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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/wissenschaft/forschungseinrichtungen/kooperationen-biotechnologie-life-sciences.php 01.04.2016 13:18:43 Uhr 23.10.2017 11:46:33 Uhr

Forschungskooperationen im Bereich Biotechnologie / Life Sciences

BioSAM - Biologische Sensor-Aktor-Systeme auf der Basis von funktionalisierten Mikroorganismen

Elf Unternehmen und sechs Forschungseinrichtungen aus der Region Dresden|Chemnitz|Leipzig haben sich zum Bündnis „Biologische Sensor-Aktor-Systeme auf der Basis von funktionalisierten Mikroorganismen“ (BioSAM) zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die BioSAM-Technologieplattform für eine breite wirtschaftliche Nutzung von zellbasierten Sensor-Aktor-Systemen in den Bereichen Bioverfahrenstechnik, Wasser- und Umwelttechnologie sowie Klimatechnik zu erschließen.

Arbeitsschwerpunkte sind:

  • molekularbiologischen Modifizierung von Mikroorganismen
  • Immobilisierung lebender Mikroorganismen
  • multiparametrischen Systemlösungen mit robusten elektronischen und optischen Schnittstellen für zellbasierte Sensor-Aktor-Systeme

Cross Cluster Cooperation-Projekt „C3-Saxony“

Das von der Europäischen Union geförderte Crosscluster C3-Saxony vereint die beiden sächsischen Schlüsseltechnologie-Cluster Silicon Saxony (Mikro- und Nanotechnologie) und BioSaxony (Biotechnologie, Life Sciences), um die Entwicklung interdisziplinärer Technologien voranzutreiben.

Im Mittelpunkt steht die Förderung der Innovationskraft und die Schaffung völlig neuer Wertschöpfungsketten an der Schnittstelle zwischen Mikroelektronik und Life Sciences, insbesondere in den Bereichen „Medizintechnik“ und „Personalisierte Medizin“.

ETTBio - Technologietransfer in der Biotechnologie

Damit wissenschaftliches Potenzial auch zu wirtschaftlichem Wachstum führt, bedarf es förderlicher Strukturen. Prozesse sind gefragt, bereit den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft zu gewährleisten. Das 2012 gestartete EU-Projekt »Effective Technology Transfer in Biotechnology« (ETTBio) stellt sich dieser Aufgabe.

Am Projekt beteiligen sich insgesamt zehn Partner aus sieben europäischen Ländern. Von der Identifizierung von Good Practices bis zum Abbau von Hemmnissen für eine Verbesserung des Technologietransfers von Forschungsinstituten und Universitäten wurden die Biotechnologie-Standorte kritisch bewertet. Ziel der Dresdner Beteiligung war das Erkennen möglicher Probleme sowie die Implementierung der besten Konzepte anderer Standorte in Dresden.

Für Dresden wurden drei Schwerpunktthemen herausgearbeitet:

  • Errichtung einer Validierungsförderung für die Biotechnologie
  • Verbesserung der Ausbildung von Naturwissenschaftlern in den Bereichen Business und Technologietransfer
  • Schaffung einer zentralen Technologietransfereinheit in Dresden

Das EU-Projekt ETTBio wurde im Rahmen des EU-Programms INTERREG IVC mit einem Gesamtbudget von rund 2,3 Mio. Euro gefördert.

Max Planck-NCBS Center on Lipid Research

Das Max Planck-NCBS Center on Lipid Research wird federführend vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden sowie dem National Centre of Biological Sciences (NCBS) in Bangalore (Indien) geleitet. Beide Institutionen sind weltweit führend im Bereich der Bio-Membran-Untersuchungen. Ziele der Kooperation sind

  • die systematische Analyse aller Fettmoleküle in unterschiedlichen Organismen
  • die Identifizierung biochemischer Wege für die Produktion und den Abbau von Lipiden
  • die Bestimmung der Rollen und Aufgaben bestimmter Lipide in der Organisation und Funktion von Membranen von Zellorganellen, Zellen, Gewebe und dem gesamten Organismus

Paul-Langerhans-Institut Dresden

2009 vom Helmholtz-Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus gegründet, konzentriert sich das Paul-Langerhans-Institut in Dresden auf die Erkennung und Bekämpfung des Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Das Mitglied des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung konzentriert sich auf Mechanismen, die Insulin produzierende Beta-Zellen beeinflussen.

Als einziger Standort Deutschlands verweist Dresden auf ein erfolgreiches Transplantationsprogramm von Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse.

Sonderforschungsbereich 655 der Medizinischen Fakultät der TU Dresden

Bereits seit 2005 erforschen Zell- und Entwicklungsbiologen, molekulare Bioingenieure und Mediziner das Nerven- und das Blutbildungssystem des Menschen genauer. Insgesamt 23 Projekte arbeiten derzeit an den verschiedenen Themen. Gefördert wird der Sonderforschungsbereich, an dem sich auch das DFG-Forschungszentrums CRTD und das Max Planck Institut für molekulare Zellbiologie und Genetic (MPI-CBG) beteiligen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 67

Gemeinsam mit verschiedenen Forschungseinrichtungen entwickeln Forscher der TU Dresden und Universität Leipzig funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen in Knochen- und Hautgewebe.   

Transregio-Sonderforschungsbereich TR 79

In einem interdisziplinären Forschungsverbund entwickeln Forscher der drei Universitäten in Dresden, Gießen und Heidelberg gemeinsam mit weiteren Forschungseinrichtungen Knochenersatzmaterialien und Implantatwerkstoffe. Im Mittelpunkt stehen zwei Erkrankungen, die jeweils ein deutlich erhöhtes Knochenbruchrisiko mit sich bringen:

  • Osteoporose - eine weit verbreitete und vor allem im Alter auftretende Knochendegeneration
  • Tumorerkrankung Multiples Myelom - führt zu lokal umgrenzter Zerstörung des Knochengewebes

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