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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/naturschutz/Cites.php 28.06.2015 18:54:50 Uhr 12.12.2017 17:04:33 Uhr

Cites - Handel mit bedrohten Arten

Das Umweltamt Dresden ist für den Vollzug der Regelungen zum Washingtoner Artenschutzabkommen sowie begleitender europäischer und nationaler Vorschriften zur Überwachung des Handels mit bedrohten Arten zuständig. Zahlreiche wild lebende Tier- und Pflanzenarten sind heute weltweit in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Dies liegt vor allem an der großflächigen Lebensraumzerstörung durch den Menschen. Aber auch der kommerzielle Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie eine steigende Nachfrage nach exotischen Haustieren tragen zum Artenschwund bei. Um diesem wirksam entgegen treten zu können, wurde mit dem Washingtoner Artenschutzabkommen ein umfangreiches Regelwerk geschaffen, um den grenzüberschreitenden Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu kontrollieren.

Als zuständige Cites-Behörde überwacht das Umweltamt Dresden die Einhaltung aller Vorschriften, die den Handel mit besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten beschränken. Dies umfasst auch die Kontrolle spezieller nationaler Regelungen zum Besitz und zur Haltung von besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie deren Kennzeichnung.

 

Tier anmelden/Meldepflicht

Sie haben eine Schildkröte, einen Graupapagei oder ein anderes besonders geschütztes Tier erworben und möchten es anmelden? Das Umweltamt ist hier die zuständige Meldebehörde.

Durch die Meldepflicht soll der Handel mit bedrohten Wildtieren kontrolliert und die Artenschutzkriminalität bekämpft werden. Tragen auch Sie zum Erhalt der natürlichen Bestände in den Ursprungsländern bei. Kaufen Sie verantwortungsbewusst und achten beim Kauf von Wildtieren auf deren Herkunft. Die Tiere sollten möglichst aus Nachzucht bzw. von Ranchingbetrieben stammen, denn nur so können die Wildtierbestände geschont werden. Die Herkunft eines Tieres wird i. d. R. im Herkunftsnachweis dokumentiert und dieser muss bei der Anmeldung des Tieres mit vorgelegt werden.

Ausnahmen von der Meldepflicht

Eine Anmeldung ist bei folgenden Tieren nicht erforderlich:

  • Es handelt sich um klassische Haustiere und nicht um Wildtiere (z. B. Katzen, Kaninchen, Hamster).
  • Wirbellose Tiere unterliegen nicht der Meldepflicht (z. B. Spinnen, Insekten, Skorpione).
  • Einzelne Arten sind auf Grund guter Zuchterfolge von der Meldepflicht ausgenommen (z. B. Madagaskar-Taggecko, Königspython, Goldbaumsteiger).

Gesetzliche Grundlagen: Bundesartenschutzverordnung (BartSchV).

Ein- bzw. Ausfuhr von besonders geschützten Arten

Sie wollen sich in der Schweiz oder im nichteuropäischen Ausland dauerhaft niederlassen und Ihr Tier soll Sie dabei begleiten? Für alle Belange, die bei der Ein- oder Ausfuhr von geschützten Arten aus der Europäischen Union beachtet werden müssen, ist das Bundesamt für Naturschutz Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Artenschutz im Urlaub

Jedes Jahr unternehmen weltweit viele Hundert Millionen Menschen eine Urlaubsreise ins Ausland. Bei der Rückreise finden Zollbeamte immer wieder Souvenirs im Reisegepäck, die aus geschützten Tieren und Pflanzen hergestellt wurden. Die Konsequenzen für Reisende sind unangenehm, der Schaden für die Natur ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Wo kann ich recherieren, ob eine Art geschützt ist?

In der Artenschutzdatenbank des Bundesamtes für Naturschutz - WISIA - können Sie selbständig eine Recherche durchführen, um herauszufinden, ob ein bestimmtes Tier oder eine bestimmte Pflanze dem Artenschutz unterliegt.

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