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https://www.dresden.de/de/stadtraum/verkehr/verkehrsplanung/04/070_Mobilitaetsmanagement.php 05.10.2015 13:05:42 Uhr 12.12.2017 18:43:48 Uhr

Mobilitätsmanagement

Die Landeshauptstadt Dresden möchte nicht nur Verkehr in der Stadt bewältigen, sondern Mobilität gestalten und will dabeit den Mobilitätsbedürfnissen der Bürger und den Mobilitätsansprüchen der Wirtschaft langfristig gerecht werden. Dies soll nicht nur durch Infrastrukturausbau geschehen, sondern verstärkt mit innovativen Ansätzen in der Stadt- und Verkehrsplanung. Wenn Managementgrundsätze beispielsweise auf Mobilität angewendet werden, können bestehende Infrastrukturen intelligent genutzt und innovative, integrierte Mobilitätsangebote entwickelt werden.

Mobilitätsmanagement für Unternehmen

Betriebliches Mobilitätsmanagement ist ein neuer Ansatz zur Förderung von umwelt- und sozialverträglichen Verkehrsarten sowie zur kosteneffizienteren Abwicklung der verschiedenen Verkehre der Unternehmen (Mitarbeiterverkehr, Dienstreisen, Lieferverkehr etc.).
Es hat den Vorteil, dass mit geringen finanziellen Mitteln Mobilitätsverhalten zugunsten der Umwelt- und Lebensqualität verändert werden kann, ohne die Mobilität einzuschränken.
Eine Broschüre informiert Unternehmen, was dabei möglich und erforderlich ist. Sie ermuntert dazu, Mobilitätsmanagement zu praktizieren, Angebote anzunehmen, um mit verkehrlichen Problemen rund um ihren Standort besser zurechtzukommen.
Die Stadt möchte Interesse bei Betrieben, Verwaltungen und Instutitionen wecken und möglichst neue Kooperationen initiieren.
Die Broschüre »Neue Wege in der Mobilität für Unternehmen« liegt hier zum Download bereit.

Ein vorrangiges Ziel ist es, die Verkehrsspitzen im Berufsverkehr abzuflachen. Dies entlastet auch den Wirtschaftsverkehr, der oft durch privat genutzte Pkw behindert wird. Auch dem stark wachsenden Sektor der mobilen Dienstleistungen kommt es zu Gute, wenn möglichst viele Menschen ihren Arbeitsplatz mit dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen.

Mobilitätsmanagement bezieht alle Verkehrsmittel ein, um durch die Vielfalt der – auch kombinierten – Mobilitätsmöglichkeiten eine optimierte Nutzung zu erreichen. Dieses Instrument trägt zur Kosteneffizienz und Umweltentlastung gleichermaßen bei.
Ausgehend von einem Einzelprojekt – damals bei SIMEC Dresden – wurde Betriebliches Mobilitätsmanagement, u. a. im Rahmen von Forschungsprojekten, als ständige Aufgabe in der Stadtverwaltung etabliert. Schwerpunkte der Arbeit sind:

  • Mobilitätsberatung für Unternehmen
  • Durchführen von Mobilitätstagen in Betrieben und Verwaltungen zur Information der Mitarbeiter über vielfältige Mobilitätsbelange
  • Einsatz von innovativen, technischen Komponenten (Informations- und Auskunftssysteme, Info-Terminals u.a.)
  • Unterstützung bei der Erarbeitung von Betriebsmobilitätsplänen auf der Basis von Mitarbeiterbefragungen und Umsetzung von Maßnahmen in die Praxis (Firmentickets, Fahrgemeinschaftsbörsen, Radabstellanlagen, CarSharing etc.)
  • Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung zum Mobilitätsmanagement für Unternehmen.

Viele Maßnahmen sind schnell und kostengünstig realisierbar. Die einzelnen Dienstleistungen und Produkte stehen anwendungsfähig für die spezifischen Standorte zur Verfügung.

Im bundesdeutschen Durchschnitt gibt ein Beschäftigter heute jährlich rund 1.000 Euro allein für den Weg zur Arbeit aus. Dieser Betrag kann bei Einzelnen ein Vielfaches betragen. Und die Mobilität wird sich allgemein weiter verteuern. Allein die Kraftstoffkosten steigen und die steuerliche Entlastung für den Arbeitsweg wird abgebaut. Jüngste Dresdner Untersuchungsergebnisse bei Infineon/Qimonda, wo Mobilitätsmanagement praktizierter Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist, belegen, dass allein durch die geringere Nutzung des Pkw als Selbstfahrer die Beschäftigten rechnerisch im Mittel 325 Euro/Person und Jahr für den Arbeitsweg sparen. Tatsächlich liegt dieser Wert für viele Mitarbeiter weit höher.

Mobilitätsmanagement entwickelt sich zu einem positiven Image- und Standortfaktor für Betriebe, den Wirtschafts- und Wohnstandort gleichermaßen. Es wird zunehmend auf andere Bereiche mit hohem Verkehrsaufkommen ausgeweitet: Ausbildungszentren, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Verwaltungsstandorte.

Das Dresdner Engagement wurde 2006 beim ADAC-Städtewettbewerb »Luftqualität verbessern – Mobilität sichern« als »intelligente Lösung im Spannungsfeld von Machbarkeit, Wirksamkeit, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit« ausgezeichnet und als Praxisempfehlung anderen Städten vermittelt.

Weitere Informationen über Mobilitätsmanagement-­Aktivitäten in Dresden enthalten die folgenden Faltblätter:

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