oder andere Denkmal aus realsozialistischer Zeit nach dem Umbruch 1990 hingekommen ist, oder wo die Originalvorlagen für Architekturdetails herkommen, die bei den Neubauten am Neumarkt wieder sichtbar werden.
Auf viele solcher Fragen lässt sich die Antwort im Lapidarium der Landeshauptstadt Dresden finden.

Nach dem Krieg bis zu Beginn der fünfziger Jahre konnten Fragmente des zerstörten Dresdner Stadtzentrums geborgen werden. Diese wurden unter anderem im Palais im Großen Garten, den Gewölben unter der Brühlschen Terrasse, dem Schloss und dem Taschenbergpalais gelagert. Mit Beginn des Wiederaufbaus des Residenzschlosses 1985 tauchte die Frage nach angemessener Unterbringung der Fundstücke auf, die Ruine der Zionskirche auf der Nürnberger Straße kam als dauerhafter Aufstellungsort ins Gespräch.

Fertig gestellt 1912, war diese Kirche zu ihrer Zeit eine der modernsten Kirchenbauten in Deutschland. Nachdem sie gemeinsam mit der Südvorstadt 1945 unterging, konnte nur der kleinste Teil der Kirchenräume weiter genutzt werden. 1982 bezog die Zionsgemeinde ihre neue Kirche auf der Bayreuther Straße, der Stadt Dresden fiel das Ruinengrundstück zu.
Einige der geborgenen Stücke waren bereits dort provisorisch untergebracht, als zwischen 1994 und 1996 die Ruine baulich gesichert, der Innenraum von Schutt beräumt, und schließlich, um Fundstücke und Kirche vor der Witterung zu schützen, die gesamte Kirchenruine mit einem Dach versehen wurde.
Es war gelungen, ein vom Krieg zerstörtes Gebäude für die Unterbringung der Fragmente herzurichten, die der Krieg vom alten Dresden übrig gelassen hatte.
Mittlerweile sind sämtliche provisorische Lapidarien aufgelöst und die Fundstücke in der Zionskirche gelagert, archiviert und wissenschaftlich erfasst. Auch Denkmäler aus neuerer Zeit werden hier verwahrt oder bis zur Wiederverwendung zwischengelagert.

Der Tag des offenen Denkmals 2005 unter dem Thema "Krieg und Frieden" war Anlass, das Lapidarium erstmalig für alle Interessierten zu öffnen. Hierfür entstand die Ausstellung über die Geschichte der Zionskirche als Gotteshaus und die Arbeit des Lapidariums.

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