Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/laerm/c_0160.php 23.10.2017 09:29:03 Uhr 18.12.2017 07:54:12 Uhr

Lärmaktionsplan

In den kartierten Bereichen der Landeshauptstadt Dresden sind 40 000 Menschen an ihrem Wohnort gesundheitsrelevanten Lärmbelastungen durch den Straßenverkehr ausgesetzt. Diese hohe Lärmbetroffenheit zeigt, dass bei der Lärmminderungsplanung Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Zugleich bedingt die kurze gesetzliche Frist für die Aufstellung von Lärmaktionsplänen, dass ein Lärmaktionsplan für einen Ballungsraum bzw. eine Großstadt nur den Charakter eines Rahmenplanes ("Masterplanes") haben kann, der in den Folgejahren zu untersetzen ist.

Masterplan Lärmminderung

Die Bewertung der Lärmbelastung und die Benennung der Schwerpunkte erfolgte erstmals in dem am 16. März 2009 vom Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft beschlossenen "Masterplan Lärmminderung". Er bildete seitdem die Grundlage für die Bemühungen um eine Reduzierung der Lärmbelastung in der Landeshauptstadt Dresden. Der Plan wurde auf der Basis der Ergebnisse der Lärmkartierung 2012 fortgeschrieben. Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand am Anfang des Jahres 2015 statt, als der Entwurf des Masterplanes einen Monat im Umweltamt auslag und zum Download zur Verfügung stand. Insgesamt sind 144 Hinweise eingegangen und anschließend geprüft worden. Der Masterplan wurde nach Beteiligung der Öffentlichkeit erneut überarbeitet, bevor er am 4. Januar 2016 als „Masterplan Lärmminderung 2014“ vom Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft beschlossen worden ist.

Da sich die festgestellten Lärmkonflikte in der Regel nicht durch kurzfristige Aktionen lösen lassen und sich die Lärmminderungsplanung auf verschiedene Felder und Ebenen des Verwaltungshandelns erstrecken muss, wird mit dem Masterplan ein Prozess in Gang gesetzt, sich innerhalb der Stadtverwaltung zielorientiert mit den Fragen des Lärmschutzes auseinander zu setzen. Dazu werden für verschiedene Fachämter Maßnahmen und Termine benannt.

Für die lokalen Schwerpunkte sieht der Masterplan die Aufstellung von (Teilgebiets-)Lärmaktionsplänen vor. Die in den Plänen niederzulegenden Maßnahmen werden in den Folgejahren unter Mitwirkung der Öffentlichkeit erarbeitet. Dies betrifft insbesondere die Äußere und die Innere Neustadt. Außerdem ist das Lärmsanierungsprogramm für die lautesten Straßen aus dem Jahr 2002 fortzuschreiben.

Lärmaktionsplan Äußere Neustadt

Die Äußere Neustadt gehört zu den Dresdner Stadtteilen mit der höchsten Lärmbetroffenheit. Dies ergaben die in den Jahren 2007 und 2012 durchgeführten Lärmkartierung. Deshalb sah bereits der „Masterplan Lärmminderung“ aus dem Jahr 2009, für diesen Stadtteil die Aufstellung eines teilgebietsbezogenen Lärmaktionsplanes vor. Nach einem umfangreichen Planungsprozesse mit zweifacher Öffentlichkeitsbeteiligung hat der Stadtrat den Lärmaktionsplan am 17. August 2017 beschlossen. Damit ist die Äußere Neustadt nach dem Hechtviertel (2001) und Striesen-Ost (2005) der 3. Dresdner Stadtteil, für den es einen Lärmminderungsplan gibt.

Der Lärmaktionsplan nimmt eine Analyse der verkehrlichen und strukturellen Ausgangssituation in der Äußeren Neustadt vor und stellt die Konflikte dar, die sich aus der kartierten Lärmbelastung ergeben. Im zentralen Teil des Planes werden die 25 Lärmminderungsmaßnahmen beschrieben. Dabei werden unter dem Blickwinkel der Lärmminderung Maßnahmen berücksichtigt, die Teil anderer städtischer Planungen sind. Sie werden um weitere geeignete Maßnahmen u. a. aus der Öffentlichkeitsbeteiligung ergänzt, um daraus eine Gesamtkonzeption für den Stadtteil zu entwickeln. Dargestellt werden die mögliche zeitliche Einordnung für die Umsetzung der Maßnahmen, ihr Lärmminderungspotenzial und die Größenordnung der für die Umsetzung der Maßnahmen anfallenden Kosten.

Die zweite Öffentlichkeitsbeteiligung fand Ende des Jahres 2015 statt, als der Entwurf des Lärmaktionsplanes einen Monat im Umweltamt auslag und zum Download zur Verfügung stand sowie in einer Bürgerversammlung vorgestellt wurde. Insgesamt sind 138 Hinweise eingegangen und anschließend geprüft worden. Der Stadtrat hat die Hinweise zur Kenntnis genommen und das hier dokumentierte Ergebnis der Abwägung zusammen mit dem Lärmaktionsplan beschlossen.

Drucken

Partner