Residenzschloss
Die Welt trifft sich in Schönheit - das Dresdner Schloss
Zauber des Orients in Dresden
Eine der ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei wird am 7. März im Dresdner Residenzschloss eröffnet. In der Türckischen Cammer, als Teil der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wird auf knapp 750 Quadratmetern orientalische und orientalisierende Kunst zu sehen sein. Die sächsischen Kurfürsten hatten die Sammlung seit dem 16. bis zum 19. Jahrhundert aus diplomatischen Geschenken, Ankäufen und Beutestücken zusammengetragen. Die Eröffnung der Türkischen Cammer ist für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Zentrum der Kunst und Wissenschaft von weltweiter Ausstrahlung und setzt ein wichtiges Zeichen für Internationalität.
Insgesamt werden rund 600 Objekte gezeigt, darunter Prunkreitzeuge, Panzerhemden, Fahnen, Waffen und Gewänder. Zentrales Ausstellungsstück ist ein osmanisches Staatszelt aus dem Besitz Augusts des Starken: 20 m lang, 8 m breit und 6 m hoch. Zu den Höhepunkten der neuen Dauerausstellung zählen acht aus Holz geschnitzte Pferde in Originalgröße. Jeder der rund 150 kg schweren, prunkvoll geschmückten Araber ist ein Unikat. Die Besucher erleben auf diese Weise den Zauber einer orientalischen Nacht.
Eine besondere Faszination der Ausstellung ergibt sich aus den vielfach überlieferten Angaben zur Herkunft der orientalischen Schätze. Die Türckische Cammer war seit 1614 ein eigenständiger Sammlungsbereich innerhalb der Rüstkammer. In den vergangenen 70 Jahren konnten die Arbeiten allerdings nicht angemessen museal präsentiert werden. Sie wurden bis 1942 in anderer Form im Dresdner Johanneum ausgestellt und 1959 in kleiner Auswahl in die Dauerausstellung der Rüstkammer integriert. Zwanzig Jahren lang ist an der Konzeption der Türckischen Cammer und dem Erhalt der Objekte gearbeitet worden. Verantworlich für die Gestaltung der Räume der Türckischen Cammer ist das Architekturbüro Peter Kulka. Die neue Dauerausstellung wird von einem umfangreichen museumspädagogischen Rahmenprogramm begleitet, zu dem auch Führungen in türkischer Sprache zählen.
Residenzschloss Dresden, Foyer der Türckischen Cammer © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt Veröffentlichung nur nach Genehmigung und Quellenangabe!
Die Baugeschichte
Die Baugeschichte des Dresdner Schlosses reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Bis 1918 diente es den sächsischen Landesfürsten als Wohn- und Regierungssitz.
In diesem Zeitraum erfuhr das Schloss zahlreiche Umbauten: Aus einer romanischen Burganlage, auf die auch der heute 100 Meter hohe Hausmannsturm zurückgeht, entstand im 16. Jahrhundert ein prachtvolles Renaissanceschloss.
Nach einem Brand 1701 wurde das Schloss in der Regierungszeit Friedrich Augusts I., Kurfürst von Sachsen und König von Polen, mit barocker Ausstattung wieder aufgebaut.
Zwischen 1889 und 1901 war die bevorstehende
800-Jahr-Feier des sächsischen Königshauses Anlass für den letzten großen Schlossumbau, der im Stil der Neorenaissance erfolgte.
Nach Luftangriffen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs brannte auch das Schloss mit seinen rund
500 Sälen und Zimmern bis auf die Grundmauern nieder. Der größte Teil der kostbaren Innenausstattung ging verloren.
1985 startete der Wiederaufbau als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Als erstes Museum zog das Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss ein und präsentiert dort seit April 2004 seine Schätze. Im September 2004 wurde das "Neue Grüne Gewölbe" eröffnet und seit September 2006 ist das Historische Grüne Gewölbe in seinen ursprünglichen Räumen zu bewundern.
Der Hausmannsturm kann bestiegen werden und bietet einen faszinierenden Rundblick über das Stadtzentrum.
Das Residenzschloss
Residenzschloß
Hörbeitrag zum Thema
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Quelle: Hör-CD
»Dresden hören und erleben.
Ein akustischer Stadtführer«
(herausgegeben von der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH)
- Eine rettende Idee für das Residenzschloss (*.mp3, 1214 KB)
